Chapeau Bremen :hi:
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Chapeau Bremen :hi:
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Er ist nun wirklich da und hat unterschrieben. Mit ihm sprengt Werder den alten Rekord und das auch deutlich. Marko Marin war mit 8,2 Mio. € bislang der teuerste Neuzugang, auch Kruse, Carlos Alberto und Wesley kosteten Summen in diesem Bereich.
Als Anfang Juni der Name das erste Mal im Worum vorgeschlagen wurde, waren sich so gut wie alle einig. Ein perfekt passender Spieler, der für Werder aber wohl unerreichbar bleibt. Wenn dann würden sich eher Vereine wie Schalke oder Dortmund um ihn bemühen. Am Ende spielten genau sechs Punkte eine Rolle, damit er unterschrieb.
1. Die vergangene Saison
Vor etwas einem Jahr war er noch mit der heißeste Shit in Europa. Als Kapitän erzielte er in 50 Pflichtspielen ganze 20 Tore, bereitete 12 weitere vor, davon zehn in der Liga. Er führte Ajax in das Finale der Europa-League und wurde in ganz Europa gejagt. Doch sein 27 Millionen Euro Wechsel zu Everton war am Ende ein Fehler. Er passte nicht ins Spielsystem der Liga, musste drei Trainerwechsel mitmachen und kam kaum noch zum Zug. Er wollte wieder weg und wollte wieder spielen. Aber er wollte auch nicht mehr in England spielen!
2. Evertons Finanzplanungen
Die Transferphase in England endet dieses Jahr am 9. August, also vor dem Saisonstart. Everton will aber noch investieren und aus diesem Grund wollte Coach Marco Silva wissen, wie viel Geld er denn am Ende ausgeben darf. Auch deshalb wollte man nicht pokern und warten, ob jemand mehr bietet. Man hielt den finanziellen Schaden in Grenzen und so war auch Werder liquide Genug um den Betrag hinzulegen.
3. Thomas Delaneys Karriereplan
Einiges von diesem Geld kam auch durch den Delaney-Wechsel nach Dortmund. Über 20 Millionen sind es am Ende geworden, viel Geld für jemanden, der 18 Monate vorher für ein Zehntel davon nach Bremen kam. Und das eigentlich nur, weil Werder Augustinsson wollte. Er sah Werder nur als Zwischenstation und entwickelte sich weiter. Dortmund brauchte einen neuen Leader und so waren Bremens Kassen wieder gefüllt.
4. Frank Baumanns Risikobereichtschaft
Es braucht aber auch einen Mann, der bereit ist das Risiko zu gehen und auch mal mehr zu investieren. Baumann war bereit dafür und betonte immer wieder "dass man etwas macht, wenn es vernünftig und möglich ist". Bereits Anfang März gab es den ersten Kontakt und danach ließ man nicht mehr locker. Doch noch immer war Klaassen nicht vollends überzeugt.
5. Die alte Bekanntschaft Moisander
Ein Trumpf ist auch Niklas Moisander, der vor einigen Jahren mit Klaassen gemeinsam auf dem Feld stand. Vor einigen Wochen suchte er den Kontakt zum Finnen und der berichtete "nur Gutes" aus dem Bremer Umfeld. Klar, hatte Moisander hier wieder zu seiner alten Klasse zurückgefunden.
6. Kohfeldts Dienstreise nach Manchester
Der Knackpunkt war aber der Trainer. Felix Beijmo verriet, dass ihn ein gemeinsames Frühstück mit Kohfeldt überzeugt hatte. Als er am Dienstagmorgen aus "beruflichen Gründen" fehlte, kamen sofort Gerüchte auf. Nun bestätigte er: Er war in Manchester und traf sich mit dem Niederländer zu einem drei Stunden-Gespräch. Danach war er überzeugt, wie Klaassen auch selber sagte.
UMBRO auch beteiligt?
Heute kam heraus, dass wohl auch der neue Ausstatter seine Finger im Spiel hat. So soll er an dem Transfer beteiligt sein, finanziell und auch mit Überzeugungsarbeit. Ob an der Ablöse oder dem Gehalt, das ist aber nicht bekannt. Dennoch scheint der Ausrüsterwechsel die ersten positiven Folgen zu haben.
Noch immer nicht Schluss
Man hat aber wohl noch nicht genug und will noch jemanden dazuholen. Mit Beijmo, Beste, Möhwald, Klaassen, Osako und Harnik gibt es ohne den eigenen Nachwuchs bereits sechs Neuzugänge. Geholt werden soll aber noch eine neue Nummer 2, ein defensiverer Mittelfeldspieler und wohl auch ein Stürmer! Nach Insider-Informationen aus dem Worum soll man da wohl in 10-14 Tagen den neuen Mann präsentieren wollen, der die reine Back-Up-Rolle ausfüllen soll. Er ist Bundesligstürmer und damit zufrieden, Namen aber nicht bekannt.
Auch der neu Schlussmann soll auch schon unterschrieben haben, durch den Klaassen-Hype aber wohl noch nicht präsentiert worden sein. Ebenso tut sich was auf der Sechs. Dort soll es sich um einen Spieler mit afrikanischen Wurzeln handeln. Auch hier sollen die Gespräche weit fortgeschritten sein.
Gehen soll neben Fallou Diagne, Thanos Petsos, Luca Caldirola wohl auch Aron Jóhannsson, weitere Talente wie Touré verliehen werden.
Quelle: ]Bild
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Nach Davy Klaassen sorgt Werder für den nächsten Transfer-Hammer. Claudio Pizarro kehrt erneut nach Bremen zurück, das bestätigte Frank Baumann am Sonntag-Vormittag.
Das muss Liebe sein! Werder holt Claudio Pizarro zurück. Schon in Kürze unterschreibt Pizarro einen Ein-Jahres-Vertrag. Es ist sein vierter Wechsel zu Werder. Der Vertrag wird stark leistungsbezogen sein, also mit geringem Fixgehalt, dafür mit hohen Einsatzprämien.
Frank Baumann zu Mein Werder: "Wir haben uns dazu entschlossen noch einen richtigen Mittelstürmer dazu zunehmen, der uns Kader richtig gut ergänzen wird. Claudio ist zudem mit seiner Qualität und Erfahrung genau der richtige Spieler, um auch unsere jungen Spieler auf das nächste Level zu heben."
Überlegungen, Pizarro erneut zu holen, gibt es bei Werder schon länger. Die Verletzung von Aron Johannsson, der mit einer Fußverletzung mehrere Monate ausfallen wird, hat den Transfer beschleunigt. Pizarro soll bei Werder eine Doppelrolle einnehmen. Zum einen als Stürmer, zugleich aber auch als Trainer, der sich um die jüngeren Nachwuchsstürmer Johannes Eggestein und Josh Sargent kümmert.
Pizarro: "Ich freue mich sehr (...) bei dem Klub meine Karriere zu beenden, bei dem sie in Europa angefangen hat. Ich freue mich auf die Aufgabe, meine Erfahrung weiterzugeben, aber ich will nicht verschweigen, dass ich auch zurückkomme, um Tore zu schießen!"
Kohfeldt: "Claudio ist eine Legende und er wird seine Momente in dieser Saison bekommen (..) er wird einen Effekt in der Kabine haben und mit seiner extrem positiven Energie, seiner Überzeugung und seinem Erfolgshunger dieser Mannschaft gut tun."
Quelle: Bild | Infos
Schöne Aktion und wird immer beliebter dieses Modell. Ist ja so ein bisschen wie Henry bei der belgischen Nationalmannschaft
Als ich gelesen habe, dass der SV Werder erneut Pizarro verpflichtet hat, musste ich schmunzeln... und dachte mir nur meinen Teil... aber als ich näheres erfahren habe, dann macht der Transfer aus meiner Sicht durchaus Sinn... einige der Jungen können noch einiges von ihm lernen!
Er bekommt übrigens die Rückennummer 4 ;)
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In zwei Wochen steht der Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal an. Die Kaderplanung ist weitgehend abgeschlossen. Nur ein Sechser soll noch kommen, muss aber nicht unbedingt. Dafür kann auf der Abgangsseite noch etwas passieren. Doch nun setzte ein anderer ein Zeichen!
Ludwig Augustinsson sollte bereits im Sommer 2016 kommen. Damals bekam man ihn aber nur unter zwei Bedingungen. Erstens man holt auch Delaney, aber erst im Winter. Und zweitens bleibt der Schwede noch für ein Jahr in Kopenhagen. Werder akzeptierte die Bedingungen und schon nach einer Saison ist Augustinsson bei Werder nicht mehr wegzudenken. Endlich hat Werder wieder ein sorgenloses Leben auf der Position hinten links. Der Schwede wurde sofort Stammkraft, stabilisierte die Defensive und fuhr zu WM nach Russland, wo er sogar ein Tor erzielte. Klar, dass auch andere Teams auf den 24-Jährigen aufmerksam wurden. Neapel, Milan, Fulham, Benfica und Leipzig sollen nur einige der Interessenten sein, die nun abblitzten. Denn Ludwig Augustinsson verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2022 - ein großes Zeichen an die Konkurrenz. Werder kann wieder Spieler davon überzeugen in Bremen zu bleiben und wie bei fast allen Neuzugängen kommt auch hier wieder ein Aspekt durch: In Bremen entwickelt sich was und das liegt vor allem an Florian Kohfeldt.
Augustinsson: "Ich fühle mich seit dem ersten Tag wie zu Hause in Bremen und bei Werder. Ich bin glücklich hier. Dazu habe ich das Gefühl, dass sich hier gerade etwas entwickelt. Wir haben einen guten Kader, mit dem wir einiges erreichen können. Ich freue mich darauf, ein Teil dieser Entwicklung zu sein. Ich glaube, vor uns liegt eine sehr interessante Saison."
Weitere sollen folgen
Nun sollen auch weitere Leistungsträger folgen. Nachdem Florian Kohfeldt, Philipp Bargfrede, Fin Bartels und Niklas Moisander verlängerten, stehen bereits weitere Gespräche an. Dabei soll es sich, neben Frank Baumann selber, vor allem auch um Jiri Pavlenka und Maximilian Eggestein handeln, welche beide noch bis 2020 laufen. Beim Tschechen gibt es wohl auch eine Option für Werder um 1 Jahr zu verlängern. Dennoch sollen die Laufzeiten ausgedehnt werden um Planungssicherheit zu haben. Ebenso steht die Personalie Max Kruse auf der Agenda.
Bei Fin Bartels bleibt unterdessen abzuwarten, wann er auf den Platz zurückkehren kann. Aktuell trainiert er individuell in Bremen, doch ist auch nach acht Monaten nicht schmerzfrei. Damals verletzte er sich beim Auswärtssieg in Dortmund an der Achillessehne.
Quelle: Augustinsson
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Am 'Tach der Fans' gab es nicht nur das letzte Testspiel der Saisonvorbereitung, sondern auch die Präsentation der Mannschaft für die neue Saison. Dabei heizte Werder den ganzen Tag über eine Überraschung an und diese folgte dann auch.
Etwa 25 000 Fans verfolgten das letzte Testspiel gegen Villareal im Weserstadion. Es war das erwartet schwere Spiel, auch weil Villareal nichts abschenkte. Der Fünfte der letzten Saison und Europa-League-Teilnehmer hatte immer wieder gute Chancen, doch Werder hatte Jiri Pavlenka, welcher gleich mehrfach im Eins gegen Eins rettete. Nach einem tollen Pass von Kainz gingen die Bremer dann in Führung. Einer guten ersten Halbzeit folgte dann, auch durch die vielen Wechsel, eine eher schwächere zweite. Nun wurde Villareal besser und drehte die Partie. Dann aber fand eine tolle Hereingabe von Claudio Pizarro den Kopf von Yuya Osako, welcher kurz vor Ende ausglich. Doch wie schon bei den ersten beiden Toren der Spanier, führte ein weiterer individueller Fehler zum 2:3 in der Nachspielzeit. Für Aufregung sorgt das aber nicht, denn Werder verlor öfters das letzte Testspiel und man hielt dennoch gegen einen starken Gegner gut mit.
Teampräsentation mit Überraschung
Nachdem den Fans die Spieler des offiziellen Bundesliga-Kaders präsentiert wurden, führte man auch kurze Interviews. Dabei gab Jiri Pavlenka dann bekannt, dass er seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert hat. Zwar rechnet keiner damit, dass er seinen Vertrag bei anhaltender Leistung erfüllt, doch immerhin ermöglicht er so eine höhere potenzielle Ablöse. Pavlenka dagegen darf sich nun über ein angepasstes Gehalt freuen.
So sieht der Kader und die mögliche Startelf nun aus. Offen sind wohl nur die Positionen auf den Flügeln:
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Zur Einstimmung auf die neue Saison wurde heute auch ein neues Video von SHADIEGO veröffentlicht.
Quelle: Pavlenka
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Es war endlich wieder ein entspannter Nachmittag für alle Werder-Fans und Verantwortliche in der ersten Runde des DFB-Pokals. Dabei sah zu Beginn alles gar nicht danach aus.
Die ersten fünf Minuten gehörten den Gastgebern und die Grün-Weißen mussten erst einmal durchatmen. Dann aber kam die Spielidee Florian Kohfeldts und seine Mannschaft ins Rollen. Ein Freistoß von Florian Kainz fand den Kopf von Nuzugang Yuya Osako. Der WM-Teilnehmer Japans verlängerte die Hereingabe ins lange Ecke und schon führte der Favorit. Das Tor des Tages erzielte dann der starke Florian Kainz. Nach einer schlichten Körpertäuschung zog er aus halblinker Position von außerhalb des Strafraums ab und das Leder flog genau in den Knick im langen Eck. Das nächste Tor verdiente sich Philipp Bargfrede selber. Erst eroberte er das Leder, passte zu Kruse und der Neu-Kapitän legte wieder auf, ehe Bargfrede per Lupfer vollendete. Spätestens hier war die Sache durch, doch Werder machte weiter.
Nach einem tollen Steilpass von Kruse lief Klaassen alleine auf das Tor zu und wurde im Sechzehner gelegt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Max Kruse gewohnt souverän. Mit dem Pausenpfiff stellte Maximilian Eggestein den alten Abstand wieder her, nachdem Cedrick Mimbala kurzzeitig den Ehrentreffer der Hausherren köpfte. Unter kräftiger Mithilfe des gegnerischen Verteidigers staubte der Mann aus dem eigenen Nachwuchs ab. In der zweiten Spielhälfte nahm man Tempo raus und versuchte hauptsächlich Verletzungen zu vermeiden, weshalb auch Johannes Eggestein und Ole Käuper für Yuya Osako und Philipp Bargfrede kamen. Doch Käuper wurde beim Stand von 1:5 unnötigerweise von hinten brutal umgegrätscht und musste nach wenigen Minuten auf dem Feld mit Verdacht auf einen Bänderriss ausgewechselt werden. Käuper kehrte erst im Sommer von einer langwierigen Verletzung zurück, welche er am selben Fuß hatte. Für ihn kam Claudio Pizarro in die Partie, welcher für großen Jubel bei den mitgereisten 800 Werder-Fans sorgte. Elf Minuten vor dem Ende nahm Johannes Eggestein eine Flanke von Kruse direkt und stellte den 1:6-Endstand her. Damit trafen die beiden Eggestein-Brüder zum ersten Mal gemeinsam in einem Spiel für Werder. Nun wartet zum Ligaauftakt Hannover 96, doch zu große Euphorie bricht nun nicht aus.
Florian Kohfeldt: „Es war ein sehr souveräner und seriöser Auftritt von uns. Wir hatten ein gutes Tempo im Spiel und waren über 90 Minuten sehr aufmerksam. Auch die Spannung, über die wir vorher viel gesprochen haben, war von Anfang an da. Ein großes Kompliment dabei auch an die älteren Spieler, die unter der Woche immer wieder darauf aufmerksam gemacht haben, dass das hier gegen Worms schon etwas anderes ist. Mir hat heute vor allem unsere Staffelung, die Zuordnung und das Gegenpressing gefallen. Wir haben uns immer wieder Chancen kreiert und waren sehr fokussiert. Dennoch haben wir, bei allem Respekt, gegen einen Viertligisten gespielt. Wir müssen die Partie daher richtig einordnen.“
Davy Klaassen: „Es war sehr wichtig für uns, dass wir früh in Führung gegangen sind und im Anschluss auch noch schnell weitere Tore gemacht haben. Dadurch sind wir gut ins Spiel gekommen und es war einfacher für uns. Letztendlich haben wir aber gegen einen Viertligisten gespielt. Dennoch war das sehr ordentlich. Ich habe heute nicht getroffen, aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir hier heute gewonnen haben.“
Florian Kainz: „Wir haben souverän gewonnen und sind von Anfang an sehr gut aufgetreten – gerade in der ersten Halbzeit. Auch die Neuen haben sich super eingefügt. Yuya Osako wird bei uns noch zum Kopfballungeheuer.“ (lacht)
Maximilian Eggestein: „Die erste Chance hatte Worms. Da müssen wir besser aufpassen. Das frühe Tor von uns war dann aber umso wichtiger und sozusagen der Dosenöffner, weil es danach etwas leichter wurde. Fußballerisch haben wir das heute super gelöst.“
Florian Kohfeldt: „Das Spiel heute, und das sage ich mit großem Respekt vor Worms, ist kein Gradmesser für die Saison. Nun freuen wir uns alle aufs Weser-Stadion am nächsten Samstag. Jetzt geht die Saison so richtig los.“
Max Kruse: „Wir sind froh, dass wir heute weitergekommen sind. Wir freuen uns darüber. Aber jetzt richten wir den Fokus auf das Spiel gegen Hannover 96. Das heute war ein anderer Wettbewerb, natürlich wollen wir im DFB-Pokal weit kommen, aber wir sollten das Spiel gegen Worms nicht überbewerten. Auf den Bundesliga-Start nächstes Wochenende kommt es an.“
Florian Kohfeldt: „ Kainzi hat ein sehr ordentliches Spiel gemacht und sich mit seinem sehenswerten Treffer dafür belohnt. Aber auch alle anderen war sehr ordentlich. Der Treffer von Philipp Bargfrede war aber für mich das Tor des Tages, weil es so wohl nicht wieder vorkommt. (lacht)“
Quelle: Bild
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Knapp war es am Ende einer intensiven Auftaktpartie. Auch wenn die Enttäuschung überwiegt, kann man ganz zufrieden sein. Auch, weil man nach drei Auftaktspielen ohne Tor endlich wieder traf!
Man wollte einen Sieg, dochzunächst neutralisierten sich beide Teams. In Halbzeit Eins gab es wenige zwingende Chancen auf beiden Seiten. Einmal scheiterte Sorg aus der Distanz, dann Kainz an Esser. Einmal rauschte Veljkovic an einer Hereingabe knapp vorbei, dann parierte Pavlenka gegen Bebou. Es war ein Spiel ohne große und vor allem gefährliche Torraumszenen. In der Halbzeitpause musste Werder sich auf einen Wechsel vorbereiten, denn Max Kruse hatte körperliche Beschwerden. Nach einigen Minuten in Durchgang zwei musste er mit einer Prellung im Oberschenkel vom Platz. Den Höhepunkt der Partie, die Bremen nun bestimmte, gab es dann als Claudio Pizarro in der 66. Minute eingewechselt wurde. Schon Minuten vorher, als er sich vorbereitete, brandete Jubel auf. Doch dann wurde es ein wahrer Jubelsturm mit einem Lautstärkepegel wie bei einem Last-Minute-Tor. Das ganze Stadion erhob sich und feierte den Peruaner frenetisch.
Mit ihm kam auch die Torgefahr und er bekam eine Hereingabe von Ludwig Augustinsson. Doch Pizarro drückte das Leder bei der Direktabnahme nicht tief genug und so flog das Leder knapp über die Latte. Kurz darauf fand eine Flanke von Maximilian Eggestein seinen Kopf, doch auch diesmal ging sein Versuch einen Hauch drüber. Direkt im Gegenzug trifft Hannover 96 zur Führung. Der neue Mann der Hannoveraner, Weydandt, kommt nach einem Lupfer von Bebou als Erster an den Ball, wartet lange und schiebt den Ball zwischen den Hosenträgern von Pavlenka hinein ins Bremer Tor. Doch die Grün-Weißen gaben sich nicht auf und nach einer erneuten Flanke verpasste diesmal Pizarro minimal mit dem Kopf, wodurch Gebre Selassie an den Ball kam und das Leder über die Linie drückte. Der Ausgleich und er war verdient! In der Nachspielzeit köpfte der eingewechselte Johannes Eggestein dann noch einmal knapp daneben. So bleibt am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden stehen.
Davy Klaassen: „Es ist normal, dass wir zuhause gegen Hannover gewinnen wollen – bei allem Respekt für die Leistung der Gäste. Deshalb sind wir mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Da sind alle im Team einer Meinung. Das Gegentor war äußerst ärgerlich, ein blöder Ball.“
Florian Kohfeldt: „In Summe war es kein ungerechtes Remis gegen eine sehr gute Mannschaft. Defensiv haben wir abgesehen vom Tor gerade mal zwei Fernschüsse zugelassen. Das ist ein großes Kompliment an unsere Abwehrreihe, die das über weite Strecken super verteidigt hat. Das Gegentor war ein Abstimmungsfehler zwischen Kette und Sechser, aber es war auch der 40. Ball, den Hannover in diese Schnittstelle gespielt hat. Deshalb mache ich den Jungs keinen allzu großen Vorwurf. Am Ende haben wir die Ruhe bewiesen und den einen Punkt mitgenommen."
Maximilian Eggestein: „Das Ziel Europa war mit der Mannschaft besprochen. Ich bin überzeugt davon, dass wir das auch weiterhin schaffen können. Aber dieses Ziel ist keinerlei Druck gewesen. Es war das erste Spiel. Natürlich wollten wir den Heimsieg holen, das ist uns leider nicht gelungen, aber das hat nichts mit dem Ziel zu tun.“
Florian Kohfeldt: „Die Erwartungen an einen ersten Spieltag sind hoch, gerade auch wenn man bedenkt, dass wir zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in einem Auftaktspiel wieder ein Tor geschossen haben. Das nimmt man schon mit, aber nicht die Zielvorgabe, die wir diese Woche noch mal verkündet haben.“
Im DFB-Pokal gegen Flensburg - aber wo?
Der SV Werder spielt im DFB-Pokal gegen den SC Weiche Flensburg. Das ergab die Auslosung der 2. Hauptrunde am frühen Sonntagabend im Rahmen der ARD Sportschau. Die Partie findet am Dienstag, 30.10. oder Mittwoch, 31.10.2018, statt. Die zeitgenaue Ansetzung der Begegnungen steht noch aus. Aktuell wird geprüft, ob man in Flensburg spielen kann, da das Stadion nur maximal 3 500 Zuschauer fasst und kein Flutlicht verfügt. Als Ausweichorte kommen Kiel, Hamburg oder Lübeck in Frage, wobei Holstein Kiel ebenfalls ein Heimspiel bestreitet.
Quelle: Bild
was sagen die Fischköppe hier eigentlich zu ihrer neuen Hymne? Finde das Lied echt ganz chillig..
https://www.youtube.com/watch?v=mJqVwriKOcI
Wir haben eine neue Hymne?
Hätte das mit in den nächsten Bericht gepackt, aber dann jetzt hier.
Ist an sich, nach mehrmaligem Hören ganz cool. Nicht dieses 0815-Lied.
Geiler Text, seine Stimme passt und das Video auch dazu.
Ist aber keine neue Hymne, sondern ein Werder-Song, den er als Fan mal machen wollte.
Außerhalb Bremens kam er wohl nicht ganz so toll an (Facebook-Kommentare :D) aber in Bremen ist man zufrieden.
Schaaf doing Schaaf-Things :D
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Zweiter Spieltag, der erste Sieg der neuen Saison für Werder. Doch in einem aufregenden Spiel machte man es sich in Halbzeit zwei unnötig schwer. Ein Grund war auch der Schock von Jiri Pavlenka.
In den ersten Minuten war Frankfurt das Team, welches besser aus der Kabine kam. Man hatte durch Haller auch die erste ordentliche Torchance, doch sein Versuch ging dann doch deutlich drüber. Dann setzte es den ersten Rückschlag und Carlos Salcedo musste nach einem unglücklichen Zweikampf mit Davy Klaassen nach acht Minuten vom Feld, für ihn kam Ndicka. Nun wurde Werder besser und nachdem Maximilian Eggestein einen traumhaften Ball über die Eintracht-Abwehr auf Osako spielte, vollendete der Japaner mit einem Beinschuss gegen Trapp. Nach kurzer Rücksprache mit dem VAR wurde das Tor schließlich gegeben, auch wenn der Assistent nach dem Tor noch die Fahne hob. Nachdem ein klares Foul an Osako nicht gepfiffen wurde, wurden die Frankfuter Fans unruhig und stimmten Schmähgesänge gegen Werder an, von denen man sich nicht beeindrucken ließ. Ebenso hallte "Fußballmafia DFB" durch die Commerzbank-Arena. Der Schiri pfiff bei Werder ziemlich kleinlich, bei Frankfurt dagegen wurde kaum etwas abgepfiffen. Bis zur 32. Spielminute, als Willems völlig unnötig bei einer harmlosen Situation in das Gesicht von Gebre Selassie fasste, vor den Augen des vierten Offiziellen. Gebre Selassie ließ sich nicht fallen und dennoch gab es zurecht den Platzverweis, ohne großes Schauspiel. Werder führte verdient zur Pause und hätte durch Osako sogar schon 0:2 führen können, tat es aber nicht. Vor allem Veljkovic überzeugte mit seinen präzisen Diagonalbällen.
Im zweiten Durchgang brachte eine Situation alles zum Kippen. Ein harmloser Ball in die Bremer Hälfte kam zu Augustinsson, welcher ihn zurück auf Pavlenka köpfen wollte. Doch der Ball des Schweden war viel zu kurz und Gacinovic kam vor Pavlenka an den Ball und prallte unglücklich mit dem Tschechen zusammen. Es gab folgerichtig Elfmeter, doch das war Nebensache, denn Pavlenka blieb zunächst regungslos liegen. Nach einiger Zeit kam er dann wieder zu Bewusststein, wollte zunächst auch weiterspielen, bis auch er einsah, dass er absolut nicht spielfähig war. Insgesamt sechs Minuten dauerte diese Unterbrechung und Luca Plogmann kam als erster Torwart des 2000er-Jahrgangs in der Bundesliga zum Einsatz. Zur Begrüßung schrie er gleich Haller mit "Der geht nicht rein" an und musste den Schuss dann doch aus dem Netz holen - 1:1. Die folgenden Minuten gehörten Frankfurt und Werder war komplett von der Rolle, bis Kohfeldt mit Claudio Pizarro das Spiel erneut wendete. Mit dem Peruaner kam wieder Ruhe und Kontrolle in das Bremer Spiel und auf einmal war Werder wieder das bessere Team. Chancen von Osako (Abseitstor), Gebre Selassie (Abraham auf der Linie), Pizarro (gegen sich selbst) oder vom eingewechselten Rashica (Trapp) wurden nicht genutzt. In der sechsten Minute der Nachspielzeit holte Rashica einen Freistoß aus 26 Metern heraus und Kruse überließ dem Kosovaren den ruhenden Ball. Und der nutzte diese Chance und zauberte Werder doch noch zu einem Last-Minute-Sieg!
Florian Kohfeldt: „Wir haben in den ersten 30 Minuten das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten die nötige Tiefe, die Kontrolle, haben uns viele Chancen rausgespielt und gut gepresst. Nach der Roten Karte wurde es dann wilder, wir haben zu oft auf Konter spekuliert und uns die Chancen nicht mehr so zwingend erarbeitet. Nach der Auswechslung von Pavlas hatte ich eher das Gefühl, dass Frankfurt ein Mann mehr war. Es ist unser Anspruch, das besser auszuspielen. Aber das Hauptziel war zu gewinnen. Das haben wir geschafft.“
Martin Harnik: „Der Elfer hat uns schon aus dem Konzept gebracht. Wir haben oft kein Mittel gefunden, um die Chancen zu Ende zu spielen. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen. Mit vier Punkten in der Bundesliga und dem souveränen Sieg im Pokal, können wir mit einer positiven Einstellung in die Länderspielpause gehen.“
Frank Baumann: „Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist. Wir wissen aber noch nicht, wie lange er ausfallen wird und wollen auch kein Risiko eingehen.“
Ludwig Augustinsson: „Ich wollte den Ball zu Pavlas zurückspielen. Der Pass war aber viel zu kurz. Das war ein großer Fehler von mir, aber das ist Fußball. Ich hoffe, dass Pavlas ok ist und er schnell wieder auf die Beine kommt. Das ist das Wichtigste.“
Martin Harnik: „Durch den Videobeweis ist emotional ein Auf und Ab. Das gehört inzwischen aber dazu. Zwar gehen Emotionen verloren, aber es steigt ja auch die Aufregung (lacht).“
Davy Klaassen: „Mit dem Videobeweis ist es manchmal verrückt, aber es ist gut, dass es ihn gibt. Er dauert manchmal nur ein bisschen lange.“
Florian Kohfeldt: „Luca hat das heute mit einer bemerkenswerten Souveränität gemeistert. Er ist noch sehr jung, aber schon ein sehr guter Keeper. Egal wie lange Pavlas ausfallen wird, ich bin mir sicher, dass wir gegen Nürnberg in zwei Wochen einen bundesligatauglichen Torhüter im Kasten haben werden. Denn wir haben genug sehr gute Keeper im Verein.“
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Kurze Frage an den Werderinsider:
Wie würde ein Transfer von Mario Götze zu Werder Bremen passen?
Da sich der Junge auch bei Favre nicht durchsetzen konnte, wird er wohl bald Abschiedsgedanken entwickeln (wahrscheinlich schon im Winter).
Logisch wäre es weg von Deutschland (würde er sich viel Druck nehmen) aber falls innerhalb von Deutschland nochmals ein Wechsel angedacht wäre, würde ich irgendwie Werder Bremen am passendsten finden...
Pintu was meinst du?
Unvorstellbar für mich... den kann sich Bremen niemals leisten
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Wurde auch schonmal im worum diskutiert.
Zum Einen ist er ein Spieler, welcher von der Spielidee super zu Werder passen würde, halt so ein "Zwischenraumspieler" wie ihn Kohfeldt nennt, der auch die gefährlichen Bälle in die Spitze spielen kann.
Der hat sich aber so ein Standing aufgebaut, was Ablöse und Gehalt noch immer deutlich in Höhe schrauben würde plus die Ansprüche die er hat. Ich denke nicht, dass da ein zweiter "Fall Sahin" entstehen kann. Sahin hat ja erstens nichtmal eine Mio. gekostet dank Dortmund und zweitens zahlt Dortmund im ersten Jahr wohl 50% bzw 3 Mio des Gehalts weiter, Bremen 2 Mio dazu. Kommende Saison soll Werder wohl 2 - 2,5 Mio zahlen.
Als Kruse-Nachfolger wäre er für kommenden Sommer eine Option, dafür ist er aber zu wenig Abschlussspieler im Sechzehner. Er hat zu wenig von einem Stürmer, was bei Kruse der Fall ist.
Also wäre an sich ganz passend, aber eher nein.
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03.01.2019 | Werder verpflichtet Romano Schmid
Werder Bremen hat am dritten Tag des neuen Jahres einen neuen Spieler präsentiert. Romano Schmidt kommt von RB Salzburg, wo er aus Graz hin wechselte. Zuletzt spielte er leihweise beim FC Liefering in der zweiten österreichischen Liga, dem Farmteam Salzburgs. Schmid ist der erste eingesetzte Spieler und Torschütze der Liga, der nach dem 01.01.2000 geboren wurde. Bei Werder sollte er aber direkt weiterverliehen werden um Spielpraxis zu sammeln: "Wir freuen uns, dass wir ihn verpflichten konnten, möchten ihn aber auch direkt für 18 Monate weiter verleihen, damit er auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln kann. Die Niederlande könnten dafür eventuell ein interessanter Markt sein", erklärt Frank Baumann.
09.01.2019 | Interesse an Lebo Mothiba
Lebo Mothiba ist ein eher unbekannter Name. Von daher überraschte es, als Frank Baumann auf Nachfrage im Trainingslager meinte, dass der Landsmann der Journalisten ein sehr interessanter Spieler ist. Der Südafrikaner überzeugte in dieser Saison mit acht Treffern, doch für Werder ist er durch den langfristigen Vertrag bis 2023 noch zu teuer. Immerhin scheint man nach einem Abschlussspieler zu scouten, das Profil passt. Die Werder-Fans machen sich Hoffnungen, dass sich etwas tut.
10.01.2019 | Trainingslager mit gemischten Gefühlen
Im Trainingslager in Südafrika klappte vieles nicht, was vor allem am Wetter lag. Das erste Testspiel gegen die Kaizer Chiefs musste beim Stand von 1:0 für Werder abgebrochen werden. Das zweite gegen Bidvests endete nur 2:2. Dennoch gab man sich nach außen hin sehr zufrieden mit der gezeigten Arbeit der Spieler, auch wenn das spielerische in den Hintergrund rückte. Nicht dabei war währenddessen Yuya Osako, welcher bei den Asienspielen ist und im ersten Spiel gleich einen Doppelpack erzielte.
10.01.2019 | Drobny auf dem Sprung nach Düsseldorf
Jaroslav Drobny ist mittlerweile 39 Jahre alt. Er hat seinen wohl letzten Vertrag bei Werder unterschrieben. Doch dann überraschte alle die Meldung, dass er aus dem Trainingslager in Südafrika abgereist ist, um... tatsächlich noch einmal zu wechseln. Nur drei Tage später stand der Transfer zu Fortuna Düsseldorf dann auch offiziell fest. Journalisten begegnet Drobny stets mit humorloser Abneigung. Einen einzigen Medientermin hat er in zweieinhalb Jahren bei Werder wahrgenommen, danach war eisiges Schweigen. In der Mannschaft hingegen war er geschätzt für seinen Humor. Die Fortuna darf sich also auf einen Spaßvogel freuen.
13.01.2019 | Mascarell-Interesse und Kainz-Abgang
Nach Insider-Informationen soll Werder Bremen an einer Verpflichtung von Omar Mascarell interessiert sein. Der defensive Mittelfeldspieler kam vor der Saison für zehn Millionen Euro nach Gelsenkirchen, wo er bisher aber kaum Beachtung von Tedesco fand. Es gibt mehrere widersprüchliche Berichte, nach denen einmal die Beziehung stimmt, zum Anderen es zwischen den beiden kriselt. Ob Werder wirklich Interesse hat, ist aber noch nicht bestätigt. Sicher ist nur, dass Florian Kainz die Bremer verlassen wird, das gaben die Grün-Weißen am 15.01.2019 bekannt. Vorbehaltlich des Medizin-Checks am Freitag, wird er sich dem 1. FC Köln anschließen. Im Norden der Republik konnte er nie sein Potenzial abrufen, bis auf wenige Ausnahmen. Was fehlte war die Konstanz. Viele vermuten, dass die zweite Liga ihm gut tun wird, ähnlich wie bei Louis Schaub.
14.01.2019 | Werder mistet aus?
Caldirola, Petsos, Zetterer und Jóhannsson sollen und werden Werder spätestens im Sommer verlassen, da alle drei Verträge auslaufen. Zumindest bei zwei Akteuten sind Winterabgänge möglich. So sollen mehrere italienische Vereine Interesse an Caldirola haben, eine schnelle Einigung ist aber ausgeschlossen. Die Entscheidung wird wohl erst gegen Ende der Transferperiode fallen. Schneller könnte es bei Michael Zetterer gehen. Der Torhüter bekam einen neuen Ein-Jahres-Vertrag vor der Saison, um seine Verletzung auszukurieren und so einen neuen Verein zu finden. Aktuell ist er im Probetraining bei den Würzburger Kickers.
Quelle: Bild
Bin gespannt wie Schmid sich entwickelt. Hat definitiv mega Potenzial
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19.01.2019 | Hannover 96 0:1 SV Werder Bremen
Der Start in die Rückrunde erfolgte in Hannover und vor dem Spiel sagte Florian Kohfeldt: "Haben uns im Jahr 2018 gut entwickelt und sind auf ein höheres Level gekommen. Jetzt ist aber 2019 und wir müssen jetzt Punkte holen. Will nicht mehr von nächsten Schritten oder sowas reden. Ich verlange Siege." Doch dieses Spiel wirkte eher wir ein Rückschritt in der Entwicklung, zumindest teilweise. Am Anfang des Spiels lief kaum etwas zusammen, Werder war schwach, Hannover noch schwächer. Erst in der 32. Spielminute setzte Kruse den jungen Maximilian Eggestein in Szene, welcher dann quer in die Mitte spielte. Martin Harnik scheiterte mit der Hacke an Michael Esser, Milot Rashica lief aber genau richtig und staubte aus einem Meter ab. Im zweiten Durchgang erspielte sich Werder erneut etliche Torchancen, vergab diese aber kläglich. In den letzten zehn Minuten musste man dann, bei einem Gegner der sich teilweise auf Drittliganiveau bewegte, unnötigerweise zittern. In der Hinrunde gab man diese Spiele noch aus der Hand, diesmal brachte man die drei Punkte noch nach Hause. Es wartet dennoch viel Arbeit auf die Grün-Weißen.
>> Stimmen zum Spiel
Florian Kohfeldt: „Eigentlich wahnwitzig, dass es am Ende nur 1:0 steht. Aber ich habe gesagt, dass es jetzt um Ergebnisse geht, also bitte. Das nehmen wir mit.“
Milot Rashica: „Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen, hatten so viele Chancen. Aber wir haben gewonnen, das ist entscheidend.“
Martin Harnik: „Wir wollten Hannover nicht ins Spiel kommen lassen, haben hoch gepresst. Wir haben es verpasst, den Sack früh genug zuzumachen, aber verdient gewonnen.“
23.01.2019 | Mein Herz schlägt
Die drei Rapper Shiml, JokA und Montanamax sind nicht nur alle waschechte Bremer, sondern auch absolute Werder-Fans. Und jetzt haben Sie einen neuen Song rausgebracht, pünktlich zum Jubiläums-Konzert 'Lauter' am 07. Februar, anlässlich des 120. Geburtstages.
Alternativ JOKA, MONTANAMAX, SHIML - Mein Herz schlägt (prod. by ORBIT) [Official Video] - YouTube
26.01.2019 | SV Werder Bremen 2:2 Eintracht Frankfurt
Das Topspiel des 18. Spieltages hielt das was man sich versprach. Es begann direkt mit viel Tempo auf beiden Seiten, wobei einmal Jovic per Fallrückzieher ungefährlich für Pavlenka abschloss. Einmal lief Harnik alleine auf Trapp zu, schoss aber nicht, sondern versuchte quer zu legen und scheiterte. Danach gab es ein Handspiel von Hasebe im Strafraum, jedoch blieb eine Strafe aus, trotz VAR. Nur wenig später prallten Haller und Langkamp bei einem Kopfballduell aneinander. Langkamp wurde getackert, kam zurück und musste dann doch ausgewechselt werden. In Minute 27 war es dann endlich soweit: Maximilian Eggestein setzte sich sehenswert gegen vier Frankfurt durch und schloss cool ins kurze Eck ab. Kurz darauf schlugen die Gäste aber zurück, Rebic ließ Moisander, welcher ein katastrophales Stellungsspiel in der Szene darbot, ins leere Grätschen und schlenzte das Leder ins lange Eck. Wieder warteten die Bremer vergeblich auf den Eingriff des VAR, da zum einen ein Handspiel von Jovic vor der Flanke vorlag und zum anderen Haller möglicherweise die Sicht von Pavlenka in Abseitsposition behinderte.
Werder erarbeitete sich die klareren Chancen und hatte in einer ausgeglichenen Partie ein leichtes Übergewicht. Anders als in der Vergangenheit kippte das Spiel nun aber nicht, sondern Werder blieb weiter spielbestimmend. Und so steckte Kruse den Ball perfekt durch in den Lauf von Martin Harnik, welcher zuletzt reihenweise Chancen vergeben hat. DIesmal legte er das Leder jedoch rechts an Trapp vorbei und schob zum 2:1 ein. Werder verpasste weitere Gelegenheiten zur Vorentscheidung und so kam Frankfurt durch einen unglücklichen Elfmeter doch noch zum Ausgleich. Am Ende wieder zwei verschenkte Punkte gegen einen direkten Konkurrenten.
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Max Kruse: „Wir haben nicht erfüllt, was wir uns vorgenommen haben. Wir können nur bedingt zufrieden sein, weil wir wie so oft zu wenige Chancen genutzt haben. Es interessiert mich nicht, dass wir den Gegner am Rande einer Niederlage hatten oder wie gut wir gespielt haben, wenn wir nicht als Sieger vom Platz gehen.“
Johannes Eggestein: „Wir haben insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht. Heute hatten wir wieder sehr viele Chancen, die wir nicht nutzen konnten. Am Ende kriegen wir die Gegentore aber wieder zu leicht. Das war zwar ein guter Schuss von Ante Rebic, aber wir hätten das vorher konsequenter verteidigen müssen.“
27.01.2019 | Werder ein Team von Vieren
Nur vier Teams haben in dieser Saison noch ein Alleinstellungsmerkmal. Neben Paris St. Germain, dem FC Barcelona und Juventus Turin, um Starspieler wie Mbappé, Neymar, Messi, Suárez, Dybala oder Cristiano Ronaldo, ist auch ein Bundsligist verteten. Ein Team mit Spielern wie Yuya Osako, Martin Harnik oder Kevin Möhwald hat es als eins von vier Teams aus Europas Top-5-Ligen geschafft, in jedem Ligaspiel zu treffen! Wahnsinn.
28.01.2019 | Osako schießt Japan ins Finale
Beim Asiencup kehrte Yuya Osako nach seiner Verletzung wieder zurück in die Startelf und netzte erneut doppelt. Einmal war er per Kopf zur Stelle, einmal vom Elfmeterpunkt. Am 01. Februar steigt nun das Finale.
28.01.2019 | Werder hadert mit den Unparteiischen
Baumann: "Wenn man die Summe der Entscheidungen in den letzten Wochen und Monaten sieht, kann man nicht sagen, dass wir von den Schiedsrichtern bevorteilt werden. Es ist eine Ansammlung von Entscheidungen gegen uns, die dann auch zu einer gewissen Unzufriedenheit bei uns führt. Samstag war es ein in jeglicher Hinsicht sehr emotionales Spiel, nach dem wir unseren Unmut auch mal geäußert haben. Aber ich glaube nicht, dass wir im Vergleich mit anderen Clubs besonders auffallen. [...] Er hat noch nie einen Schiedsrichter beleidigt. Auch gegen Frankfurt nicht. Wenn er dann auf die Tribüne muss, fehlt mir die Verhältnismäßigkeit. Andere Clubs sind von der Bank aus sehr viel aktiver gegenüber dem Vierten Offiziellen oder dem Schiedsrichter als wir. Aber da passiert nichts. Ohnehin können wir gerne mal über Schiedsrichter-Entscheidungen sprechen."
Dazu zählt auch, dass ein Werder-Foul oftmals sofort die Gelbe Karte nach sich zieht, für gleichwertige Fouls die Gegner aber nur selten Karten sehen.
Kohfeldt Interview im ZDF zu den Schiedsrichtern
Quelle: Startbild
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Man kann 120 Jahre nicht in 8 Minuten packen,
aber man kann es probieren.
02.02.2019 | 1. FC Nürnberg 1:1 SV Werder Bremen
Das Spiel gegen Nürnberg war wahrlich kein Leckerbissen, von daher war der positive Punkt, dass Nürnberg das nächste Stadion in Deutschland war, was ich nun abhaken konnte. Insgesamt hat man dort überraschend viel Bewegungsfreiraum in den Stehblöcken. Zum Spiel selber kann ich wenig sagen, außer dass es einfach nur frustrierend war. Am Ende sind zwei Punkte gegen Nürnberg in der Saison zu wenig wenn man nach Europa will.
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Florian Kohfeldt: „Wollten unbedingt gewinnen und zeigen, dass wir einen Schritt weiter sind, als in der Hinrunde. Hatten aber eine schwache erste Hälfte, keine Ruhe am Ball. Ich bin nicht zufrieden.“
Davy Klaassen: „Die erste Halbzeit war so schlecht, das habe ich noch nie erlebt. Haben den Club nicht unterschätzt, aber fußballerisch einfach keine Leistung gebracht. Zu wenig Chancen kreiert. Einfach schlecht.
Wenn wir so spielen wie heute, geht es nur ums gewinnen. Irgendwie drei Punkte und weiter.“
04.02.2019 | 120 Jahre voller Emotionen
Werder Bremen feierte diese Woche Geburtstag und so gab es auch ein neues Video von Shadiego, in welchem er einen Teil dieser langen Historie in einen 8-minütigen Rückblick packte.
05.02.2019 | Borussia Dortmund 5:7n.E. SV Werder Bremen
13:00 Uhr - los geht die Reise! Sechs Stunden Autofahrt bis nach Dortmund. Der Verkehr ist gut, bis auf den Feierabendverkehr. Aber wir kommen gut voran und auch die Stimmung passt, irgendwas zwischen Vorfreude und Angstzuständen. Eigentlich erwarten wir uns nichts.
19:00 Uhr - Ankunft auf dem Parkplatz. Wir haben nun Bock auf das Spiel und begeben uns sofort in das Stadion. Sitznachbarn gecheckt, wieder absolut korrekte Typen. Das Spiel kann losgehen. 8000 Bremer sind im Stadion.
20:45 Uhr - Die Mannschaften laufen auf und die Werder-Fans zünden Pyro. Sah geil aus, Stimmung ist top und ich habe total Bock auf das Spiel. Wer soll uns heute stoppen können?
5' Minute - 0:1 Milot Rashica
Dieser Freistoß direkt vor unserer Kurve. Kruse schießt und Rashica hält den Fuß hin, unhaltbar für den Ex-Bremer Oelschlägel. Komplette Ekstase auf den Rängen, hier geht heute was. Und die Dortmunder sind auf einmal ganz leise.
Danach gibt es wenige Torchancen, aber Dortmund wird langsam besser. Und die Angst steigt wieder.
45' Minute - 1:1 Marco Reus
Wieder Freistoß, diesmal für den BVB. Komplett dummes Foul von Bargfrede. Ich weiß nicht wie oft Reus nun schon so einen Freistoß gegen uns reingehauen hat. Auf jeden Fall zu oft.
2. Halbzeit - Anspannung pur
Die zweite Halbzeit war ebenso recht chancenarm, aber unglaublich spannend. Umso länger es 1:1 stand, umso mehr Hoffnungen machten wir uns und in der Schlussphase gab es dann noch einmal einen Schlagabtausch. Werder scheiterte drei Mal knapp am starken Oelschlägel, ehe Thomas Delaney in der letzten Minute den Ball noch an den Querbalken köpfte. Abpfiff. Verlängerung. Und im Stadion hörte man nur noch die Bremer.
105' - 2:1 Christian Pulisic
Und dann dieser Frust-Moment in der Verlängerung. Es kann doch nicht sein, dass dieser Verein sich jedes Mal in der Verlängerung noch durchsetzt. Nicht heute. In der 91. Minute wurde Pizarro eingewechselt und es gab lautstarke Pizarro-Sprechchöre. Das wird hier nicht so einfach enden.
108' - 2:2 Claudio Pizarro
Und dann war er wirklich da. Der Ball kam abgefälscht zu Piza und das 40-Jährige Schlitzohr spitzelt den Ball mit all seiner Cleverness und Erfahrung ins Dortmunder Tor. 8000 Bremer sind in diesem Moment nicht mehr zu halten, hier geht heute was.
113' - 3:2 Achraf Hakimi
Und dann kommen doch wieder die Schwarz-Gelben. Aber ganz ehrlich, kein Bremer dachte in diesem Moment, dass das nun vorbei ist. Jetzt erst recht und noch einmal mobilisierte man alle Kräfte um das Team nach vorne zu brüllen.
119' - 3:3 Martin Harnik
Und dann fällt doch noch das dritte Tor. Werder feiert, Dortmund in Schockstarre und ich kann nicht mehr hinsehen. Es geht ins Elfmeterschießen und ich sitze einfach nur eine Minute da. Ich gucke nur ins Leere und bin total am Ende. Doch dann stehe ich wieder, wie der komplette Gästeblock. Kruse zeigt am Mittelkreis in unsere Richtung, Jubel! Sie schießen auf unser Tor und alle wissen- wir gewinnen dieses verf... Spiel heute!
Jiri Pavlenka- und Pizarro-Sprechchöre, die Dortmunder sind nicht mehr zu hören. Pavlenka pariert die ersten beiden Elfmeter, Pizarro, Maxi Eggestein und Klaassen verwandeln souverän. Und dann kommt Max Kruse. Jeder weiß, der verschießt heute nicht. Und dann brechen alle Dämme. Werder Bremen schlägt Dortmund und ist im Viertelfinale. Ich gebe zu ich musste auch eine Träne verdrücken, in diesem Moment herrschte einfach nur Freude und Stolz. Und minutenlange Party. Ich liebe diesen geilen Verein.
05:10 Uhr - Ankunft daheim und komplett fertig ins Bett gefallen.
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Nuri Sahin: „Wir haben heute in beeindruckender Weise gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Beim 3:2 habe ich mir gedacht, dass darf hier heute nicht so enden. Das war der DFB-Pokal wie er leibt und lebt. Ich war mir sicher, dass Max den Ball reinmacht. Der hat noch nie verschossen, warum sollte er damit heute anfangen (lacht).“
Jiri Pavlenka: „Wir sind in der nächsten Runde, das fühlt sich großartig an. Ich weiß nicht warum, aber ich war mir sicher, dass ich die ersten beiden Elfmeter halte."
Claudio Pizarro: „Das Finale in Berlin ist etwas Besonderes. Ich habe allen in der Mannschaft davon erzählt. Da wollen wir jetzt hin. Aber es ist noch ein langer Weg.“
Danke für diesen tollen Bericht...
Ich hoffe so sehr, dass Werder und speziell Piza den Pokal holt...
Was da in Dortmund passiert ist, kann hoffentlich viel Kraft für die restliche Saison geben...:good:
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08.02.2019 | Werder verärgert Fans mit Jubiläums-TrikotZum 120-Jährigen präsentierte Werder ein mutiges Sondertrikot, limitiert auf 1899 Exemplare. Lässt sich über den Geschmack streiten, so wurde das Leibchen sofort ein Kassenschlager. Ab 02:30 Uhr warteten die ersten Fans vor der Fanwelt. Punkt zehn Uhr, zum Verkaufsstart, brachen die Server auf der Seite zusammen und blieben fast den ganzen Tag offline. Als diese liefen, waren die Trikots schon längst ausverkauft und erste Versteigerungen auf eBay zu finden. Eines dieser Trikots landete am Ende bei 2 510 €. Werder Fans zeigten sich unzufrieden darüber, dass das Trikot nicht bei den Fans ankam. Mitglieder und Dauerkartenbesitzer hatten keine Chance, trotz großer Unterstützung, wenn sie Arbeiten mussten oder auswärts wohnen. Dafür wurden "Geschäftsleute" belohnt. Zudem wurde die dilettantische Durchführung im Online-Verkauf kritisiert, sowie die schwache Reaktion darauf auf der Pressekonferenz.
10.02.2019 | SV Werder Bremen 4:0 FC Augsburg
Vor dem Spiel brillierten die Fans mit einem Fanmarsch in strömendem Regen und einer Choreo. Aber wer hätte gedacht, dass Werder Bremen einmal so effektiv spielen würde. Gab es in der Hinrunde und gegen vermeintlich leichte Gegner oft Punktverluste, weil man etliche Großchancen liegen ließ, glänzte man diesmal in dieser Partie. Dabei wirkte auch Florian Kohfeldt clever und hat aus seinen Fehlern gelernt. Er setzte auf eine Kontertaktik, obwohl das eigentliche Spielsystem auf Ballbesitz ausgelegt ist. Augsburg hatte zeitweise 70 % davon und doch nur wenige Torabschlüsse.
Nach nur fünf Minuten spielt Moisander den Ball scharf die Linie lang, Kruse verlängert mit der Hacke stark auf Klaassen und dieser legt sich das Leder einmal vor, ehe er perfekt in den Lauf von Rashica spielte. Der Kosovare ließ noch einmal Stafylidis aussteigen und vollendete überlegt - auch eine Neuerung. In der ersten Viertelstunde presste Werder früh und damit kamen die Gäste nicht klar. Torhüter Kobel musste einige Bälle hoch und weit rausschlagen.
Nach einer guten halben Stunde folgte dann ein Doppelschlag. Nachdem ein Querschläger von Moisander vor Johannes Eggestein aufkam, fackelte der Youngster nicht lange und schweißte das Leder im Winkel ein. Nur eine Minute später leitete Klaassen wieder mit einem starken Pass einen Konter ein, ehe Rashica diesmal Oxford düpierte und das Leder sehenswert ins lange Eck schlenzte. Augsburg kam nur einmal wirklich gefährlich vor das Tor, aber Pavlenka zeigte erneut seine Stärken im Eins gegen Eins und parierte gegen Finnbogason.
Im zweiten Durchgang schonte Werder seine Kräfte und kam dennoch paarmal gefährlich vor das Tor, was den Gästen nicht gelang. In der Schlussviertelstunde eskalierte das Stadion noch einmal, als Johannes Eggestein Platz machte für Claudio Pizarro. Und der Altmeister köpfte das Leder in den Schlussminuten zu Kevin Möhwald, welcher seine großartige Leistung (kam für den verletzten Rashica, 35.) mit einem satten Rechtsschuss in das linke untere Eck und dem 4:0 krönte.
12.02.2019 | Langkamp setzt sich gegen Veljkovic durch
Überraschend kam der Bericht auf Werders Homepage. "Ein Für und kein Dagegen" lautete die Überschrift und nicht wenige waren darüber überrascht. Selten hat der Verein so offen eine Personalentscheidung kommuniziert, so deutlich in die Öffentlichkeit getragen. Sofort wurde spekuliert, ob Veljkovic auf der Verkaufsliste steht. "Vielleicht gibt es schon ein Angebot und das ist nur die typische Preistreiberei, indem man betont, dass ihm die Zukunft gehört." Denn auch das tat Werder.
12.02.2019 | Osako erhält keine Freigabe für die Copa America
Ja richtig gehört, der Japaner darf nicht zur Südmerika-Meisterschaft. Japan startet als Gastnation. Jedoch gab es nun Unstimmigkeiten: „Wir sind doch sehr verwundert, dass Yuya für das Halbfinale und Finale des Asien-Cups spielfähig war und nach seiner Rückkehr für uns nicht einsetzbar ist, obwohl sich in diesen Spielen seine beim Asien-Cup zugezogene Verletzung nicht verschlechtert hat“, erklärte Frank Baumann am Dienstag. Deswegen hat sich der SV Werder unabhängig von der aktuellen Situation entschieden, Yuya Osako nicht für die Copa America im Sommer abzustellen. „Dies haben wir dem japanischen Verband bereits mitgeteilt. Yuya möchte natürlich seiner Nationalmannschaft helfen, aber der Verband und Werder Bremen sollten darauf achten, einen der wichtigsten japanischen Nationalspieler nicht zu verheizen“, so Baumann.
16.02.2019 | Hertha BSC 1:1 SV Werder Bremen
Das Spiel war am Ende eher Nebensache, denn eine Szene überragte die Berichterstattung. Um 18:30 Uhr wurde das Spiel in Berlin angepfiffen und die Partie erinnerte an das Gastspiel in Nürnberg. Nach vorne ging nichts bei Werder, die Gastgeber dagegen diesmal gefährlicher. Erst scheitert Selke am rechten Torpfosten, eher er das Leder nach einem starken Konter zur Führung einschob. Noch vor der Pause semmelte Duda das Leder erneut ans Gestänge, sein Freistoß landete am Querbalken. Im zweiten Durchgang wurde Werder mutiger, die Hertha zog sich zurück und spielte extrem körperbetont. Der Schiedsrichter lieferte eine schwache Leistung, Niklas Stark und Karim Rekik hätten schon früher duschen gehen können. In der Nachspielzeit gab es dann, ausgelöst durch die Berliner, eine Rudelbildung. Nach Abpfiff beschwerte sich Dardai, dass ein Berliner eine Gelbe Karte bekam. Am Ende ist es Karma, denn in der 95. Minute gab es noch einmal einen Freistoß am Berliner Sechzehner. Kruse überließ Pizarro den Ball und der Peruaner netzte etwas glücklich ein. An dem Ort, an dem er am 28. August 1999 sein Bundesliga-Debüt gab, wurde er nun zum ältesten Torschützen der Liga. Und er ist der einzige Spieler, vor Klaus Fischer (20), der in 21 Kalenderjahren nacheinander traf.
Micky Beisenherz brachte es dann auf den Punkt mit seinem Tweet: "Ernsthaft: ein Typ wie #Pizarro ist doch der Grund, warum uns ein künstlicher Fertigfraß wie die #Bundesliga immer noch schmeckt." Und ergänzt wurde: "Wisst ihr, was das wirklich Geile an Claudio Pizarro ist? Mit jedem weiteren Treffer stellt er einen neuen Torschützen-Altersrekord auf. Immer und immer wieder. Und alle werden ihn feiern. Immer und immer wieder." Doch bei Pal Dardai saß der Stachel tief, denn er forderte, dass Pizarro das Tor aberkannt wurde, da zwei Berliner noch am Ball waren. In Bremen reagierte man verständnislos. Und die DFL wies das sofort zurück.
Danke dir für den wirklich guten und fast ohne Vereinsbrille geschriebenen Bericht. Und das meine ich Ernst. Wirklich Klasse von dir.
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Inwiefern verwirrt.
Meine das positiv. Wenn man über "seinen" Verein schreibt ist man immer mit dem Herzen dabei. Und das kann man bei dir heraus lesen. Meine das aber echt positiv
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Ok danke, versuche ich ja immer, möglichst neutral zu bleiben.
Gelingt nicht immer, aber schön wenn es rüberkommt.
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22.02.2019 | SV Werder Bremen 1:1 VfB Stuttgart
Das Hinspiel in Stuttgart war wohl eine der besten Saisonleistungen. Man spielte quasi drei Klassen besser als der VfB und das, obwohl man eine knappe Stunde in Unterzahl agierte. Teilweise sogar nur mit zwei Verteidigern, aber am Ende verlor man durch die schwache Chancenverwertung. Diesmal war das Spielgeschehen genau anders herum. Werder startete schwach in die Partie. Ein Abstimmungsproblem zwischen Sahin, Moisander und dem zuletzt starken Langkamp sorgte dafür. dass Zuber in der zweiten Minute alleine auf Pavlenka zulief und die Gäste in Führung brachte. Und Stuttgart lief gleich noch zweimal auf Pavlenka zu, doch diesmal konnte man den Tschechen nicht überwinden. Nach zehn Minuten hätte es 0:3 stehen können, wenn nicht sogar müssen. Die Gäste zogen sich dann zurück und verteidigten, lauerten auf Konter und vor allem Zieler spielte klar erkennbar auf Zeit. Bei Werder lief wenig zusammen, man fand keine Ideen und Lücken. Einzig Milot Rashica überzeugte durch seine Dribblings und Tempoläufe.
Mit dem Pausenpfiff dann ein guter Angriff der Bremer, bei dem der Ball letztlich bei Davy Klaassen landete. Aus der zweiten Reihe zieht er ab und das Geschoss landete im Knick zum 1:1, aus dem Nichts. Genau wegen solcher Aktionen verpflichtete man den ehemaligen Ajax-Kapitän. Doch auch danach lief bei Werder wenig, auch wenn man nun besser aus der Kabine kam. Gegen die nun komplett mauernden Stuttgarter war vor allem Nuri Sahin überhaupt nicht bei der Sache. Defensiv eine Katastrophe, nach vorne ohne Tempo und mit etlichen Fehlpässen. Man merkte deutlich das Fehlen von Bargfrede, aber wieso nicht Maxi Eggestein auf der Sechs und dafür Möhwald von Beginn an spielte weiß außer Kohfeldt keiner. Es blieb beim 1:1, obwohl Werder nun beste Möglichkeiten vergab. Man spielte zu schwach und toppte in Halbzeit Eins sogar die Leistungen in Nürnberg und Berlin. Da half auch der miserable Schiedsrichter nicht als Ausrede. Gegen die letzten drei der Tabelle holte man in sechs Spielen nur einen Sieg und vier Unentschieden. Zu wenig, wenn man nach Europa will. Wolfsburg "wird das erste Endspiel", machte Max Kruse deutlich. Die wohl größte Chance hat man über den Pokal, aber auch das wird mehr als schwer.
Stimmen um Spielverlauf:
Sebastian Langkamp: „Das Ergebnis ist zu wenig. Wir konnten nicht gewinnen, deswegen sind wir enttäuscht. Es war ein zähes Spiel, bei dem Stuttgart seit der 10. Minute hinten drin stand und wir den Punch nicht hinbekommen haben. Gleich zu Beginn rutscht uns einer durch, das war schlecht, da müssen wir uns besser staffeln. Auch danach gab es noch ein, zwei brenzlige Situationen, die wir besser verteidigen müssen.“
Max Kruse: „Das 0:1 ist unser alleiniger Fehler. Nach zehn Minuten kann es auch schon 0:2 stehen, dann ist die Sache erledigt. Dar rettet uns am Ende nur Pavlas. Zu Beginn waren wir einfach nicht wach und dann rennen wir dem Rückstand hinterher. Wir hatten unglaublich viel Ballbesitz, das sagt viel über die Spielweise von Stuttgart aus, die sich hinten mit aller Kraft reingestellt haben. Wir haben die Lösungen, sie zu knacken, heute nicht gefunden.“
Stimmen zur Tabellensituation:
Florian Kohfeldt: „Wir haben seit zwei Monaten kein Spiel verloren. Aber es reicht nicht, Spiele nicht zu verlieren. Wir müssen sie gewinnen. Deshalb sind wir heute nicht zufrieden. Natürlich können wir es noch nach Europa packen. Wir haben zwei Chancen über den Pokal und über die Liga.“
Sebastian Langkamp: „Anspruch und Wirklichkeit klaffen momentan auseinander. Ein Unentschieden gegen den Tabellensechzehnten ist mit den formulierten Ansprüchen zu wenig. Wir müssen aber auch sehen, wo wir herkommen und wo die Mannschaft in der letzten Saison stand. Wir brauchen unser Ziel nicht revidieren. Es gibt noch genug Möglichkeiten, um Punkte zu holen.“
Davy Klaassen: „Das Ziel Europa ist trotz des Ergebnisses nicht unmöglich. Aber das wird jetzt eine sehr schwere Aufgabe, die wir annehmen müssen.“
Bilder von werder.de und nordphoto
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SaisonverlaufNach acht Spieltagen war in Bremen die Welt in Ordnung, mehr als das. Fünf Siege und nur eine Niederlage. Nach dem 0:2 Auswärtssieg auf Schalke war Werder Dritter und die ersten Medien brachten einen Werder-Hype. Doch Werder tat sich entgegen der Ergebnisse sogar noch sehr schwer. Ein mühevolles 1:1 gegen Hannover. Gegen Nürnberg brachte man die Führung nicht über die Zeit, ebenfalls 1:1. Ausgerechnet bei der einzigen Niederlage gegen Stuttgart zeigte man mit einem Mann weniger die beste Saisonleistung. Ansonsten überzeugte nur der Sieg gegen Hertha BSC. Der Rest? Siege, die aber wenig mit Glanz zu tun hatten. Der Spielplan, gegen vermeintlich leichtere Gegner, spielte Werder in die Karten. Das beachtete aber kaum jemand bei der Beurteilung der Saison bis zu diesem Zeitpunkt.
Es folgte das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Gleiche Voraussetzungen wie gegen Stuttgart. Der gegnerische Trainer vor dem Aus. Der Gegner selber tief unten drin in der Tabelle. Werder war haushoher Favorit - und blamierte sich. Man verlor am Ende 2:6 und auf einmal lief nichts mehr bei Werder. Fünf Spiele, vier Niederlagen und ein mehr als schmeichelhaftes Last-Minute-Remis beim SC Freiburg. Werder stürzte ab, präsentierte sich spielerisch teilweise unterirdisch, teilweise stark. Verlor aber dennoch. Werder war nur noch Neunter, graues Mittelfeld und blieb bis zur Winterpause auch da. Nach acht Spieltagen hatte man 17 Punkte. Zur Pause rangierte man mit 22 Zählern auf dem 10. Platz.
Ins Jahr 2019 startete man besser. Man spielte dominant gegen Hannover, vergab aber etliche Chancen für einen höheren Sieg, als das 0:1. Danach gegen Frankfurt ein packendes Spiel und ein leistungsgerechtes 2:2, bei dem wieder mehr drin war. Es folgte jedoch der schwächste Auftritt der Saison in Nürnberg und erneut reichte es nur zu einem 1:1. Nach dem sensationellem Pokalerfolg in Dortmund fertigte man zu Hause Augsburg ab, doch danach präsentierte man sich gegen Hertha BSC, den VfB Stuttgart und Wolfsburg nicht so, wie man es für die eigenen Ansprüche tun müsste.
Spielerische Ausrichtung
Werder Bremen agiert oft in einem 4-3-3, kann aber auch umstellen. Doch bis auf zwei Positionen ändert sich bei Werder eigentlich wenig und das sind die Flügelpositionen. Werder zeigt jedoch auch Schwächen, welche widersprüchlich sind. So ist man vorne zu schwach im Abschluss und oft zu ungefährlich. Dabei ist man neben Juventus und Paris das einzige Team in Europas Topligen, welches in jedem Ligaspiel traf.
Eine Ursache ist, dass Max Kruse als Freigeist agiert. Und damit nimmt er gleich zwei wichtige Aspekte. Zum einen fehlt ein richtiger Abschlussstürmer. Zum anderen blockiert er vor allem Davy Klaassen im Offensivspiel, dessen Räume immer wieder durch Kruse besetzt werden. Auch deshalb ist Klaassen noch nicht der Garant, den man sich erhofft.
Werder ist 2019 ungeschlagen, holt aber viel zu viele Remis und damit zu wenig Punkte. Man schafft es selten eine Führung über die Zeit zu bringen, bzw rennt man zu oft einem Rückstand hinterher. Gegen tief stehende Gegner hat man enorme Probleme, was sich auch in der Bilanz zeigt. Gegen die letzten drei der Tabelle holte man tatsächlich nur einen Sieg aus sechs Spielen und insgesamt sieben Punkte.
Das muss am Kader getan werden
Defensive stärken!
Moisander baut nach einer bärenstarken Saison ab, Veljkovic stagniert. Einzig Langkamp konnte sich steigern und ist mittlerweile der wichtigste Innenverteidiger, auch wenn Moisander intern wohl noch immer die Nummer Eins ist. Doch hinter den dreien steht nur noch Marco Friedl zur Verfügung, welcher in seinen Einsätzen nicht überzeugen konnte. Auf den Außenverteidigerpositionen hat man mit Augustinsson und Gebre Selassie endlich ein Duo auf höherem Bundesliganiveau. Doch vor allem Augustinsson zeigt bei weitem nicht die offensive Stärke und Risikobereitschaft wie Gebre Selassie, oder er selbst zu Kopenhagener Zeiten. Hier braucht es einen starken Backup für beide, beziehungweise ernsthafte Konkurrenz. Dazu einen bzw zwei Innenverteidiger mit Stammpotenzial und Stärken im Spielaufbau. Dafür muss wohl einer abgegeben werden, am ehesten Veljkovic. Aber wirkliche Interessenten fallen einem da nicht ein.
Drei wichtige Verträge laufen aus!
Mit Kruse und den beiden Eggesteins laufen gleich drei Verträge aus, die man unbedingt verlängern will. Aber nicht muss! Rums! Maximilian muss unbedingt gehalten werden, jedoch sieht das bei Kruse und Johannes Eggestein anders aus. Kruse ist zwar enorm wichtig, aber blockiert Werder auch in vielen Dingen. Mittlerweile meckert er auch mehr, als dass er motiviert und sportliche Leistung bringt. Sollte er diese wieder zeigen und eher auf Außen eingesetzt werden, dann sollte man ihn halten. Ansonsten ist ein Abschied eine Option. Auch bei Johannes Eggestein ist die Zukunft ungewiss und nach starken Start baute er zuletzt ab. Wenig Tempo, wenig Durchsetzungsvermögen, falsche Position. Sollte man hier im Kader umstellen und ihm vorne in der Spitze einsetzen, definitiv ein Kandidat für einen Verbleib.
Zu wenig Tempo
Im aktuellen Kader der Bremer ist etwas zu wenig Tempo, um den Gegner auch einmal zu überraschen oder zu überrennen. Das liegt auch am enorm hohen Altersschnitt. Mit Moisander, Langkamp, Gebre Selassie, Bargfrede, Kruse und Pizarro sind gleich sechs Leistungsträger über 30 Jahre alt. Rashica ist der einzige richtige Sprinter bei Werder, welcher aber noch zu viele Fehler in der Entscheidungsfindung macht. Hier muss man hoffen, dass Bartels genau so stark zurückkommt wie man ihn kennt.
Sommertransferfenster
Abgänge:
- Marco Friedl
- Milos Veljkovic
- Nuri Sahin
- Thanos Petsos
- Aron Jóhannsson
- Thore Jacobsen
Zugänge:
- 1-2 Innenverteidiger (Laifis, Koopmeiners, etc)
- DM-ZM-Hybrid (Spieler wie Ibrahim Sangaré)
- Mittelstürmer (Typ Pizarro)
Kader
Torwart
Pavlenka (Kapino, Plogmann)
Linksverteidiger
Augustinsson (BU, Beste)
Innenverteidiger
2 Neuzugänge, Langkamp (Moisander, Rieckmann)
Rechtsverteidiger
Gebre Selassie (BU, Beijmo)
Defensives Mittelfeld
Bargfrede (Neuzugang, M. Eggestein)
Zentrales Mittelefeld
M. Eggestein, Klaassen (Möhwald, Osako, DM-Neuzugang, Mbom)
Linksaußen
Rashica/Kruse (Neuzugang, Osako)
Mittelstürmer
Neuzugang (J. Eggestein, Sargent, Harnik)
Rechtsaußen
Bartels (Harnik)
Bilder-Quelle: werder.de
Sehr schöner und interessanter Beitrag deinerseits zur möglichen und wünschenswerten Zukunft des SV Werder Bremen. Ich verfolge die Grün-Weißen ja auch schon seit sehr vielen Jahren, auch wenn in Letzter Zeit nicht mehr ganz so intensiv wie Früher und würde dir in den meisten Punkten Recht geben. Auch ich würde einen neuen Innenverteidiger, ein bis zwei schnelle Außen und einen neuen Stürmer holen. Das 4-3-3 System finde ich grundsätzlich sehr gut aber Defizite in der Schnelligkeit sind auf den Außen unverkennbar. Bei einigen Dingen bin ich aber anderer Meinung als du. Für mich hat ein Bargfrede im Team nichts mehr verloren und einen Kruse sehe ich auch nicht auf Linksaußen, da ihm einfach das Tempo fehlt, ich sehe ihn eher inzwischen im zentralen offensiven Mittelfeld. Ansonsten aber kann ich deine Gedankengänge absolut nachvollziehen!
Sorry, aber Bargfrede ist der vllt mit Abstand unterschätzteste Spieler im Kader, wenn nicht einer der unterschätztesten in der Liga. Der Typ ist mega wichtig für Werders Spiel.
Kruse hat zB gegen Augsburg auf Links gespielt. Damit meinte ich auch eher, dass er eher nach außen ausweicht, was er jetzt ja auch immer mal wieder macht. Dass er nicht das Tempo hat stimmt, aber er bringt andere Qualitäten mit. Und wenn Augustinsson offensiver wird, dann passt das. Als ST ist er nicht passend, als OM wäre es das gleiche Problem wie jetzt auch. Bei 2 Außen wäre kein Stürmer da, bei zwei Stürmern fehlen 2 Außenspieler
Danke ein sehr cooler Bericht der jemand wie mich ein bisschen tiefer in das derzeitige Geschehen bei Werder Einblicken lässt.
Verfolge deine Posts immer wieder.
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Nach Johannes bleibt auch Maximilian Eggestein Werder erhalten. Jetzt fehlt nur noch eine Kruse-Unterschrift.
Gibt aktuell Infos, dass Werder trotz geplatztem Ayhan-Wechsel noch mit Düsseldorf wegen eines Neuzuganges verhandelt. Passend wäre da eig nur noch Stöger.
Und Awaziem von Porto wurde als IV in den Raum geworfen.
Bitterer wäre aber, wenn die Befürchtungen stimmen, dass Bargfrede im Sommer seine Karriere beenden könnte.
Sicher ist indes, dass Aron Jóhannsson den Verein verlässt, der Vertrag wird nicht verlängert.
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Saisonstart
In den ersten acht Spielen startete Werder furios, hatte aber auch ein sehr machbares Programm. Man holte fünf Siege, zwei Remis und musste eine Niederlage gegen den VfB Stuttgart hinnehmen, die ebenso vermeidbar war, wie das Remis gegen Nürnberg. Nachdem man sich am ersten Spieltag gegen Hannover noch sehr schwer tat, konnte man in Frankfurt gewinnen. Auch, weil man lange Zeit in Überzahl agierte und Milot Rashica in der 95. Spielminute einen Freistoß perfekt traf. Im anschließenden Heimspiel gegen Nürnberg führte man lange, doch kassierte diesmal aus dem Nichts in der Nachspielzeit noch den Ausgleich und verpasste erneut den Heimsieg. In Augsburg luden die Gastgeber Werder mit überragenden Geschenken zum Toreschießen ein und so gelang der nächste Auswärtssieg.
Anschließend gelang mit einer guten Leistung ein ungefährdeter 3:1-Sieg gegen Berlin, ehe man nach Stuttgart reiste. Das Spiel war die bis dato beste Saisonleistung, obwohl man eine Stunde ein Mann weniger war. Mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Klassen besser war man, doch man schaffte es nicht ein Tor zu schießen. So gingen die Schwaben in Front und Werder volles Risiko. Kohfeldt wechselte Offensivpower ein und so standen zwischenzeitlich nur zwei Verteidiger und kein Sechser auf dem Feld. Werder traf durch ein kurioses Tor. Sosa wirft einen Einwurf zurück auf Zieler, der berührt den Ball und lässt ihn dabei ins Tor rollen! Werder war wieder da und traf kurz darauf sogar den Pfosten, doch am Ende konterte der VfB eiskalt und gewann durch einen Treffer von Castro mit 2:1. Daraufhin folgten zwei überzeugende Siege gegen Wolfsburg und Schalke, womit man auf Rang drei sprang!
Erster medialer Hype
Durch diesen Erfolg auf Schalke entstand das erste Mal ein medialer Hype um das neue Werder, weil vor allem die Punktzahl stimmte. Siebzehn Zähler, drei weniger als Tabellenführer Dortmund. Maximilian Eggestein war der Shootingstar und Werder spielte mutig nach vorne. Doch man musste auch einige Dinge wieder ins Gedächtnis rufen. Man hatte keinen wirklich schweren Gegner zu Beginn. Auch bei Max Kruse lief es noch nicht rund, kam mit Übergewicht aus dem Sommerurlaub, angeblich weil er verletzt war und sein Programm nicht durchziehen konnte. Doch auch die Öffentlichkeit sah vor allem die Tabelle und jubelte Werder zu - vielleicht zu früh?
Knackpunkt Leverkusen
Mit Leverkusen kam der erste richtige Härtetest in das Weserstadion und Werders Heimserie riss. Unter Kohfeldt war man in allen 16 Heimspielen ungeschlagen, nun erwischte man den schwärzesten Tag dieser Saison. Bargfrede und Moisander fielen aus, dafür kam Friedl in die Startelf und auch beim Österreicher lief nichts zusammen. Es sollte sein letzter Einsatz gewesen sein, bis zum Rückspiel in Leverkusen. Mit 2:6 verlor man gegen die Werkself und gewann danach nur noch eines von acht Spielen der Hinrunde. Dabei mühte man sich mit viel Glück zu einem 1:1 in Freiburg, spielte dagegen gut gegen M'gladbach oder den FC Bayern, wo man dennoch ohne Punkte da stand. Einzig der Heimsieg gegen Düsseldorf sorgte noch einmal für einen Sprung in der Tabelle. Nach dem berauschenden 3:2 in Leipzig, bei dem man einen 2:0 Pausenrückstand ausglich und doch verlor, stand man zur Winterpause nur auf dem 10. Rang. Man holte seit Schalke nur noch 5 Zähler.
Vorne zu ungenau
Werder traf in jedem Spiel der Hinrunde und dennoch war am Jahreswechsel eines klar: Werder vermasselt zu viele Torchancen. Vor allem Rashica war die letzten Wochen in die Schusslinie geraten, viele sagten ihm schon die Bundesligatauglichkeit ab. Der Kosovare wurde zwischenzeitlich aus dem Team genommen, wegen fehlender Defensivarbeit. Aber auch Kruse war noch lange nicht in Form. Dennoch hatte Werder wenig mit dem Abstiegskampf zu tun und im DFB-Pokal lief es wenigstens gut. So gewann man gegen Wormatia Worms und die SG Weiche Flensburg souverän.
Zu viele Unentschieden für Europa?
Die Rückrunde startete ergebnistechnisch und spielerisch durchwachsener. In Hannover gewann man mit 0:1, wo man auch sechs oder sieben Tore hätte schießen müssen. Danach reichte es zu Hause gegen Frankfurt in einem offenen Schlagabtausch nur zu einem 2:2. Es folgte der wohl schwächste Auftritt dieser Saison in Nürnberg, bei dem man an den alten Rumpelfußball unter Dutt erinnerte. Wie am Ende trotzdem ein 1:1 auf der Anzeigetafel stand weiß auch keiner. In dieser Jubiläumswoche gab es dann ein Zwischenhoch, mit dem sensationellen Pokalerfolg in Dortmund (Bericht hier) und einem spektakulären 4:0 gegen den FC Augsburg, bei dem alles passte. Doch als man dachte Werder hat sich erholt, gab es in Berlin den nächsten Rückschlag. So schlecht wie in Nürnberg und nur durch einen dreifach abgefälschten Pizarro-Freistoß in der 94. Minute noch den Punkt gerettet. Die Spiele gegen Wolfsburg und Stuttgart endeten ebenfalls 1:1, die Remis vier und fünf bei zwei weiteren Siegen.
Rashica, Kruse und Pizarro die Lichtblicke
Neben dem immer starken Pavlenka waren drei Akteure die Lichtblicke und gefeierten Spieler bei Werder. Pizarro erreichte gegen Berlin mit seinem Tor einen weiteren Rekord und wurde der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Rashica und Kruse harmonierten nun besser und trafen immer öfter. Vor allem Kruse hatte seine körperliche Fitness wieder hergestellt und dadurch auch seine Form gefunden. Dennoch schien Europa schon zu weit weg zu sein, weil man es eben nur selten schaffte Siege mitzunehmen.
Werder begeistert wieder spielerisch!
Von da an wurde alles wieder besser. Gegen Schalke hatte man zwar noch einige Zeit Probleme, doch mit dem 2:1 Führungstor drehte man die Partie und war nun klar besser, gewann am Ende mit 4:2 und reiste nach Leverkusen. Dort siegte man erneut und spielte eine überragende erste Hälfte, musste in der zweiten aber verteidigen. Diesmal gab man die Partie nicht mehr aus der Hand, sondern fuhr auch mal diese Punkte ein und schlug per Konter sogar noch einmal eiskalt zu. Auch im DFB-Pokal holte man auf Schalke den nächsten Sieg und zog ins Halbfinale ein (Bericht hier). Erst am 30. Spieltag rissen dann wieder Serien, als man in München gastierte. Man wollte mutig sein und schaffte das auch, jedoch nur eine gute halbe Stunde lang. Hielt Bayern aber noch länger vom eigenen Tor fern. Erst nach dem Platzverweis gegen Veljkovic gelang den Bayern das Tor zum verdienten Sieg. Beim anschließenden DFB-Pokal-Halbfinale herrschte eine unglaubliche Atmosphäre in der Stadt und im Stadion, doch am Ende... nudhuscb. Error#
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Europa knapp verpasst
Danach war der Kopf leer und so verlor man gegen Düsseldorf extrem deutlich und verdient mit 1:4, holte gegen Dortmund nur einen Punkt bei dem man aber erneut Comeback-Qualitäten zeigte. Werder gab sich nicht auf, kämpfte um Europa und musste auf Patzer der Konkurrenten hoffen. Und diese patzten. Da man selber gegen Hoffenheim siegen konnte, hatte man am letzten Spieltag noch einmal eine Chance auf Europa, doch Augsburg hatte an diesem Tag keine Lust. So reichte es trotz des 2:1 gegen Leipzig nicht mehr zu Platz sieben, aber ganz Bremen ist am Ende nur stolz auf die Mannschaft. Die neue Saison wird eine Herausforderung. Vereine wie Schalke werden aufrüsten, Werder verliert Kruse, was aber auch eine gute Sache werden kann. Pizarro bleibt, Bargfrede ist langzeitverletzt und Bartels? Ob er noch einmal zurückkommen wird? Viele Fragen bleiben, aber eine Antwort gibt es. Werder ist einfach wieder wer. Und Werder wagt wieder zu träumen!
Noch keine großen Neuzugänge
Bei Werder Bremen hat sich in diesem Sommer noch nicht sehr viel getan, was die Transferaktivitäten angeht. Zumindest auf der Zugangsseite bei den Profis. Dort holte man mit Niclas Füllkrug einen neuen Stürmer zurück an die Weser. Über den Umweg Nürnberg und Hannover schaffte der 26-Jährige den Sprung in die Bundesliga und kehrte nun zurück zu seinem Jugendverein. Er soll für die notwendige Gefahr im Sechzehner sorgen. Mit Benjamin Goller verpflichtete man einen weiteren Perspektivspieler für den Flügel. Noch ist nicht entschieden ob der 20-Jährige aus der Schalker Jugend sofort bei den Profis eingeplant wird. Goller besticht durch enorme Schnelligkeit und einer guten Technik, gilt als Pendant zu Milot Rashica. Mit Wiemann folgte ihm ein Mannschaftskollege, welcher aber in der U23 die Innenverteidigung verstärken wird. Der nächste halbe Neuzugang ist Marco Friedl. Der Österreicher war anderthalb Jahre als Leihgabe in Bremen und wurde nun fest verpflichtet.
Neben den ablösefreien Abgängen von Thanos Petsos und Aron Jóhannsson verlor man auch einen Leistungsträger ohne Erlös. Werder Bremen ließ sich nicht auf den Poker mit Max Kruse ein und folgte nicht der Gehaltsforderung. De Bremer Spielmacher schloss sich Fenerbahce Istanbul an. Weiterhin ändert Werder sein Konzept im Nachwuchsbereich. Gleich elf Spieler wurden verliehen und sollen außerhalb Bremens Spielpraxis sammeln. Dafür ist die Regionalliga Nord einfach nicht stark genug.
Testspiele und Trainingslager
Florian Kohfeldt war überrascht, mit welchem Fitnesslevel seine Mannschaft aus dem Urlaub wiederkam. Fast alle waren voll im Saft und so viel der grundlegende Aufbau der Fitness fast ganz weg. So konzentrierte man sich auf den spielerischen Teil und die leichte Umstellung des Spielsystems, durch den Wegfall von Kruse. Weiterhin offensiv, weiterhin mutig aber leicht abgeändert. So war ein Satz im letzten Testspiel gegen Eibar (4:0) bezeichnend für diese Idee: "Wenn Nuri den Ball bekommt - Tiefe!" schrie Kohfeldt. Nuri Sahin bekam den Ball, die Offensivreihe startete im Vollsprint und der Heber von Sahin landete hinter der Abwehr. Drei Bremer waren alleine vor dem Torwart und Füllkrug vollendete. Immer wieder trainierte man diese Tiefenläufe und das "ballferne Aktivsein", die "essentiell für den Erfolg" sind. Jeder Spieler hat zu jedem Zeitpunkt eine Aufgabe, auch ohne Ball. Wenn einer dieser Aufgabe nicht nachkommt, fällt die gesamte Spielidee. Dazu standen vor allem Standardsituationen im Vordergrund, welche sehr oft einstudiert wurden.
Die Testspielergebnisse sind wie so oft bei Werder ohne Bedeutung und wenig euphorisch. Es ging gegen die WSG Tirol (1:0), den Karlsruher SC (0:3), SV Darmstadt (1:1), den VfL Osnabrück (0:1), den 1. FC Köln (1:0) und Eibar (4:0). Dabei wurde wenig rotiert und meist eine klare A-Elf und eine B-Elf aufgeboten, mit nur kleinen Anpassungen.
Gewinner und Verlierer der Vorbereitung
Es gibt praktisch dreieinhalb große Gewinner der Vorbereitung beim SV Werder. Der erste ist Josh Sargent, welcher gute Leistungen zeigte. Da Niclas Füllkrug nach seiner langen Verletzungspause behutsam aufgebaut wird, wird der US-Stürmer im Pokal und zum Ligastart wohl ganz vorne beginnen. Er wird deutlich mehr Minuten bekommen, als in der Premierensaison. Weiterhin kann man Yuya Osako definitiv als Nummer Zwei aufzählen. Der Japaner konnte dieses Jahr die komplette Vorbereitung mit dem Team absolvieren und zeigte, warum Kohfeldt in ihm einen Schlüsselspieler sieht. Er bildet gemeinsam mit Rashica und Sargent die wohl vorerst gesetzte Offensivreihe. Der dritte Mann im Bunde ist Marco Friedl. Dieser profitiert von den Verletzungen von Veljkovic und Langkamp, welche die Vorbereitung verpassten. Dadurch kam er öfter zum Einsatz und soll auch in der kommenden Saison als Nebenmann bzw. Nachfolger von Moisander weiter gefördert werden. Langkamp und Veljkovic sind dagegen zwei große Verlierer.
Eine Art halber Gewinner ist der 30-Jährige Christian Groß, welcher vor einem Jahr aus Osnabrück kam und die jungen Wilden in der U23 führen soll. Durch die Personalnot in der Defensive reiste er mit ins Trainingslager und mauserte sich zu einem geheimen Liebling von Kohfeldt. Eine Chance auf die Bundesliga hat er aber definitiv nicht.
Zu den Verlierern gehört ohne jeden Zweifel auch Martin Harnik. Der Spaßvogel im Team hat wohl keine Chance auf einen Stammplatz und darf den Verein verlassen. Mögliche Interessenten gibt es im Hamburger SV und Rapid Wien, beiden ist ein Transfer aber noch zu teuer.
Was noch passieren soll
Werder sucht noch weitere Verstärkungen und das ohne große Einnahmen, denn bis auf Harnik ist kein Verkauf geplant. Namen wir Soucek, Grujic oder Gregoritsch wurden gehandelt, doch keiner davon kam. Es zeigt aber in welchem Regal Werder mittlerweile wieder sucht. Dafür ist man auch bereit viel Geld zu investieren. Im Mittelfeld ist Gregoritsch weiterhin der Halbraumspieler der Wunschkandidat Nummer Eins ist, doch die Ablöseforderung Augsburg ist weiterhin zu hoch. Mit Thomas Murg von Rapid Wien steht eine günstigere aber riskantere Alternative auf dem Plan.
Ebenfalls von Rapid Wien wird immer wieder Rechtsverteidiger Mert Müldür. Der 20-Jährige gilt als großes Talent im Team der Österreicher, ist aber nur eine inoffizielle Notlösung. Denn man baggert noch immer intensiv am Namen Benjamin Henrichs. Er kann sowohl als Links- und Rechtsverteidiger agieren. Werder will ihn zwei Jahre leihen, Monaco nur verkaufen. Da die Gespräche seit sieben Wochen laufen scheint man dennoch Chancen zu haben.
Danach folgt auf der Prioritätenliste auf Platz 2 der neue Sechser! Bargfrede fällt erneut aus, Sahin blieb bisher verletzungsfrei, doch dahinter wird es eng. Hier sucht man weiterhin nach einem neuen Mann, jedoch wird es hier wohl auf ein Geduldsspiel hinauslaufen. Wahrscheinlich ist aktuell eine Leihe gegen Ende des Transferfensters, natürlich will man auch hier eine große Lösung präsentieren.
Die nächsten Spiele
03. August 2019 - 15:00 Uhr - Tag der Fans - Everton FC (H)
10. August 2019 - 20:45 Uhr - DFB-Pokal - Atlas Delmenhorst (A im Weserstadion - neuer Zuschauerrekord)
17. August 2019 - 15:30 Uhr - Bundesliga - Fortuna Düsseldorf (H)
Sonstiges
Werder Bremen verkauft den Stadionnamen. Mit der Firma wohninvest wird das Stadion nun in "wohninvest WESERSTADION" umbenannt. Dafür bekommen die Bremer 30 Millionen Euro für die kommenden 10 Jahre. Das deckt die laufenden Kosten am Anteil an der Weserstadion GmbH in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro jährlich. Auch der umstrittene Hauptsponsor Wiesenhof verlängerte bis 2022, dann wird man zehn jähriges Jubiläum feiern. So lange war noch kein Trikotsponsor bei Werder. Man hob im Gegenzug auch die Zahlungen von 7,5 auf 8,5 Mio. Euro an.
Die neuen Trikots sorgten bei den Fans für etwas Frust, wurden sie als zu langweilig beschrieben, vor allem für den Verkaufspreis. Das Ausweichtrikot dagegen wurde dann wohlwollend angenommen.
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Danke, schöner und informativer Bericht
Sargent und Friedl waren auch die Beiden, die mir im Test gegen uns besonders positiv aufgefallen sind.