Der VfL Wolfsburg hat sich auf dem Transfermarkt besonders im zentralen Mittelfeld noch einmal genauer umgesehen. Doch das auch, ohne den finanziellen Rahmen zu sprengen. Dafür mussten auch Leistungsträger der vergangenen Saison gehen - doch einer der schon sicher weg war blieb.
Erwischt hatte es zunächst Hakan Calhanoglu. Der neue Cheftrainer Pinturicchio gilt nicht als großer Fan des Deutsch-Türken und so war der Verkauf an den AC Milan schnell beschlossene Sache. Immerhin 22.000.000 € fließen jetzt in den Norden der Republik. Hinzu kommen drei Millionen Euro Nachzahlung aus Frankfurt für den ehemaligen Torhüter Mathew Ryan. Damit wurde zunächst einmal ein ordentliches Kapital freigesetzt, welches sofort wieder reinvestiert wurde. Nany Landry Dimata [10,0 Mio. €], William [5,0], Felix Uduokhai [1,0] und Kaylen Hinds [0,1] verschlangen direkt mehr als die Hälfte der Einnahmen, zudem wurde eine Nachzahlung für den bereits vergangene Saison verpflichteten Jordan Veretout [5,7] nötig. Blieb immerhin noch eine Differenzsumme von 3,2 Mio. € übrig.
Eine große Frage war auch, ob Javier Hernandez dem Verein treu bleibt oder nach England wechselt, wo West Ham ernsthaftes Interesse bekundete. Der Verein blieb bis jetzt standhaft und sagte jeglichen Geboten ab. "Wir planen im Sturm weiterhin mit ihm. Stand jetzt ist er auch kommende Spielzeit ein Akteur des VfL." Abgegeben werden soll dagegen Berggreen, auch Dimata würde man am liebsten verleihen.
So konzentrierte man sich wieder auf das Mittelfeld und gab unter anderem dem Wechselwunsch von Grzegorz Krychowiak, dem Fast-Namensvetter von Jacek Krzynowek, nach und ließ ihn für 28.750.000 € ziehen. Auch Joshua Guilavogui liebäugelt mit einem Wechsel, wohl nach Nizza. Insgesamt käme dann eine Summe von 36,0 Millionen Euro für diese beiden zusammen. Dafür holte man im Gegenzug gleich zwei Spieler aus der Ligue 1 für diese Positionen. Wylan Cyprien und Maxime Lopez kamen aus Nizza bzw. aus Marseille in die Autostadt. "Mit Wylan haben wir einen enorm vielseitigen Spieler bekommen, der so gut wie alle Positionen bekleiden kann. Bei Maxime versprechen wir uns für die Zukunft einiges. Wenn er hält, was wir von ihm erwarten und glauben, wozu er fähig ist, dann werden wir an ihm viel Freude haben. Das gleiche gilt auch für Lucas." Gemeint ist der dritte Mann für das Mittelfeld und der erste Draftpick: Lucas Torreira von Sampdoria Genua. Viele sagen ihm bereits das 'Barca-Gen' nach, doch man sollte ihm noch Zeit geben. Insgesamt gab man 38,5 Millionen Euro aus. |
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