MMOGA-FIFA 20
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  1. TDF World Tour 2019 (PS4)

    #1
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    Forum-News TDF World Tour 2019 (PS4)

    Tour de France - Saison 2019



    Hallo liebe Radsportfreunde!

    Vielleicht habt ihr bereits meinen Thread "Le Tour de France (Cyanide)" verfolgt, wenn auch seit meiner letzten Antwort zugegebenermaßen wieder einige Wochen vergangen sind. Dort berichtete ich beispielsweise ausführlich über die Geschehnisse bei meinem fiktiven Giro d'Italia 2018.

    Das Problem war: Obwohl die Italien-Rundfahrt mir sehr viel Freude an der Konsole bereitete, kam ich leider nur behäbig mit den Beiträgen hinterher. Grundsätzlich wollte ich eigentlich über die "Grand Tours" schreiben. Inzwischen habe ich mir allerdings den letztjährigen Ableger für die PS4 zugelegt und werde daher meinen bisherigen Thread ad acta legen.

    Nun will ich nämlich lieber meine aktuellen Ergebnisse mit euch teilen, wenn auch in geringerem textlichen Umfang. Der Plan ist: Es geht mir einerseits um die fünf Monumente des Radsports (Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaux > im Spiel enthalten) und andererseits um die drei großen Landesrundfahrten (Tour de France und Giro-/Vuelta-Kits NEU > im Spiel enthalten). Als Höhepunkt der Saison wartet natürlich wie immer die Weltmeisterschaft und mit ihr der Kampf um die begehrten Regenbogentrikots.

    So soll gewissermaßen meine eigene "World Tour" entstehen. Leider finden sich im Spiel zwar nicht alle erforderlichen Etappen dafür wieder, doch anhand der Etappenprofile (Kategorisierung, Steigung-/ Neigungscharakter, Distanz), Resultate und Expertenmeinungen werde ich versuchen - mit den zur Verfügung stehenden Strecken aus der Radsport-Simulation "Tour de France Season 2019" (Schwierigkeitsstufe: Champion) - möglichst realitätsnahe Wettbewerbe abzubilden. Kleine Info am Rand: Man sollte immerhin wissen, dass die Monumente sowohl als Zuschauer wie auch als Gamer absolutes Neuland für mich bedeuten.

    Das Fahrerfeld wird – ohne Änderung von technischen Eigenschaftswerten – stets an die offizielle Startliste eines jeweiligen Rennen angepasst, um letztlich eine nach bestem Wissen und Gewissen konzipierte Simulation auf die Beine zu stellen. Mir bereitet das Radeln an der PS4 - wie bereits in den vergangenen Jahren - erneut viel Spaß und ich hoffe dies bietet euch hier im Forum zumindest eine kleine Abwechslung zur Gamereihe "FIFA".

    Zum Schluss möchte ich euch vorab sagen: Vielen Dank! Eure Kommentare sind immer willkommen und ich bin offen für Kritik, Verbesserungsvorschläge, Anmerkungen oder Hinweise, aber natürlich auch Interessensbekundungen sowie Lob. In diesem Sinne. Lasset die Spiele beginnen!

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  2. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke De KoNiNG für deinen sinnvollen Beitrag:

    ralf (22.06.2020), Viz-E (23.06.2020)

  3. AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    #2
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    Standard AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    Ich bin auf jeden Fall wieder fleißig dabei. Auch wenn ich nicht zu jedem Rennen was schreibe, mit einem Danke drücke ich aus, dass ich es gelesen hab

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  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Viz-E für den nützlichen Beitrag:

    De KoNiNG (24.06.2020)

  5. TDF World Tour 2019 (PS4)

    #3
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    Standard TDF World Tour 2019 (PS4)

    .Mailand - Sanremo (23. März 2019)
    Ingame: Reims > Nancy = 216 Km
    110. Austragung

    Erstmalig (Jahr): 1907
    Distanz: 291,0 Kilometer
    Rekordsieger: Eddy Merckx
    (1966, 1967, 1969, 1971, 1972, 1975, 1976)
    Vorjahressieger: Vincenzo Nibali (2018)



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    EF Education First (EF1)
    Kapitän: Sacha Modolo
    Startnummer Name Nationalität Alter Beste Platzierung bei Mailand - Sanremo
    101 Simon Clarke Australien 32 32. Platz (2010)
    102 Julius van den Berg Niederlande 22 Erste Teilnahme
    103 Alberto Bettiol Italien 25 37. Platz (2017)
    104 Lawson Craddock Vereinigte Staaten 27 Erste Teilnahme
    105 Sebastian Langeveld Niederlande 34 14. Platz (2014, 2015)
    106 Daniel McLay Großbritannien 27 DNF (2018)
    107 Sacha Modolo Italien 31 4. Platz (2010)

    Das Eintagesrennen von Mailand nach Sanremo ist das erste der fünf Monumente des Radsportjahres. Ein Klassiker, mit mehr als 100 Jahren Tradition und enormen Prestige. Es ist das erste ganz große Highlight und der Auftakt zur Saison. ,,La Primavera" bietet inklusive Neutralisation eine Strecke von fast 300 Kilometer vom traditionellen Start in Mailand auf der Piazza Castello bis zum Ziel im Badeort Sanremo und gilt zurecht als das längste Eintagesrennen im World Tour-Kalender. Die ,,Fahrt in den Frühling" ist nicht nur ein extrem langes, sondern auch ein sehr spezielles Rennen, mit einem einzigartigen Charakter. Insgesamt ist die Strecke eher flach und aufgrund des immer gleichen Verlaufs von allen großen Klassikern zwar der am leichtesten kalkulierbare, enthält aber sogenannte ,,Capis" - fünf kurze extrem steile Anstiege auf den letzten 55 Kilometern.

    Die ersten Rennstunden passiert wenig, dabei bildet die Halbzeit des Kurses und gleichzeitig den höchsten Punkt letztlich der Tuchinopass mit 588 Höhenmetern. Doch wenn das Peloton die ligurische Küste erreicht hat, steigt mit jedem Kilometer die Spannung. Es wird hektisch im Feld, hart um Positionen gekämpft und das Tempo immer höher, während die Kräfte schwinden. Die Teams wollen ihre Kapitäne vorn im Feld positionieren, damit man bei möglichen Stürzen oder einem Riss im Feld nicht den Anschluss verliert und ggf. unnötige Energie aufwenden muss, um wieder heranzukommen. Auch für den Fan am TV-Bildschirm steigert sich die Spannung bis zum Höhepunkt am ,,Poggio di Sanremo".

    In den vergangenen Jahren fiel dort die Vorentscheidung. Die Anspannung entlädt sich häufig in einem Attacken-Feuerwerk, gleichwohl sind nur wenige Fahrer in der Lage, nach solch einer Distanz noch attackieren zu können. Ein Blick in die Siegerliste verrät, dass zuletzt meist endschnelle Klassikerspezialisten wie John Degenkolb, Arnaud Démare oder Alexander Kristoff vorn lagen. Der letzte „echte" Sprinter, der in Sanremo triumphierte, war vermutlich Gerald Ciolek im Jahr 2013. Zumindest gibt der ,,Poggio" endlich die Antwort auf die entscheidende Frage: Ist eine späte Attacke erfolgreich, oder gibt es tatsächlich einen Sprint auf der ,,Via Roma"?

    Die Auffahrt zum ,,Poggio" beginnt neun Kilometer vor der Ziellinie. Es geht insgesamt 3,7 Kilometer auf einer schmalen Straße mit vier Haarnadelkurven bergauf (durchschnittliche Steigung: 3,7%). BORA - hansgrohe-Trainer Dan Lorang hat die Leistungswerte der vergangenen Austragungen genau analysiert und weiß: «Wer gewinnen will, muss am Poggio noch 500 Watt treten können». Dann führt eine technisch sehr anspruchsvolle Abfahrt auf teilweise schlechter Straße nach Sanremo. Nur die letzten 2 Kilometer zum Ziel sind flach. Um zu gewinnen, muss man bis zum Finale so viel Energie wie möglich sparen und über eine enorme Ausdauerleistung verfügen, denn wenn es so richtig zur Sache geht, sind die Fahrer bereits rund sieben Stunden im Sattel.


    FAVORITEN:
    ***** Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick Step)
    ***** Caleb Ewan (Lotto Soudal), Fernando Gaviria (UAE - Team Emirates), Peter Sagan (BORA - hansgrohe), Elia Viviani (Deceuninck - Quick Step)
    ***** Arnaud Démare (Groupama - FDJ), Michal Kwiatkowski (Team Sky), Alejandro Valverde (Movistar Team)


    CLASSIFICA (Tageswertung):
    Platz Name Nationalität_-_-_-_-_ Team Zeit
    1.) Michal KWIATKOWSKI Polen Team Sky 6h40'14''
    2.) Greg Van Avermaet Belgien CCC Team ........+4''
    3.) Adam Hansen Australien Lotto Soudal ........+6''
    4.) Philippe Gilbert Belgien Deceuninck - Quick Step ........+9''
    5.) Oliver Naesen Belgien AG2R La Mondiale ........+9''
    6.) Niki Terpstra Niederlande Direct Energie ........+9''
    7.) Alberto Bettiol Italien EF Education First ........+9''
    8.) Elia Viviani Italien Deceuninck - Quick Step ......+10''
    9.) Arnaud Démare Frankreich Groupama - FDJ ......+10''
    10.) Sam Bennett Irland BORA - hansgrohe ......+10''
    11.) Alexander Kristoff Norwegen UAE - Team Emirates ......+10''
    12.) Peter Sagan Slowakei BORA - hansgrohe ......+10''
    13.) Fernando Gaviria Kolumbien UAE - Team Emirates ......+10''
    14.) Alexey Lutsenko Kasachstan Astana Pro Team ......+10''
    15.) Matteo Trentin Italien Mitchelton - Scott ......+10''
    16.) Toms Skujiņš Lettland Trek - Segafredo ......+10''
    17.) Magnus Cort Dänemark Astana Pro Team ......+10''
    18.) Sacha Modolo Italien EF Education First ......+10''
    19.) Nils Politt Deutschland Team Katusha Alpecin ......+10''
    20.) Jasper Stuyven Belgien Trek - Segafredo ......+10''
    38.) Simon Clarke Australien EF Education First ......+10''
    39.) Daniel McLay Großbritannien EF Education First ......+10''
    Fazit: Auch in diesem Jahr sorgte eine dieser berüchtigten Attacken am ,,Poggio" für die Vorentscheidung. Rechtzeitig ging Oliver Naesen rund sieben Kilometer vor dem Schlussstrich in die Offensive und es konnten erwartungsgemäß nur wenige Piloten folgen, aber diese sieben Angreifer retteten ihren Vorsprung letztlich hauchdünn ins Ziel. Keine Spur von Favoriten wie Julian Alaphilippe, Caleb Ewan oder Alejandro Valverde. Auch Ex-Weltmeister Peter Sagan erwischte einen gebrauchten Tag und konnte deshalb keine gewichtige Rolle bei der Entscheidung spielen. Es sollte zugleich seine schlechteste Platzierung bei Mailand - Sanremo seit dem Jahr 2011 werden und so muss der Slowake weiter auf einen Triumph bei der ,,Classicissima" warten. Während der 33-jährige Greg Van Avermaet vergeblich um seinen zweiten Sieg bei einem Monument des Radsports (Paris - Roubaix 2017) kämpfte, wiederholte Michal Kwiatkowski seinen Erfolg auf der ,,Via Roma" aus dem Jahr 2017 in beeindruckender Manier. Auch unsere Fahrer überraschten reihenweise mit neuen persönlichen Bestleistungen, dabei verzeichneten beispielsweise Lawson Craddock und Julius van den Berg jeweils ihre erste Teilnahme bzw. Platzierung beim italienischen Radrennklassiker. Leider fuhren wir zwar mit Kapitän Sacha Modolo nicht das erwünschte Ergebnis ein, doch immerhin sorgte Alberto Bettiol für die anvisierte Top Ten-Platzierung in Reihen von EF Education First.

    MISSIONEN:

    Sacha Modolo (Tageswertung)
    - Unter den besten 10 sein = 18. Platz .

    Alberto Bettiol (Tageswertung)
    - Unter den besten 30 sein = 7. Platz .

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  6. AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    #4
    Moderator Avatar von Viz-E
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    Standard AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    Mit einem schwächeren Fahrer auf 7 gefahren und den Kapitän unterwegs auf 18 abgesetzt ist ja gar nicht so verkehrt

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  7. AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    #5
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    Wie ist das Spiel eigentlich? Ich hatte mal fürn PC irgendeine Version des Pro Cycling Manager (?), glaube 2014 oder so. Bin kein Radsport Fan aber ich liebe halt Managerspiele

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  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu 1948 für den nützlichen Beitrag:

    De KoNiNG (26.06.2020)

  9. AW: TDF World Tour 2019 (PS4)

    #6
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    Guten Morgen. Erstmal vielen Dank an Viz-E und 1948 für euer Feedback.

    Ich traute Alberto Bettiol (in Realität: Sieger der Flandern-Rundfahrt 2019) im Finale mit seinen Fähigkeiten wesentlich mehr zu als Sacha Modolo. Zudem besaß er meiner Meinung nach ausreichend Energie- bzw. Kraftreserven für eine Attacke. Deshalb schickte ich Bettiol kurz vor dem Ziel beim Angriff von Oliver Naesen mit. Ich wusste, wenn diese Attacke glücken sollte, dann wäre ich voraussichtlich unter den TopTen und sollte das Peloton doch rechtzeitig wieder ranrollen, dann könnte ich noch immer auf unseren Kapitän im Sprint setzen. Im Nachhinein war die Entscheidung den Angriffen zu folgen genau richtig. So fuhren wir ein hervorragendes Ergebnis ein. Zudem tat sich Modolo letztlich selbst im Sprint des Hauptfeldes (ab Platz 8) enorm schwer. Daher alles richtig gemacht.

    Also ich würde mich schon als Radsportfan bezeichnen und spielte auch mal einen Radsport Manager, aber das ist sicherlich schon über zehn Jahre, vielleicht auch 15 Jahre, her. Mir gefällt das Spiel, weil es für die PS4 ist und ich meinen Laptop nicht anschmeißen muss. Immerhin hänge ich schon die ganze Woche arbeitsbedingt an dem Gerät. Natürlich ist es schade, dass es keinen Managermodus und aus Lizenzgründen generell nur vereinzelte Rennen gibt, aber mir und vielen anderen Gamern reicht das aus. Der Kampf um die Plätze ist durch diesen First-Person-View sehr aufregend und spannend, egal ob bei einem Klassiker, Sprintfinale oder am Berg, jedoch muss man Radsport mögen und die Nachteile zum Radsport Manager akzeptieren. Dann kann man eine Menge Spaß haben.

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  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu De KoNiNG für den nützlichen Beitrag:

    Viz-E (26.06.2020)

  11. TDF World Tour 2019 (PS4)

    #7
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    .Flandern-Rundfahrt (7. April 2019)
    Ingame: Vlaanderen Classic (Anvers > Oudenaarde) = 270 Km
    103. Austragung

    Erstmalig (Jahr): 1913
    Distanz: 270,0 Kilometer
    Rekordsieger: Tom Boonen
    (2005, 2006, 2012), Achiel Buysse (1940, 1941, 1943), Fabian Cancellara (2010, 2013, 2014),
    Eric Leman (1970, 1972, 1973), Fiorenzo Magni (1949, 1950, 1951), Johan Museeuw (1993, 1995, 1998)
    Vorjahressieger: Niki Terpstra (2018)



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    EF Education First (EF1)
    Kapitän: Alberto Bettiol
    Startnummer Name Nationalität Alter Beste Platzierung bei Flandern-Rundfahrt
    71 Sep Vanmarcke Belgien 30 3. Platz (2014, 2016)
    72 Matti Breschel Dänemark 34 6. Platz (2009)
    73 Sebastian Langeveld Niederlande 34 5. Platz (2011)
    74 Sacha Modolo Italien 31 6. Platz (2017)
    75 Taylor Phinney Vereinigte Staaten 28 40. Platz (2014)
    76 Tom Scully Neuseeland 29 80. Platz (2018)
    77 Alberto Bettiol Italien 25 24. Platz (2017)

    Als zweites Monument des Jahres steht der flämische Radklassiker an. Er gilt als Höhepunkt der belgischen Klassikersaison. Für die radsportverrückten Flamen ist ihre ,,Ronde" nicht nur eines der wichtigsten Feste des Jahres, sondern sie ist auch ein absolutes Nationalheiligtum. Beeindruckende Massen säumen die Strecke und machen das Rennen für die Profis zu einem einzigartigen Erlebnis. ,,Flanderns Schönste" ist mit 270 Kilometern, 17 Anstiegen (die sich ,,Hellinge" nennen) und fünf Kopfsteinpflaster-Passagen ein extrem schweres Rennen. Dabei sind die Wege ganz unterschiedlich mit Kopfsteinpflaster besetzt, ob vergleichsweise große Zwischenräume am ,,Koppenberg" oder horizontal ausgerichtete Steine an der ,,Muur von Geraardsbergen", die für einen unangenehmen Treppeneffekt sorgen. Die Schwierigkeiten sind immer ganz unterschiedlicher Natur. Also kommen nur die allerbesten Klassikerfahrer der Welt als Sieger in Frage. Überraschungssieger sind fast komplett ausgeschlossen. Auch die Chancen für Sprinter fallen im Vergleich zum ersten Monument des Jahres deutlich geringer aus. Stattdessen sind ,,Puncheure" gefragt.

    Die Strecke der 103. Flandern-Rundfahrt weist im Vergleich zum Vorjahr kaum Änderung auf. Das Rennen startet zum dritten Mal in Folge in Antwerpen. Im Laufe der Geschichte wechselte der Start und Zielort von Brügge nach Meerbeke zu Antwerpen nach Oudenaarde. Es sind insgesamt 17 ,,Hellinge" zu meistern, die auf den ersten Blick harmlos wirken und kaum 100 Höhenmeter erreichen, doch ihre Steigungen - teils kurze, steile Anstiege über 20 Prozent - haben es definitiv in sich. Eine entscheidene Passage bleibt das ,,Kwaremont-Paterberg-Doppel". Wie schon 2018 wird der ,,Oude Kwaremont" dreimal und der ,,Paterberg" zweimal erklommen. Bei den Fans ist vor allem die legendäre ,,Muur von Geraardsbergen" beliebt, ein schmaler Streckenabschnitt aus Kopfsteinpflaster bei dem die Fahrer einen Höhenunterschied von 44 Metern bezwingen müssen. Diese stellen die berüchtigtsten Anstiege durch die flämischen Ardennen dar und werden von den Fahrern noch Tage später verflucht. Es gibt auch Kuriositäten: Beispiel gefällig? Bei Regen sind Abschnitte wie der ,,Koppenberg" spiegelglatt und kaum zu bewältigen. Die Folge ist bisweilen, dass Fahrer, die ihr Geld mit dem Sport verdienen, trotzdem ihr Hightech-Rad nach oben schieben, weil ansonsten kein Weiterkommen möglich ist. Ein Kuriosum, das im professionellen Radsport nur selten zu beobachten ist.

    Nach dem Start in Antwerpen führt die Strecke gen Südwesten und das Peloton passiert nach knapp 100 Kilometern den Zielort Oudenaarde, wo es vorbei am Ronde-Museum in Richtung flämische Ardennen geht. Wenig später steht die erste von insgesamt drei ,,Oude-Kwaremont-Passagen" an und es beginnt die Kletterei. Anschließend sind die markantesten Punkte sicherlich der ,,Tenbosse" und die ,,Muur von Geraardsbergen", bevor mit der zweiten von drei Passagen des ,,Oude Kwaremont" sowie der ersten von zwei Passagen des ,,Paterbergs" gut 50 Kilometer vor dem Ziel bereits das Finale und folglich ein hartes Ausscheidungsrennen eingeläutet wird. Von dort geht es, wie gehabt, über den ,,Koppenberg" und das Kopfsteinpflaster der ,,Mariaborrestraat" zum ,,Steenbeekdries" und auf den ,,Taaienberg". Auf den schmalen Straßen zählt nun eine gute Position und vor jedem Anstieg wird ein Sprint gefahren, um möglichst weit vorn zu sein. Der ,,Kruisberg" in Hotond wartet rund 26 Kilometer vor dem Zielstrich auf die Fahrer und wurde in den vergangenen Jahren stets als Startrampe für rennentscheidende Attacken genutzt. Es folgt zum Abschluss nochmals das ,,Kwaremont-Paterberg-Doppel", dabei ist der ,,Paterberg" nun der letzte Anstieg des Tages, bevor es auf den verbleibenden 13 Kilometern flach bis zur ,,Minderbroedersstraat" in Oudenaarde geht.

    Das Rennen ist sehr lang, extrem hart und schwer, hier kommen nur die ganz großen Namen wie Philippe Gilbert oder Peter Sagen als Sieger in Frage. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren gibt es allerdings keinen absoluten Top-Favoriten. Die großen Stars scheinen auf Augenhöhe. Jedoch gibt es keine Zweifel an der Ausnahmestellung vom belgischen Team Deceuninck – Quick-Step, das alljährlich immer das stärkste Aufgebot im Feld für die Flandern-Rundfahrt stellen kann. Viele Experten reden spaßeshalber davon, dass alle acht Profis in den blau-weißen Jerseys zu den Favoriten zählen. «Die Stimmung ist hier einzigartig. Das Publikum kann dich mitreißen und versteht auch sehr viel von den Rennen und weiß über die Fahrer Bescheid. Zum anderen liegt mir die Art, wie hier gefahren wird und der Charakter der Rennen. Abteilung Attacke – heißt hier das Motto. Ich liebe es einfach, auf den engen Straßen und dem Pflaster angriffslustig zu fahren. Ich mag es, ein hohes Tempo zu bolzen, zwei Stunden lang Anschlag zu fahren und an meine Leistungsgrenzen zu gehen», schwärmt Nils Politt in einem Interview von den belgischen Klassikern. Der Sieger erreicht unter den radsportverrückten Flamen nahezu Unsterblichkeit. Man darf gespannt, wer in diesem Jahr das Zeug dazu hat, sich zu einem wahren Heroen aufzuschwingen.


    FAVORITEN:
    ***** Philippe Gilbert (Deceuninck - Quick Step), Zdeněk Štybar (Deceuninck - Quick Step), Greg Van Avermaet (CCC Team)
    ***** Peter Sagan (BORA - hansgrohe), Wout van Aert (Team Jumbo-Visma)
    ***** Tiesj Benoot (Lotto Soudal), Bob Jungels (Deceuninck - Quick Step), Niki Terpstra (Direct Energie), Mathieu van der Poel (Corendon - Circus)


    RESULTATEN (Tageswertung):
    Platz Name Nationalität_-_-_-_-_ Team Zeit
    1.) Philippe GILBERT Belgien Deceuninck - Quick Step 6h36'47''
    2.) Oliver Naesen Belgien AG2R La Mondiale ........+0''
    3.) Peter Sagan Slowakei BORA - hansgrohe ........+0''
    4.) Sep Vanmarcke Belgien EF Education First ........+0''
    5.) Michael Valgren Dänemark Team Dimension Data ........+0''
    6.) Greg Van Avermaet Belgien CCC Team ........+7''
    7.) Alexander Kristoff Norwegen UAE - Team Emirates ........+7''
    8.) Alejandro Valverde Spanien Movistar Team ........+7''
    9.) Arnaud Démare Frankreich Groupama - FDJ ........+7''
    10.) Wout van Aert Belgien Team Jumbo-Visma ........+7''
    11.) Mathieu van der Poel Niederlande Corendon - Circus ......+41''
    12.) Niki Terpstra Niederlande Direct Energie ......+46''
    13.) John Degenkolb Deutschland Trek - Segafredo ...+1'06''
    14.) Tiesj Benoot Belgien Lotto Soudal ...+1'49''
    15.) Sonny Colbrelli Italien Bahrain Merida ...+2'34''
    16.) Zdeněk Štybar Tschechien Deceuninck - Quick Step ...+2'34''
    17.) Mike Teunissen Niederlande Team Jumbo-Visma ...+2'34''
    18.) Bob Jungels Luxemburg Deceuninck - Quick Step ...+2'34''
    19.) Sebastian Langeveld Niederlande EF Education First ...+2'34''
    20.) Edvald Boasson Hagen Norwegen Team Dimension Data ...+2'34''
    45.) Alberto Bettiol Italien EF Education First ...+3'19''
    46.) Taylor Phinney Vereinigte Staaten EF Education First ...+3'19''
    Fazit: Kein Überraschungssieger! Kein Solo-Sieger wie im letzten Jahr! Auf den flämischen Straßen entwickelte sich wie erwartet ein hartes Ausscheidungsrennen bis auf die Zielgerade, immerhin mit dem glücklichen Ende für einen ihrer Landsleute. Es war ein großer Tag für den belgischen Radsport bei ihrem Heimspiel; unter den besten 6 platzierten sich gleich vier Belgier. So sicherte sich Ex-Weltmeister Philippe Gilbert endlich seinen zweiten Triumph bei der Flandern-Rundfahrt, denn der erfahrene Klassikerspezialist hatte offenbar unterwegs mehr Körner gespart als seine Mitstreiter und machte sich dies im Finale auf der ,,Minderbroedersstraat" lehrbuchartig zunutze. In seiner Karriere verbuchte der 37-Jährige bislang drei Monumente (Flandern-Rundfahrt 2017, 2018 | Lüttich - Bastogne - Lüttich 2011 | Lombardei-Rundfahrt 2009, 2010), so fehlen nur noch Siege bei Mailand - Sanremo und Paris - Roubaix, um es den drei Radsport-Granden aus Belgien - Roger De Vlaeminck, Eddy Merckx sowie Rik Van Looy - nachzumachen. Nur ihnen gelang es bisher alle fünf Monumente zu gewinnen.

    Hingegen enttäuschte Zdeněk Štybar - großer Mitfavorit und Mannschaftskamerad von Philippe Gilbert in Personalunion - und blieb dem Team heute einiges schuldig, obwohl der Tscheche bislang ein herausragendes Frühjahr absolviert. Auch für unseren Rennkapitän Alberto Bettiol verlief das Rennen nicht wie erhofft, denn der Italiener präsentierte sich nach seinem Sturz beim E3 BinckBank Classic in mäßiger Verfassung. Daher war für ihn nicht mehr als ein trostloses Endresultat möglich. Jedoch überzeugte der Belgier Sep Vanmarcke vor heimischer Kulisse nach einer großen kämpferischen Vorstellung auf Platz vier. Der 30-Jährige hielt die Hinterräder der Top3 bis zum Ziel und sammelte insgesamt 325 Weltcuppunkte. Ebenfalls stellte Sebastian Langeveld seine Qualitäten auf Kopfsteinpflaster mit einem respektablen 19. Rang unter Beweis und fuhr gemeinsam mit namhaften Piloten wie Edvald Boasson Hagen, Bob Jungels oder Zdeněk Štybar über den Schlussstrich. Daher macht uns der heutige Tag absolut Hoffnung für die kommende Woche, wenn die Königin der Klassiker auf das Fahrerfeld wartet.

    MISSIONEN:

    Sep Vanmarcke (Tageswertung)
    - Unter den besten 5 sein = 4. Platz .

    Alberto Bettiol (Tageswertung)
    - Unter den besten 10 sein = 45. Platz .

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