Pressesprecher: Herzlich Willkommen zur Pressekonferenz des Karlsruher SC. Mit dabei sind heute unser neuer Trainer Oliver Kahn und Sportdirektor Jens Todt, um ihre Fragen zu beantworten. Bitte sehr.
Jens Todt: Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen zur Vorstellung unseres neuen Trainers Oliver Kahn. Oliver hat soeben einen Zwei-Jahres-Vertrag mit beidseitiger Option auf ein Jahr unterschrieben und wird am dem 1.7. offiziell neuer Trainer beim KSC sein.
Marcus Kauczinskis Rücktritt hatte familiäre Gründe, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde, ich bitte sie um Verständnis. Vielen Dank.
Süddeutsche Zeitung: Herr Kahn, ein Tormann als Trainer ist nicht alltäglich, setzen sie bei ihrem Team eher darauf, dass hinten die Null steht, oder dass man vorne rassigen Offensivfußball sieht?
Oliver Kahn: Ich bin ein Liebhaber drd Offensivfußballs, ich will Tore sehen. Doch das geht natürlich nicht auf Kosten der Defensive und ich als ehemaliger Torwart weiß, dass die Abwehr perfekt abgestimmt sein muss. Von daher werde ich mit meinem Trainerteam versuchen eine gute Mischung aus Offensiv-Spektakel und Defensiver Ordnung hinzubekommen.
Badische Zeitung: Herr Kahn, wollen sie die Philosophie des KSC weitergehen oder ziehen sie hier etwas anderes auf?
Oliver Kahn: Die Philosophie des KSC, junge Talente vorrangig aus der Region aber auch bundesweit oder aus den Nachbarländern einzubinden und zu fördern, passt sehr gut zu mir und das habe ich auch schon dem Vorstand erklärt.
Badische Zeitung: Klingt harmonisch. Also mussten sie auch nicht lange überlegen ob sie den Job annehmen oder waren die Verhandlungen zäh, Herr Todt?
Jens Todt: Es war alles, aber nicht zäh. Erst habe ich Oliver angerufen und ihn in mein Büro eingeladen. Zwei Tage später stand er pünktlich wie die Maurer in meinem Büro. Er brauchte nur einen kleinen Spaziergang über das Trainingsgelände um seine Entscheidung zu fällen.
Oliver Kahn: So war es. Als ich hier über die Anlage gegangen bin, war es klar. Ich bin wieder zu Jens und habe ihm meine Zusage gegeben.
SSNHD: Wie sehen die Ziele für die Saison und die nächsten Jahre aus?
Oliver Kahn: Die erste Saison nach dem Aufstieg lebte größtenteils von der Euphorie, die zweite ist immer die schwerste. Daher ist es sportlich gesehen unser Ziel im sicheren Mittelfeld zu landen.
Langfristige Ziele sind immer schwierig da das Fußballgeschäft schnelllebig ist.
BILD-Zeitung: Sie sprechen davon junge Spieler einzubauen. Wird das schon in dieser Saison der Fall sein und wenn ja, mit wem darf man da rechnen?
Oliver Kahn: Zunächst mal fahren sämtliche U-20 Spieler mit ins Traingslager, darunter sind Boubacar Barry, Jannik Dehm, Jonas Meffert, Florian Stritzel, Mirko Schuster und auch Ylli Sallahi. Selbstverständlich werden schon in dieser Saison einige junge Kerle eingesetzt, ich erzähle hier garantiert keine heiße Luft.
SSNHD: Herr Todt, wie sieht es mit Transferaktivitäten aus, was dürfen wir erwarten?
Jens Todt: Sie nehmen mir ja schon alles Vorweg. Martin Stoll wird unseren Verein verlassen und sich dem 1.FC Union Berlin anschließen. In Absprache mit Oliver Kahn ziehen wir eine Neuverpflichtung, unabhängig von der Position, derzeit nicht in Betrachtung.
Oliver Kahn: Wir wünschen Martin natürlich Alles Gute!
Wenn ich auch auf ihre Frage antworten darf. Ich finde den Kader von meinem Vorgänger sehr gut zusammengestellt. Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt. Wenn wir etwas tun, dann ein junger Angreifer, doch erst mal geht’s ins Trainingslager.
Pressesprecher: Es scheint keine weiteren Fragen zu geben, dann schließe ich die Pressekonferenz, danke ihnen für ihre Kommen und wünsche allen eine gute Heimfahrt!
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