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46.: Transferphase Sommer 2018 und Vorbereitungsturnier in Belgien.
Das Transferfenster hatte wieder geöffnet und rund 2 Monate hatten die Teams Zeit, sich zu verstärken und am Kader zu basteln. Erwartungsgemäß turbulent ging es bei Oviedo zu. Man rechnete mit dem schlimmsten, doch schließlich hielt es sich in Grenzen und man musste lediglich einen Abgang verkraften, der schmerzt:
Zuerst wollen wir uns den Abgängen widmen. Wie bereits erwähnt gab es einen schwerwiegenden, schmerzhaften Abgang zu verzeichnen. Cristian Herrera wechselt für eine Ablösesumme von 8 Millionen € (MW: 3,5 Mio. €) in die Bundesliga zum HSV. Dort soll er die kriselnden Relegationstitelverteidiger wieder zu alten Zeiten schießen.
Relativ ruhig blieb es um Borges und Villalibre. Zwar war halb Mexiko hinter dem Costaricaner her, doch ihn zu verkaufen stand für Oviedo ohnehin nicht zur Debatte. Bei Villalibre meldete sich kurz vor Schluss Atlético Madrid, doch die Rojiblancos waren lediglich bereit, eine Million mehr als den Marktwert zu zahlen, weshalb sich dieser Deal zerschlug. Bei Figueiredo war es noch enger. Ebenfalls knapp vor Schluss bot Sporting Lissabon 14 Millionen € für den Portugiesen, doch die Bestätigung wurde nicht mehr zeitgerecht eingereicht, sodass Figueiredo bei Oviedo bleibt. Ebenfalls 8 Millionen € konnte man für Jorgé Morillo einstreifen. Das einstige Supertalent kam nicht wirklich zum Durchbruch in Oviedo, in Mexiko bei Club León will er nun einen Neuanfang wagen und einfach nur spielen. Leider auch nicht überzeugen konnte Jeffrén Suárez, sodass man sich das Angebot von Real Zaragoza um 2 Millionen €, knapp über dem Marktwert, annahm, das ehemalige Barca-Juwel bleibt also erstklassig und schließt sich dem Aufsteiger an. Ebenfalls zu Zaragoza wechselt Gorka Magunazelaia. Die ewige Nummer 2 wollte einen Tapetenwechsel und wäre wohl auch an Braga nicht vorbeigekommen, 875.000€ überwiesen die Aragonier. Auch Borja Gómez spielt nächste Saison erstklassig, UD Almería waren die Dienste der routinierten Innenverteidigers, der bei Oviedo seinen Stammplatz an Jorge Meré verloren hatte, genau seinen Marktwert, 1,2 Millionen € wert. Im fortgeschrittenen Alter verließ auch Jonathan Vila Oviedo und lässt seine Karriere in Mexiko bei Club América ausklingen. 750.000 € überwies der Club aus dem größten Stadion Südamerikas, dem Aztekenstadion nach Spanien. Für kleines Geld (70.000 €) verstärkt Osvaldo Vergara ab sofort Drogheda United, während Pablo Ramos bis zum Winter nach Schottland zum FC Motherwell ausgeliehen wird.
Auf der Seite der Zugänge gibt es wenig überraschendes zu vermelden. Oviedo zog für 3 seiner Talente die Rückkaufklauseln, da sich diese über den Mai hinaus besonders gut entwickelt haben. Dabei handelt es sich um Lino Olivera (12 Millionen €, FC Stevenage), Esteban Fuentes (3,5 Millionen €, FC Vaduz) und David Navas (1,2 Millionen €, Gimnàstic Tarragona). Für Fernando Castro, sicherte man sich eine 2-Jahres-Leihe und hat danach die Chance, ihn um die in der Rückkaufklausel von Real Valladolid fix zu verpflichten. Weiters stoßen mit Vicente Galeano, Sérgio Branco, Fábio Peres und Manuel Navarro 4 vielversprechende Talente aus der Jugend zum Team hinzu.
Die Top-3 Transfers dieses Sommers treffen Atlético Madrid ganz besonders schwer. Die Rojiblancos müssen mit Antoine Griezmann (58,5 Millionen € zu PSG) und Mario Götze (56 Millionen € zu Manchester City) zwei herbe Verluste einstecken. Bleibt abzuwarten, ob Diego Simeone das auffangen kann und Atlético trotzdem angemessen abschneidet. Auch der dritte Rekordtransfer stammt aus Madrid, Danilo schließt sich für 41 Millionen € dem BVB an.
Real Oviedo entschied sich dieses Jahr für ein Vorbereitungsturnier in Belgien. Dabei traf man in der Gruppe auf Red Bull Salzburg, Medipol Basaksehir und den SV Darmstadt. Erwartungsgemäß hatten die Spanier mit dem österreichischen Meister und den Türken keinerlei Probleme, das klare und deutliche 5:0 gegen den SV Darmstadt, seines Zeichen Bundesligaaufsteiger, überraschte dann doch ein wenig. Vorallem einer glänzte dabei und ließ die kühnsten Experten mit offenen Mund stehen, Fábio Peres. Der 17-jährige Youngster debütierte ab der 46. Minute im Trikot von Oviedo und lieferte eine unglaubliche Leistung ab, die er mit zwei Toren krönte.
Etwas schwieriger sollte es im Halbfinale werden, Standard Lüttich, in der anderen Gruppe Zweiter hinter dem FC Arouca aus Portugal geworden, hieß der Gegner. Erneut war es aber eine One-Man-Show. Mit einer unglaublichen Coolness und Spritzigkeit schoss Fábio Peres die Belgier im Alleingang k.o., war für die rote Karte gegen van Damme verantwortlich und bereitete in der 85. Minute das 3:0 durch Borges vor. Der in der Schlussphase eingewechselte Cristian Herrera traf zum 4:0 Endstand, es sollte sein letzter Auftritt im Oviedo-Trikot sein!
Im Finale bekam man es dann mit dem FC Arouca zu tun, die Darmstadt klar mit 5:1 besiegten. Gegen die Portugiesen konnte man lange Zeit ein offenes Spiel mit einer knappen Führung halten, die allerdings Mitte der zweiten Halbzeit zu Gunsten der Portugiesen kippte. Tragischer Held diesmal, wie könnte es andes sein, Fábio Peres. Zwar traf der junge Portugiese kurz vor dem Schluss zum 2:2 Ausgleich und rettete Oviedo ins Elferschießen, dort war er aber leider der einzige, der seinen Strafstoß vergab.
Dennoch war Sergio Egea voll des Lobes über seinen neuen portugiesischen Youngster, auch David Villa war höchst begeistert und bescheinigt dem jungen Stürmer eine große Karriere. Alles in allem war das Turnier sehr erfolgreich, auch wenn man das Finale verlor, man konnte viel über das Team in Erfahrung bringen und hat womöglich schon den perfekten Nachfolger für Cristian Herrera gefunden...... wenn nicht sogar mehr!........
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