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WBA macht Walujew zum Weltmeister
Der Box-Weltverband WBA hat den Russen Nikolai Walujew vom Berliner Sauerland-Team als Weltmeister bestätigt. Damit gibt es zwischen dem Usbeken Ruslan Chagaev und WBO/IBF-Champion Wladimir Klitschko höchstwahrscheinlich keinen Titelvereinigungskampf am 20. Juni in Gelsenkirchen. Dies teilte der Boxstall Sauerland mit.
Hintergrund ist das geplatzte Schwergewichtsduell am 30. Mai, das der finnische Verband abgesagt hatte, weil er eine Ansteckungsgefahr für Walujew befürchtete, da Chagaev Träger von Hepatitis-B-Antigenen ist. Universum hatte zuvor angekündigt, noch mehr Fakten sammeln zu wollen, um beweisen zu können, dass das Vorgehen der Finnen in weiten Teilen fehlerhaft war.
Chagaevs Status auf dem Prüfstand
Nach Auskunft von Sauerland überprüft die WBA zudem den Status von Chagaev als Weltmeister im Wartestand nach der dritten Kampfabsage in Serie. Im Universum-Boxstall sieht man die Situation ganz anders. Es sei noch nichts entschieden, heißt es. "Wir warten weiterhin auf eine Entscheidung und ein offizielles Schreiben der WBA. Wir lassen uns von tendenziellen Pressemitteilungen ohne offiziellen Hintergrund nicht aus der Ruhe bringen", meinte Chagaev-Promoter Klaus-Peter Kohl.
Sauerland ist zufrieden
"Die WBA hat aus unserer Sicht die einzig richtige Entscheidung getroffen", ließ Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer dagegen mitteilen, "Walujew ist und bleibt der offizielle WBA-Weltmeister. Chagaev hingegen konnte nun schon dreimal aus medizinischen Gründen nicht gegen Walujew antreten".
Ersatz für Haye
Der jüngere der beiden Klitschko-Brüder wollte seine Titel auf Schalke ursprünglich gegen David Haye verteidigen. Der Brite sagte den Kampf jedoch verletzungsbedingt ab. Für Haye sprang nun kurzfristig Chagaev ein.
Quelle: sport.t-online.de
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