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Die Alkoholfahrt des John Obi Mikel
"The Men who were not there" - so könnte man den heutigen sportal.de-Groundhopper auch überschreiben. Denn gerade die beiden bei den FA-Cup-Spielen ihrer Teams nicht anwesenden John Obi Mikel und Robbie Keane sorgten für jede Menge Gesprächsstoff.
Der FC Chelsea hatte sein Pokalspiel gegen Ipswich zu bestreiten, Coach Luiz Felipe Scolari hatte seinem Spieler Obi Mikel frei gegeben, er sollte sich schonen. Doch wie sah das Erholungsprogramm des Nigerianer aus? Offensichtlich feucht fröhlich, denn am Spieltag wurde er morgens um 5.30 Uhr von der englischen Polizei vor dem Chelsea Club-Gelände in seinem Range Rover gestoppt.
Den Bobbys war seine auffällig Fahrweise merkwürdig vorgekommen, sie baten zur Alkoholskontrolle. Die fiel zu Ungunsten des Spielers aus, der daraufhin den Tag in einer Zelle verbringen musste. Nachmittags wurde er angeklagt und kam auf Kaution frei. Zur gleichen Zeit besiegte Chelsea Ipswich mit 3:1.
Knast oder Geldstrafe?
Ein Insider wird in der Sun zitiert: "Big Phil wird sauer sein. Er gibt ihm das Match frei, aber anstatt sich zu erholen, schnappt ihn die Polizei in den frühen Morgenstunden. Der Club wird eine verdammt gute Erklärung hören wollen." Bisher wollte sich der FC Chelsea nicht näher zu dem Vorfall äußern. "Wir möchten erst alle Fakten beisammen haben, dann werden wir einen Kommentar dazu abgeben", hieß es.
Dem Vernehmen nach drohen Obi Mikel, dessen Fall am 3. April vor dem West London Magistrates Court verhandelt wird, jetzt ein Jahr Fahrverbot, aber - sollte das Gericht das Vergehen schwerer einstufen - auch eine sechsmonatige Haftstrafe steht im Raum. Die ebenfalls angedrohte Strafe von 5.000 Pfund wird ihn dagegen weniger treffen - soviel verdient er in nicht einmal einem Tag.
Keane bleibt beleidigt zu Hause
Bei Liverpools 1:1 gegen Everton fehlte Robbie Keane. Der hatte zwar keinen Ärger mit der Polizei, dafür aber mit seinem Coach Rafa Benitez. Denn der hatte den Iren gar nicht erst für das Match nominiert. "Wir haben einen guten Kader und Keane nicht nominiert", erklärte der Coach.
David Ngog erhielt den Vorzug und Benitez begründete: "Er hat zweimal für die Reserve getroffen. Daher war er die richtige Option. Außerdem haben wir Ryan Babel und Lucas, die auch Stürmer spielen können. Wir waren gut aufgestellt."
Eine verbale Ohrfeige für Keane. Der beleidigte Stürmer, der seit seinem 20 Millionen-Pfund-Wechsel im letzten Sommer nur sieben Tore für Liverpool erzielen konnte, tauchte dann auch gar nicht erst an der Anfield Road auf. Sein Trainer reagierte daher auf die Frage, wie Keane die Ausmusterung aufgenommen habe, entsprechend angesäuert: "Ich habe ihn nicht gesehen, daher weiß ich auch nicht, wie er reagiert hat. Aber ich glaube, er wird nicht sonderlich glücklich gewesen sein."
Hat Keane nun endgültig bei den Reds ausgespielt? Benitez wollte sich nicht festlegen. Es gibt noch einen Weg zurück ins Team. "Er arbeitet hart, und für mich ist das das wichtigste, wenn der Spieler sich für das Team einsetzt." Dazu gehört aber auch, von der Tribüne Unterstützung zu geben.
Malte Asmus
Quelle:http://www.sportal.de
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