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THW Kiel demütigt den Erzrivalen
Der THW Kiel versetzt die Konkurrenz weiter in Angst und Schrecken. Die Zebras bescherten sich mit dem 37:29 (17:16)-Prestigeerfolg bei der SG Flensburg-Handewitt vorweihnachtlich selbst und durften bereits jetzt die ersten Glückwünsche zum Gewinn der deutschen Meisterschaft entgegen nehmen.
"Ich habe dem THW bereits vor drei Monaten gratuliert, dieses Team ist nicht zu schlagen", sagte SG-Coach Kent-Harry Andersson. "Wir haben gegen ein besseres Team verloren." Die weiterhin als einziger Bundesligist ungeschlagenen Kieler gewannen erstmals seit sechs Jahren wieder in der Flensburger "Hölle Nord".
"Wir sind noch lange nicht Meister", wiegelte Weltmeister Dominik Klein nach dem 15. Saisonsieg ab. "Wir haben lediglich ein schweres Auswärtsspiel gewonnen. Aber so ist Weihnachten natürlich noch schöner."
Kiel mit dem besseren Start
Das Team von Trainer Alfred Gislason, der sein erstes Nordderby als THW-Coach bestritt, begann abgeklärt, und Flensburg geriet durch zwei Zeitstrafen in der Anfangsphase in Rückstand. Erst nach einer Viertelstunde kam der Gastgeber besser ins Spiel und konnte ausgleichen.
Auch nach einer erneuten Führung des Favoriten steckte die SG nicht auf und ging durch vier Treffer in Serie sogar erstmals in Führung (15:14). Kurz vor der Pause schloss Dominik Klein einen Angriff der Kieler zur Halbzeitführung (17:16) ab. Auf Flensburger Seite überzeugten vor allem der 20 Jahre alte Oscar Carlèn und Torhüter Dan Beutler. Bei Kiel zählten Filip Jicha und THW-Torhüter Thierry Omeyer zu den besten Akteuren.
Auch in der zweiten Hälfte erwischten die Gäste den besseren Start und führten schnell mit vier Toren (22:18). Flensburg dagegen ließ leichte Tore zu und scheiterte im Angriff mehrfach am THW-Torhüter Omeyer. Nach 45 Minuten skandierten die THW-Fans erstmals lautstark "Auswärtssieg" (28:23). Zehn Minuten vor dem Ende verlor die SG zudem Michchael Knudsen durch eine Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe. Die Flensburger fanden kein Mittel mehr, das Spiel noch umzudrehen und Kiel siegte verdient.
Lemgo verliert an Boden
Für ein zusätzliches Weihnachtspräsent sorgte Kiels erster Verfolger TBV Lemgo. Die Ostwestfalen mussten sich beim Altmeister VfL Gummersbach mit 29:31 (12:15) geschlagen geben. Durch Lemgos dritte Saisonniederlage ist der Vorsprung der Kieler auf sechs Minuspunkte angewachsen.
Der Tabellendritte SC Magdeburg zog bei den Rhein-Neckar Löwen mit 25:26 (12:16) den Kürzeren. Der HSV Handball siegte bei Aufsteiger Stralsunder HV 38:25 (19:15). Die HSG Nordhorn zitterte sich bei HBW Balingen-Weilstetten zu einem 32:30 (16:16) und der TV Großwallstadt besiegte die HSG Wetzlar 34:32 (17:13).
Die GWD Minden bezwang FA Göppingen mit 29:26 (17:9). Die Füchse Berlin setzten sich bei MT Melsungen mit 39:37 (20:18) durch. Zwangsabsteiger TuSEM Essen verlor zu Hause gegen den TSV Dormagen 27:28 (13:12).
Favoriten im Pokal mit Losglück
Die Spitzenmannschaften gehen sich im Viertelfinale des DHB-Pokals aus dem Weg.
Titelverteidiger Kiel muss am 10./11. März bei der HSG Wetzlar antreten. "Wir sind sehr zufrieden. Das ist eine machbare Aufgabe und wir sind dem HSV, den Löwen und Nordhorn aus dem Weg gegangen", sagte THW-Manager Uwe Schwenker.
Den scheinbar leichtesten Gegner bekamen die Rhein-Neckar Löwen zugelost. Sie treffen zu Hause auf den einzig verbliebenen Zweitligisten HSG Düsseldorf. In zwei Erstliga-Duellen treffen die GWD Minden und der HSV sowie der VfL Gummersbach und die HSG Nordhorn aufeinander. "Gut, dass wir nicht Kiel gekriegt haben", sagte Hamburgs Vize-Präsident Dierk Schmächke. "Wir werden Minden sehr ernst nehmen, aber wir wollen unbedingt ins Final Four."
Quelle:www.sportal.de
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