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Klopp sagt sorry und fürchtet Konsequenzen
Nach tagelangen Diskussionen um die Schiedsrichter-Leistungen in der Bundesliga hat mit Jürgen Klopp einer der Hauptbeteiligten einen Schritt zur Entschärfung des Konflikts gemacht. Der Dortmunder Coach entschuldigte sich für sein Verhalten nach der Partie in Hamburg.
"Was da jetzt entstanden ist, tut mir leid. In Zukunft wird mich niemand in der Nähe der Schiedsrichter sehen", versprach der BVB-Coach, der Referee Jochen Drees heftig kritisiert hatte. Klopp wehrte sich gleichwohl in der Bild-Zeitung dagegen, jetzt zusammen mit anderen an den Pranger gestellt zu werden: "Dass ich jetzt in Bezug auf Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern mit Jens Lehmann und anderen in eine Tonne geschmissen werden soll, sehe ich nicht ein."
Schiedsrichter-Chef Volker Roth kritisierte die Verhaltensweise des Dortmunder Trainers heftig. "Jürgen Klopp hat seine Vorbildfunktion mit Füßen getreten." Klopp, gegen den der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen eingeleitet hat, fürchtet deshalb, "dass sie jetzt an mir ein Exempel statuieren werden."
Es mangelt an Respekt
Nachdem am vergangenen Wochenende zahlreiche Spieler und Trainer die Leistungen der Referees moniert hatten, warf Schiedsrichter-Chef Volker Roth den Beteiligten der Liga nun fehlenden Respekt vor. "Mangelnder Respekt ist unser grundlegendes Problem. Der fehlt manchen Spielern und Trainern dem Schiedsrichter gegenüber", sagte Roth der SPORT BILD.
Auch der beim DFB für Rechtsfragen zuständige Vizepräsident Rainer Koch meint, einen Sittenverfall erkannt zu haben. "Diese Art von Umgang können wir nicht dulden. Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir respektvoll miteinander umgehen", forderte Koch im DSF. Roth erhofft sich vom Runden Tisch am kommenden Montag in München einen Schritt nach vorne. "Das Verständnis füreinander wird mit diesem Treffen verbessert", meinte der 66-Jährige.
Runder Tisch soll helfen
An der zweiten Zusammenkunft von Schiedsrichtern und Liga-Verantwortlichen nehmen unter anderen Bayern-Manager Uli Hoeneß, Bremens Sportdirektor Klaus Allofs, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Wolfsburgs Trainer Felix Magath teil. Die Unparteiischen werden unter anderen von Koch, Roth, FIFA-Referee Herbert Fandel und Lehrwart Eugen Strigel vertreten. Dortmunds Präsident Reinhard Rauball, gleichzeitig Chef der Deutschen Fußball Liga, mahnte alle Beteiligten zu mehr Besonnenheit. "Diese Diskussionen sind nicht positiv für den Fußball", sagte er den Ruhr-Nachrichten. Der Rechtsanwalt empfahl Spielern und Trainern einen Blick nach England. "Da gibt es keine Schwalben oder Spielverzögerungen. Da wird nicht über die Schiedsrichter gewettert. Manchmal ist weniger einfach mehr."
Quelle: sportal.de
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