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Black_Tiger (13.09.2015)


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History
Der Mansfield Town Football Club (auch bekannt als "the stags" - die Hirsche) wurde 1897 gegründet. Die Vereinsfarben sind Amber und Royal Blue, zu den größten Rivalen gehören der FC Chesterfield, Notts County und die Doncaster Rovers. Gegründet wurde der Verein unter dem Namen Mansfield Wesleyans, was auf der wesleyanischen Kirche beruht. 1906 legte der Verein den Amateurstatus ab, worauf die Kirche sich von ihm abwendete. Der Name wurde im Zuge dessen zu Mansfield Wesley geändert. Obwohl es in Mansfield einen weiteren Club gab (the Mechanics), nannte man sich 1910 in Mansfield Town um. Bis zum ersten Weltkrieg spielte man wenig erfolgreich in lokalen Ligen.
Nach dem Krieg verpasste man den Aufstieg in die Football League zunächst einige Male knapp, ehe Mansfield 1931 endlich in die Third Division aufsteigen konnte. Dort behauptete man sich und hielt die Klasse. Nach dem zweiten Weltkrieg steigerten sich die Stags und verpassten den Aufstieg in die Secound Devision - trotz einer kompletten Saison ohne Heimniederlage - äußerst knapp. Auch im FA Cup konnte man immer wieder auf sich aufmerksam machen. 1959 stieg Mansfield dann allerdings in die neu gegründete Fourth Division ab und kehrte erst 1963 in die Third Division zurück. Zwei Saisons später verpasste man den Aufstieg in die Secound Division erneut knapp. 1969 erreichten die Stags überraschend das Viertelfinale des FA Cups, allerdings musste man 1972 den Gang zurück in die vierte Liga antreten. Drei Jahre später gelang der Wiederaufstieg in die Third Division und 1977 sogar der Aufstieg in die Secound Division. Einmalig in der Geschichte der Stags! Dort konnte man sich allerdings nur eine Saison halten und musste den direkten Wiederabstieg hinnehmen. In den folgenden Jahren pendelte Mansfield zwischen dritter und vierter Liga und so wurde man in den unteren Ligen zum Fahrstuhlclub schlechthin. 1987 konnte man zwar die Football League Trophy im Elfmeterschießen gegen Bristol gewinnen, doch die glorreichen Tage der zweiten Liga und des FA Cups schienen weit weg zu sein.
Und es kam noch schlimmer: nach 77-Jahren in der Football League mussten die Stags 2008 den bitteren Gang in die fünftklassige Conference National antreten. Das nahmen die Fans alles andere als gut auf, unschöne Szenen spielten sich im Stadion ab. Nach vier enttäuschenden Saisons in der fünften Liga konnte man 2013 endlich wieder in die Football League Two aufsteigen. Dort schlug man sich gut und belegte einen respektablen 11. Platz. Im Jahr darauf war es deutlich schwieriger für die Stags, am Ende rettete man sich auf Rang 21 und vermied den Abstieg. So spielt man also auch in der Saison 15/16 in der viertklassigen League Two.
Zusammenfassend lässt sich also sagen: Mansfield Town hat eine bewegte Geschichte, die sich hauptsächlich in der dritten und vierten Liga abgespielt hat. Der Aufstieg in die zweite Liga konnten nur ein einziges Mal realisiert werden, wichtige Titel konnten keine gewonnen werden. Größter Erfolg war das Erreichen des FA Cup Viertelfinals. In der jüngeren Vergangenheit hatte der Club sogar Probleme sich in der Football League zu halten. Nun geht man in das dritte Jahr vierte Liga und weiß nicht genau, wo man überhaupt steht. Die Ansprüche sind hoch, die Fans sehnen sich zumindest nach der dritten Liga. Doch selbst die ist weit entfernt, ganz zu schweigen von der zweiten Liga. Auch im Pokal konnte man in den letzten Jahren absolut nichts mehr reißen. Mansfield ist und bleibt eine Wundertüte, fraglich ob sich das so schnell ändern wird.
Ownership
1985 wurde Mansfield Town vom Unternehmer Keith Haslam gekauft. Dieser stand schon von Beginn an in der Kritik, mehr in die eigene Tasche zu wirtschaften, als sich um das Wohl des Clubs zu kümmern. Der sportliche Erfolg blieb aus und so wuchs der Druck auf Haslam. 2006 gründeten einige Fans die Organisation SFFC (Stags Fans for Chance), die das Ziel hatte, Haslam aus dem Amt zu befördern. Dies geschah zunächst friedlich und auf viele originelle Weisen. 2007 wollte ein Gremium um James Derry den Club kaufen, was Haslam jedoch ablehnte. Dies hatte einen Protest zu Folge, der im landesweiten TV zu sehen war.
Nach dem Abstieg 2008 - bei dem Haslam von Fans tätlich angegriffen wurde - entschied er sich jedoch, den Verein an drei Geschäftsmänner, die gleichzeitig auch Fans der Stags waren, zu verkaufen. Das Stadion behielt er jedoch. 2010 wurde der Club dann von John Radford gekauft. Nach einigen Streitigkeiten zwischen Haslam und Radford stimmte der ehemalige Besitzer 2012 endlich dem Verkauf des Stadions zu, womit Radford nun den Verein und das Stadion besitzt. Es wird geschätzt, dass Haslam dem Club immer noch gut eine Million Pfund schuldet, sich jedoch weigert diese zurückzuzahlen. Die Fans hoffen darauf, mit Radford endlich einen Besitzer gefunden zu haben, der den Verein wirklich weiterbringen möchte. Bisher scheint dies auch durchaus der Fall zu sein.
Stadium
Mansfield Town trägt seine Heimspiele im One Call Stadium aus. Besser bekannt ist die Spielstätte der Stags unter dem ehemaligen Namen Field Mill. Eröffnet im Jahre 1861 ist es das derzeit älteste Stadion der gesamten Football League. Es besitzt eine Kapazität von 10.000 Plätzen. Seit 1919 fungiert "The Mill" als Spielstätte von Mansfield Town, zuvor beheimatete es zahlreiche andere Clubs, darunter auch die Mansfield Mechanics. Auch Cricket wurde dort gespielt. Die Haupttribüne wurde im Jahre 1922 errichtet, die restlichen Tribünen folgten nach dem zweiten Weltkrieg. In den neunziger Jahren gab es Pläne für ein komplett neues Fußballstadion, die allerdings verworfen wurden. Das Stadion wurde stattdessen komplett renoviert. 2001 wurde es in seiner heutigen Form fertiggestellt. Ein Ausbau der Gegentribüne steht derzeit zur Debatte, genaueres wurde dazu jedoch noch nicht beschlossen.
Geändert von fabi98 (02.10.2015 um 17:36 Uhr)
Black_Tiger (13.09.2015)


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Reporter: "Herr Murray, zu Beginn eine obligatorische Frage: wie froh sind Sie, endlich wieder auf dem Trainingsplatz stehen zu können?"
Vor Saisonbeginn hat sich Mansfield Town-Coach Adam Murray den Medien gestellt und in einem großen Interview zahlreiche Fragen der anwesenden Journalisten beantwortet. Die wichtigsten Aussagen haben wir für sie im folgenden zusammengefasst. Viel Spaß!
Murray: "Wirklich extrem froh. In der Sommerpause wird viel zu viel geredet, prophezeit und gemutmaßt. Doch am Ende des Tages zählt nur die Leistung auf dem Platz. Und um die geht es nun zum Glück endlich wieder."
Reporter: "Welche Saisonziele hat sich der Verein gesteckt? Und was erhoffen Sie sich persönlich von der neuen Saison?"
Murray: "Wir sind bescheiden und wissen um unsere Möglichkeiten, daher hat der Klassenerhalt oberste Priorität. Ich denke aber, dass wir im Sommer einiges an Qualität hinzugewonnen haben und somit erhoffe ich mir eine Spielzeit komplett ohne Abstiegssorgen. Wir peilen einen gesicherten Mittelfeldplatz an, alles weitere wird sind im Laufe der Saison zeigen."
Reporter: "Haben sie schon ein taktisches Konzept erarbeit? Oder wird das von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein?"
Murray: "Nun ja, grundsätzlich wollen wir dem Gegner schon unser Spiel aufzwingen und nicht umgekehrt. Im Moment tendiere ich zu einem 4-4-2 mit zwei Achtern und einem 4-3-3 mit einem echten Abräumer vor der Abwehr, je nach Gegner. Wir wollen relativ tief stehen, die Räume eng machen und den Gegner zu Fehlern zwingen. Dann können wir über unsere Pfeilschnellen Außen das Spiel schnell machen und gegebenenfalls sogar kontern. Viel Ballbesitz streben wir nicht an, dazu haben wir einfach nicht die Spielertypen. Aber das kommt - wie Sie bereits angedeutet haben - auch immer auf das gegnerische Team an. Gegen Barnet musst du anders auftreten als gegen Leyton Orient, das versteht sich von selbst."
Reporter: "Planen sie derzeit noch weitere Transfers oder sind Sie mit ihrem Team soweit zufrieden?"
Murray: "Stand jetzt werden wir im Sommer nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv werden. Ich denke, dass unser Kader stark und auch groß genug ist, um unsere Ziele zu erreichen. 26 Spieler - mit mir 27 - sind auf jeden Fall ausreichend."
Gastreporter: "Herr Murray, als Spielertrainer waren sie noch aktiv auf dem Platz. Spielen sie jetzt als "richtiger" Trainer auch noch mit im Trainingsspiel? Und was drohen für "Strafen", wenn sie mal ein Spieler ordentlich weggrätscht?"
Murray: "Also ich bin nach wie vor als Spieler gemeldet und könnte spielen. Jedoch habe ich das nicht unbedingt vor, nur im absoluten Notfall würde ich einspringen. Ich sehe mich mittlerweile eher an der Seitenlinie als auf dem Platz. Aber gänzlich ausschließen will und kann ich es nicht. Zu ihrer Frage: natürlich werde ich auch ab und an mal im Trainingmitspielen, das ist klar. Und ich erwarte sogar, dass meine Jungs mich nicht anders behandeln, nur weil ich jetzt ihr Coach bin. Wir spielen hier immer noch Fußball und da kann es schon mal passieren, dass man seinen Gegenspieler abräumt."
Gastreporter: "Als Notlösung sind sie zum Trainer in Mansfield geworden, der Erfolg hat ihnen recht gegeben, und sie haben die Chance genutzt. Wohin soll es mit Mansfield noch gehen, ist die Championship ein realistisches Ziel für die Zukunft?"
Murray: "Erstmal danke für ihr Lob, aber davon kann ich mir beim besten Willen nichts kaufen. Wir spielen derzeit in der vierten Liga und gelten maximal als Außenseiter im Kampf um die Playoffs, viele sehen uns sogar eher im Abstiegskampf. Daher verbietet es sich von selbst von der Championship zu reden. Aber ich kann ihnen versichern, dass die League Two nicht unsere Traumliga ist. Natürlich wissen wir, dass sich die Fans nach höherem sehnen und wir werden alles erdenkliche tun, damit wir das in absehbarer Zukunft auch umsetzen zu können. Aber Zeit zum Träumen ist sicher nicht, das überlasse ich den Fans."
Gastreporter: "Als Trainer buhlt man immer um die bestmöglichen Spieler. Wie kann der Verein - abgesehen von den Jugendspielern - mit so gut wie keinem Budget doch noch die eine oder andere hochkarätige Verstärkung an Land ziehen?"
Murray: "Als Viertligist hast du erstens keine Lobby und zweitens - wie sie schon angemerkt haben - kein Geld. Ablösesummen können wir nicht bezahlen und auch hohe Gehälter sind für uns nicht stemmbar. Daher musst du nach den Nadeln im Heuhaufen suchen, Scouting steht über allem. Wir beginnen schon im Herbst mit der Beobachtung von interessanten Spielern, deren Vertrag im nächsten Sommer ausläuft. Im Winter musst du dann schnell sein und hoffen, dass du den Spieler mit deinem Konzept überzeugen kannst. Auch Leihen sind ein guter Weg Qualität in den Kader zu bekommen, jedoch sollte man es damit nicht übertreiben. Grundsätzlich wollen wir Spieler, die voll und ganz zu Mansfield stehen und den Club nicht nur als Durchgangsstation ansehen."
Gastreporter: "Wenn Sie sich was wünschen dürfen: in welcher Liga spielt Mansfield in 5 Jahren?"
Murray: "Zunächst mal kann ich mir nichts wünschen, von daher hat sich diese Frage eigentlich erübrigt. Was wollen sie jetzt von mir hören? Championship? Premier League? Etwas wünschen sollen sich - wie vorhin schon gesagt - die Fans. Die können ja gerne von der Premier League träumen, ich habe dafür leider keine Zeit. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss zum Training."
Geändert von fabi98 (02.10.2015 um 17:37 Uhr)




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Ein schönes kleines Stadion, wenn rundherum noch hohe Häuser wären, käme das Eibar's Estadio Ipurua schon ziemlich nahe. Bisher hat Mansfield ja kaum was erreicht, von daher kannst du nun goldene Zeiten einleiten.
fabi98 (09.09.2015)
fabi98 (09.09.2015)


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ein recht netter verein muss am sagen...ob die mit großen erfolgen überhaupt umgehen können?... Stadion ist auch recht nett...wird wohl ein Thema werden es auszubauen wenn du nach oben kommst......
fabi98 (10.09.2015)



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Putziges Tribünchen hast du da in deinem StadionIm Gegensatz zu vielen anderen England-Storys ist das ja mal fernab von "Back-to-Glory" und könnte deshalb ziemlich interessant werden. Ich hoffe mal, dass dir kein allzu schneller Durchmarsch gelingt, da es gerade bei einem so kleinem Verein spannend werden könnte wie er nach und nach mit der immer größer werdenden Fußballwelt konfrontiert wird
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fabi98 (11.09.2015)


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Wir schreiben den 21. November 2014, Mansfield Town hatte gerade seinen langjährigen Trainer Paul Cox gefeuert. Cox hatte mit den Stags 2013 den Aufstieg in die League Two geschafft und im Jahr darauf einen sicheren 11. Platz errungen. Doch in der Folgesaison blieben die Ergebnisse aus und so zogen die Verantwortlichen im Spätherbst die Reißreise und stellten Cox frei. Auf die schnelle wurde kein geeigneter Nachfolger gefunden - und so wurde Kapitän und Co-Trainer Adam Murray zum Interimscoach ernannt. Murray machte seine Sache so gut, dass er am 5. Dezember zum Cheftrainer wurde - im Alter von gerade einmal 33 Jahren. Dies machte den Spieler-Trainer zum jüngsten Coach im englischen Profifußball überhaupt.
Murray wurde am 30. September 1981 in Birmingham geboren. Seine Profikarriere startete der zentrale Mitteldfeldspieler 1998 bei Derby County. Dort blieb er bis 2003, zwischenzeitlich wurde er verliehen, unter anderem auch zu Mansfield Town. Über Notts County, Burton Albion und die Kidderminster Harriers kam er 2004 ein zweites Mal nach Mansfield. 2005 zog er dann nach Carlisle weiter, 2006 nach Torquay und 2007 nach Macclesfield. Nirgends schien sich Murray wirklich wohl zu fühlen. 2008 wechselte er zu Oxford United, wo er zwei Saisons lang Kapitän war. Doch 2010 war auch dieses Kapitel wieder beendet. Bei seiner nächsten Station Luton Town absolvierte er nur zwei Partien, ehe er erneut nach Mansfield verliehen wurde. Im Januar 2011 wechselte Murray fest zu den Stags und etablierte sich als feste Größe im Team. Endlich schien er ein fußballerisches Zuhause gefunden zu haben, wurde schnell zum Kapitän ernannt. 2012 wurde er - wie vorhin schon erwähnt - sogar Co-Trainer.
Seine Ernennung zum Cheftrainer im Dezember 2014 kam sicherlich überraschend. Selbst in der League Two sind Spieler-Trainer mittlerweile zur Seltenheit geworden. Doch Murray überzeugt mit viel Tatendrang, einer klaren Spielidee und einem guten Draht zu seinem Team. In seiner ersten Saison als Trainer führte er die Stags zum Klassenerhalt. In der kommenden Saison will Murray weiterhin als Spieler verfügbar sein, jedoch nur auf Abruf. Er will sich nun voll und ganz auf seine Aufgabe als Trainer konzentrieren, selbst spielen nun noch im Notfall. Laut eigener Aussage ist es für ihn nun der perfekte Zeitpunkt, vom Fußballplatz ins Management zu wechseln. Und das bereits mit 33 Jahren.
Einen aktiven Spieler zum Cheftrainer zu ernennen war sicherlich riskant, jedoch hat es sich bisher durchaus ausgezahlt. Murrays Resultate waren zwar nicht überragend, jedoch grundsolide. Er hat frischen Wind in den Klub gebracht und will noch viel mit den Stags erreichen. Seine fehlende Erfahrung macht er mit seinem Elan locker wett, zudem ist er extrem hungrig. Murray will sich beweisen - er muss sich beweisen. Denn bei Misserfolg werden die Stimmen nach einem "richtigen Trainer" schnell laut werden. Doch Murray weiß um sein Können und will es all seinen Kritikern zeigen. Er lebt Mansfield. Und er will das Vertrauen, das ihm gegeben wurde, unbedingt zurückzahlen. Und das macht man am besten mit Punkten.
Geändert von fabi98 (02.10.2015 um 17:36 Uhr)
Black_Tiger (13.09.2015)



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Ist ja auch immer so eine Frage der Hierachie bei einem Spielertrainer, nicht wahr? Hat bereits mit den Jungs Dreck gefressen und soll nun der Chef sein...das wird sicher interessant und bietet theoretisch auch Storypotential neben dem Platz. Also sowas in der Art von Reibereien und so weiter.
Bin mal gespannt, wie du ihn in deine Story einbaust.![]()
fabi98 (13.09.2015)
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