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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klima und Umwelt



Lukasira
16.09.2019, 17:44
Die Thematik Klima und Umwelt ist gegenwärtig ja in aller Munde und in der Politik führt kein Weg daran vorbei. Mit diesem Thread möchte ich aber genau keine politische Diskussion entfachen, sondern ganz objektiv über das Thema diskutieren. Jeder hat hier seine Meinung und diese bitte ich auch zu akzeptieren, auch, wenn es Leute gibt, die hier irgendwelche Verschwörungstheorien preisgeben...

Deswegen einfach mal die Frage in die Runde: Wie seht ihr die gegenwärtige Lage und was muss, wenn überhaupt, passieren?

tibo
16.09.2019, 19:12
Fakt ist, kann man ja selten sagen bzw. wird man dafür in den meisten Fällen zu Recht korrigiert, aber ich glaube hier passt es: der Stand der Wissenschaft (https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/) + Lösungsansätze (ob die dann noch Fakten sind kann man diskutieren).

Bei der SZ gab es letztens einen Artikel, in dem führende Klimaforscher*innen politische Lösungen vorgeschlagen haben. Auch sehr interessant, denn das sind durchaus auch größere Einschnitte, von denen manche ja noch meinen, die bräuchte es nicht.

Des Weiteren gab es von Amnesty International eine Info-Grafik, inwiefern der Klimawandel jetzt schon die Menschenrechte in anderen Ländern berührt. Denn nicht nur leben wir aktuell auf Kosten der zukünftigen Generationen, sondern auch auf Kosten anderer Flecken auf der Erde.

robbynab
16.09.2019, 19:22
Keine Ahnung, wie es bestimmte Gruppen geschafft haben, wissenschaftliche Fakten als Meinungen darzustellen. :dash1:

GAD777
16.09.2019, 19:22
Ich persönlich finde das Thema Klima und Umwelt schon wichtig. Ich versuche auch hier und da darauf zu achten und trage mit Kleinigkeiten dazu bei, dass ich weniger Müll produziere. Das sind zum Beispiel Dinge wie eigene Einkaufstasche aus Stoff zum Einkaufen mitnehmen, Müll im Haushalt trennen, unsinnige Verpackungen bereits im Laden lassen und was ich ganz wichtig finde, keinen Müll wie Dosen, Kippen etc. einfach auf die Straße werfen, da kriege ich immer die Krise, wenn ich so etwas sehe. Andererseits fahre ich Auto oder fliege in den Urlaub. So ganz lässt sich nicht alles vermeiden und man kann es auch übertreiben. Ich finde, dass viele in Deutschland bzw. im nord-westlichen Europa schon sehr viel für das Klima und auch für die Umwelt tun, was man von anderen Nationen leider nicht wirklich behaupten kann. Beeindruckend fand ich persönlich, als ich vor einigen Jahren in Japan war, wie dort mit dem Thema umgegangen wird, zumindest was man so am Rande mitbekommen hat. Müll auf der Straße findet man dort keinen, selbst einen Kaugummi würde dort niemand einfach so auf die Straße spucken und das fängt schon in der Erziehung an. Da sind uns die Japaner voraus. Aber wie gesagt, wenn jeder nur ein wenig darauf achten würde, dann wäre der Welt schon geholfen!

Lukasira
16.09.2019, 19:31
Also ich bin wahrlich kein Klima-Profi und möchte mich noch nicht festlegen, welchen wissenschaftlichen Fakten ich da vertraue. Dass wir einen Klimawandel haben (und das schon immer), aber einen gegenwärtig doch radikalen, möchte ich gar nicht bestreiten. Man hat ja gesehen, wie die Seen austrocknen und die Sommer immer heißer werden. Trotzdem muss man da differenzieren.

Was mich nur nervt ist dieser Wahn, der sich in Deutschland abspielt. Jeden Tag geht gefühlt zehn mal die Welt unter und jeden Tag bedrohen uns neue Verbote, die unsere Freiheit einschränken - aber das nur in Deutschland. Man gewinnt den Eindruck, an unserer deutschen Grenze gibt es eine Klima-Mauer. Dass das Klima eine internationale Sache ist, wird irgendwie schnell vergessen... genauso die "tollen" Elektroautos. Keine Frage, so einen Tesla zu fahren und von 0-100 in 3 Sekunden zu sein ist richtig geil, aber umweltfreundlicher als ein Verbrenner sind die E-Autos noch nicht (Stichwort Lithiumgewinnung, kein Öko-Strom, der geladen wird, etc...) und leisten, jedenfalls in einer akzeptablen Größe, kann sich die auch fast niemand. Viele Dinge werden hirnlos und undurchdacht in die Welt gesetzt. Das führt zu nichts.

Ich finde: Unwelt-/Klimabewusst sollte man schon leben und denken, aber nur so gut es geht und ohne Freiheitseinschränkungen! Wenn der Obsthändler aus Frankfurt sein Obst nicht mehr verkaufen darf, weil sein VW Bus nicht mehr in die Stadt darf, dann ist das einfach totaler Quatsch. Dazu ist dieser bewusste Lebensstil auch eine finanzielle Frage. Angefangen bei den teuren, unverpackten Nudeln bis zum teuren E-Auto...

Viz-E
16.09.2019, 19:39
Ich für meinen Teil achte bei mir und meiner Familie schon länger im kleinen Rahmen auf die Umwelt. Beispielsweise kaufen wir seit Jahren nur mit Stoffbeuteln oder so Tragekörben ein.

Ich kaufe in der Regel nie Obst und Gemüse was extra eingeschweist ist. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden aber z.B. eingeschweiste Gurken werde ich NIEMALS kaufen. So ein unfassbarer Blödsinn. Wenn es mal Aktionen gibt mit "unschönem" Obst, kaufe ich auch immer dieses. Es ist genau das gleiche, wie das "schöne" Obst. Verstehe den Sinn dahinter nicht, dass sowas ausgefiltert wird.

Seit einiger Zeit, kann man bei uns im Edeka an der Wurst- und Fleischtheke beispielsweise die Sachen kaufen und sich in mitgebrachte Tuppersachen packen lassen (geht natürlich auch ohne original Tupper :sarcastic: ) das nutzen wir immer.

Auf Partys gibts schon ewig kein Plastikgeschirr und Pappteller mehr. Ich kann mein Geschirr auch spülen, dafür brauche ich sowas nicht. Strohhalme hab ich auch schon ewig nicht mehr genutzt, außer wenn man in Fast Food Läden kauft oder Cocktails nach Hause bestellt. Da lässt es sich auch wieder nicht vermeiden, weil ich mir den "Luxus" nicht nehmen lassen möchte und diese Läden es nicht anders anbieten. Sollte es Alternativen geben, würde ich mich immer für die Alternative entscheiden (nur nicht für die Alternative für Deutschland :pardon: )

Bei uns im Sausalitos gibts beispielsweise zum Cocktail Nudeln als Strohhalme. Für meine Trinkgeschwindigkeit hatte ich noch nie Probleme mit Aufweichen oder Geschmacksveränderungen.

Nächste Woche Montag kommt auch ein interessanter Bericht von Jenke von Wilmsdorf, den ich persönlich sehr mag, über Plastik. Die Experimente und Dokus von ihm waren bislang immer ganz gut, werde mir auch das anschauen und mir dann das für mich mitnehmen, was ich für interessant und wahr halte.

Ich fahre beispielsweise auch viel mit der Schwebebahn, dem Bus oder dem Zug. Liegt aber einfach daran, dass ich es hasse, wie andere Leute Auto fahren und zur Rush Hour würde ich sonst mit 250 Puls zuhause ankommen. Aber außerhalb der Arbeit nutze ich natürlich mein Auto und fliege auch liebend gern in den Urlaub oder fahre mit einem Kreuzfahrtschiff. Soweit ist es dann doch (noch) nicht.

Ich bin kein Öko, wähle nicht die Grünen und versuche nur, meinen kleinen Beitrag zu leisten, nicht noch mehr kaputt zu machen. Sicher geht noch mehr aber weniger geht auch.

Lukasira
16.09.2019, 19:58
Schön, wie hier doch geschrieben werden kann .. :good:

Pinturicchio
16.09.2019, 20:11
Es gibt hier und da Dinge bei denen ich darauf achte, aber auch vieles wo ich genauso viel Mist mache. Vieles aus Bequemlichkeit oder weil es nicht anders geht.

Ich persönlich kann keinem irgendwie dazu "drängen" umweltbewusster aufzutreten, weil es dann für mich Doppelmoral wäre.

Finde es immer witzig wenn auf Arbeit zwei diskutieren und keiner von seiner Meinung abrücken will. Ich werfe dann, egal welche der beiden Seiten, immer satirische Kommentare rein, welche dann nicht beantwortet werden können.

Find den Thread gut und werde hier mitlesen und vllt mal ab und an Einwürfe geben :)

Lukasira
16.09.2019, 20:32
Es gibt hier und da Dinge bei denen ich darauf achte, aber auch vieles wo ich genauso viel Mist mache. Vieles aus Bequemlichkeit oder weil es nicht anders geht.


So ist es bei mir auch. Ich verzichte sicherlich nicht auf mein Auto wenn ich zum Friseur fahre oder auf andere Dinge, nur weil es moralisch richtig ist. Natürlich versuche ich jetzt nicht, so umweltschädlich wie möglich zu leben und probiere schon, auf einige Dinge zu achten. Aber bevor ich zum Gemüsehändler um die Ecke fahre um mir meine Äpfel zu kaufen, nehme ich nun mal das 6-Pack in Pappschale und Plastiküberzug.

Das kann man auch global sehen. Wenn wir hier in Deutschland alles moralisch korrekt machen, dann ist das zwar schön und das kann man wollen, aber da wird uns niemand folgen.

Edouard1990
16.09.2019, 23:18
Interessantes Thema. Da ich in einem Supermarkt arbeite bekomme ich davon natürlich auch so einiges mit. Obwohl wir seit einiger Zeit schon keine Plastiksackerln mehr haben, gibt es unzählige Leute, die diesen hinterhertrauern, mich eingeschlossen. Wäre doch denke ich mal nicht so schwer, aus recyceltem Material so etwas herzustellen, so wie die Römerquelle-Flaschen. Papier als Ersatz ist einfach nicht passend, bei den Strohhalmen angefangen, über Verpackungsmaterial bis hin zu Papiersackerln. Wenn es regnet, unmöglich, die Sachen heil über den Parkplatz bis zum Auto tragen. Sehr begehrt sind bei uns die Schachteln, die gegen Abend immer in den großen Wägen liegen und normal gepresst werden, nehme ich übrigens auch, schon 5 Minuten damit im Regen gegangen, kein Problem. Mülltrennung mache ich auch, da es von meiner Wohnung bis zur Arbeit auch nur ca. 10km sind, so oft es geht auch mit dem Rad in die Arbeit, ansonsten auch lieber Öffis statt Auto.
Ich verstehe dann aber auch die Leute, die sich zB an den fehlenden Plastikdeckeln beim Joghurt oder dergleichen stören, ist bei den 500g Joghurts als Alleinlebender wirklich schlecht gelöst. Man kann aber auch bei so Krims-Krams-Läden Silikondeckel kaufen, die passen auf 250g oder 500g Becher, die kann man auch in den Geschirrspüler geben, ist praktisch.

MW2020
17.09.2019, 06:48
Ich habe es in einem anderen Thread schon mal angemerkt...Ich finde es toll, dass ein zwar instrumentalisierter Mensch (Greta Thunberg) es im Endeffekt aber doch geschafft hat eine Generation aufzuwecken...Es ist derzeit auf jeden Fall ein Hype, welcher positive Auswirkungen hat...Aber Hypes sind etwas gefährliches...So schnell sie kommen, können diese auch wieder verschwinden...Überhaupt in unserer schnelllebigen Zeit...Daher liegt es nun an unserer Politik, aus diesem Hype etwas Nachhaltiges zu machen...Derzeit ist wieder einmal Wahlkampf in Österreich angesagt (Wahlen sind am 29.9) und alle Parteien haben sich auf einmal dem Umweltschutz verschrieben...Zwar ist dies totale Augenauswischerei, da im Endeffekt vielen Parteien der Umweltschutz am **** vorbeigeht aber man muss das Thema derzeit aufgreifen, da man ansonsten derzeit in der Bevölkerung unten durch ist...
Ich würde mir wünschen, wenn der wohl designierte Kanzler Sebastian Kurz (wie ich zu ihm stehe, ist ein anderes Thema) eine Regierung mit den Grünen und den NEOS (Abspaltung vor 5 Jahren von der ÖVP) eingehen würde, da wenn er sich wieder für die FPÖ entscheiden würde, das Thema Umweltschutz den Bach runter gehen würde...
Und das ist auch schon das große essentielle Thema...Ich finde es löblich, wenn jeder von uns darauf achtet nachhaltig zu leben und seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich hält, ABER ohne dass die Politik die ganz großen Themen angeht, wird unser teilweise überlegtes und vorbildliches Handeln für Nichts sein...Darum ist es wichtig, dass die Menschen bei Wahlen diesen Aspekt ganz weit oben auf Ihrer Entscheidungsfindungsliste positionieren...Ein Gleichgewicht ist wichtig...faire Wirtschaft, Umwelt, Soziales ,Bildung sollten in unserem 21. Jhdt Vorrang haben...Es gibt genug Einsparungspotential in anderen Bereichen (zb.Militär)...Unsere Politiker müssen nur einmal in der Realität ankommen und nicht nur bis zur nächsten Wahl denken...

tibo
17.09.2019, 07:21
Ein Problem ist auch, dass alle die Verantwortung von sich weg schieben: Die Privatperson meint, das müsste schon die Politik machen. Die Politik will den Menschen nichts vorschreiben ("VerBotSpaRtei") und setzt dann auf die Freiwilligkeit der Unternehmen, welche wiederum "den Markt entscheiden lassen" also letztlich wieder die Privatperson.
Das ist dann eine Art der Deindividuation, die sich auch darin zeigt, dass man meint, man selber, Deutschland oder Europa hätten keinen großen Einfluss auf die ganze Sache.

Viz-E
17.09.2019, 07:25
Wenn wir hier in Deutschland alles moralisch korrekt machen, dann ist das zwar schön und das kann man wollen, aber da wird uns niemand folgen.

Es geht doch aber gar nicht darum, was Deutschland macht. Es geht doch darum was DU machst. Mir ist auch völlig Latte was China, Amerika oder Timbuktu machen, ich bin ein kleines unwichtiges Puzzleteil von 7,5 Milliarden Menschen aber wenn jeder sein Puzzleteil pflegt, egal wo auf der Welt, kann die Politik machen was sie will.


Interessantes Thema. Da ich in einem Supermarkt arbeite bekomme ich davon natürlich auch so einiges mit. Obwohl wir seit einiger Zeit schon keine Plastiksackerln mehr haben, gibt es unzählige Leute, die diesen hinterhertrauern, mich eingeschlossen. Wäre doch denke ich mal nicht so schwer, aus recyceltem Material so etwas herzustellen, so wie die Römerquelle-Flaschen. Papier als Ersatz ist einfach nicht passend, bei den Strohhalmen angefangen, über Verpackungsmaterial bis hin zu Papiersackerln. Wenn es regnet, unmöglich, die Sachen heil über den Parkplatz bis zum Auto tragen. Sehr begehrt sind bei uns die Schachteln, die gegen Abend immer in den großen Wägen liegen und normal gepresst werden, nehme ich übrigens auch, schon 5 Minuten damit im Regen gegangen, kein Problem. Mülltrennung mache ich auch, da es von meiner Wohnung bis zur Arbeit auch nur ca. 10km sind, so oft es geht auch mit dem Rad in die Arbeit, ansonsten auch lieber Öffis statt Auto.
Ich verstehe dann aber auch die Leute, die sich zB an den fehlenden Plastikdeckeln beim Joghurt oder dergleichen stören, ist bei den 500g Joghurts als Alleinlebender wirklich schlecht gelöst. Man kann aber auch bei so Krims-Krams-Läden Silikondeckel kaufen, die passen auf 250g oder 500g Becher, die kann man auch in den Geschirrspüler geben, ist praktisch.

Plastiktüten ist der größte Blödsinn überhaupt, ich bin froh, dass sie größtenteils abgeschafft sind. Das ergibt einfach 0 Sinn. Man kauft die, gibt jedes Mal Geld dafür aus. Zuhause packt man sie aus und nutzt sie bestenfalls nochmal als Mülltüte. Papptüten sind genauso dämlich, wie Du schon gesagt hast reißen die viel zu schnell. Aber es gibt so eine tolle Erfindung das heißt Stoffbeutel. Die kauft man einmal, kann sogar seinen nackten Arsc* drauf drucken lassen, wenn man möchte, und kann sie immer wieder benutzen UND sogar waschen wenn was dran kommt. Verrückt oder?

Diese Plastikdeckel beim Joghurt kann ich gut nachvollziehen. Mein Sohn isst jeden Abend Müsli mit Naturjoghurt, ohne Deckel wird der ranzig oder sogar schlecht. Diese Gummidinger finde ich als Alternative auch nicht die Ideallösung, da müssten die Hersteller der Becher sich was vernünftiges ausdenken. Gibt doch genug wiederverschließbare Möglichkeiten


Ich habe es in einem anderen Thread schon mal angemerkt...Ich finde es toll, dass ein zwar instrumentalisierter Mensch (Greta Thunberg) es im Endeffekt aber doch geschafft hat eine Generation aufzuwecken...Es ist derzeit auf jeden Fall ein Hype, welcher positive Auswirkungen hat...Aber Hypes sind etwas gefährliches...So schnell sie kommen, können diese auch wieder verschwinden...Überhaupt in unserer schnelllebigen Zeit...Daher liegt es nun an unserer Politik, aus diesem Hype etwas Nachhaltiges zu machen...Derzeit ist wieder einmal Wahlkampf in Österreich angesagt (Wahlen sind am 29.9) und alle Parteien haben sich auf einmal dem Umweltschutz verschrieben...Zwar ist dies totale Augenauswischerei, da im Endeffekt vielen Parteien der Umweltschutz am **** vorbeigeht aber man muss das Thema derzeit aufgreifen, da man ansonsten derzeit in der Bevölkerung unten durch ist...
Ich würde mir wünschen, wenn der wohl designierte Kanzler Sebastian Kurz (wie ich zu ihm stehe, ist ein anderes Thema) eine Regierung mit den Grünen und den NEOS (Abspaltung vor 5 Jahren von der ÖVP) eingehen würde, da wenn er sich wieder für die FPÖ entscheiden würde, das Thema Umweltschutz den Bach runter gehen würde...
Und das ist auch schon das große essentielle Thema...Ich finde es löblich, wenn jeder von uns darauf achtet nachhaltig zu leben und seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich hält, ABER ohne dass die Politik die ganz großen Themen angeht, wird unser teilweise überlegtes und vorbildliches Handeln für Nichts sein...Darum ist es wichtig, dass die Menschen bei Wahlen diesen Aspekt ganz weit oben auf Ihrer Entscheidungsfindungsliste positionieren...Ein Gleichgewicht ist wichtig...faire Wirtschaft, Umwelt, Soziales ,Bildung sollten in unserem 21. Jhdt Vorrang haben...Es gibt genug Einsparungspotential in anderen Bereichen (zb.Militär)...Unsere Politiker müssen nur einmal in der Realität ankommen und nicht nur bis zur nächsten Wahl denken...

Das ist mir auch schon wieder zu viel Politik für Umwelt/Klima. Was hat Dein Umweltbewusstsein mit der österreichischen Wahl oder Militär zu tun? Ob Du die Bananenschale draußen auf die Straße schmeißt oder in den Müll, ob Du die Gurke eingeschweißt kaufst oder nicht bestimmt nicht Sebastian Kurz :pardon:

MW2020
17.09.2019, 07:30
Ein Problem ist auch, dass alle die Verantwortung von sich weg schieben: Die Privatperson meint, das müsste schon die Politik machen. Die Politik will den Menschen nichts vorschreiben ("VerBotSpaRtei") und setzt dann auf die Freiwilligkeit der Unternehmen, welche wiederum "den Markt entscheiden lassen" also letztlich wieder die Privatperson.
Das ist dann eine Art der Deindividuation, die sich auch darin zeigt, dass man meint, man selber, Deutschland oder Europa hätten keinen großen Einfluss auf die ganze Sache.

Jeder Einzelne sollte natürlich nachhaltig leben ABER es gibt eben auch Themen wo wir mit Idealismus alleine nicht mehr viel ausrichten werden... Hier muss es zb. ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik geben...Natürlich kann man als Einzelner im Optimalfall mit seinen Handlungen Konsequenzen erzwingen, aber dafür bedarf es einer riesigen Bewegung der Bevölkerung...Und diese ist meiner Meinung nach utopisch, da die Mehrzahl der Menschen immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen wird...

MW2020
17.09.2019, 07:41
Das ist mir auch schon wieder zu viel Politik für Umwelt/Klima. Was hat Dein Umweltbewusstsein mit der österreichischen Wahl oder Militär zu tun? Ob Du die Bananenschale draußen auf die Straße schmeißt oder in den Müll, ob Du die Gurke eingeschweißt kaufst oder nicht bestimmt nicht Sebastian Kurz :pardon:

Da hast du mein Posting leider nicht verstanden...100 % gehe ich mit deiner Meinung, dass jeder Einzelne schauen sollte, dass er nachhaltig und bewusst lebt (hier sind deine Beispiele inbegriffen)...Dennoch ist es etwas utopisch, dass du glaubst, dass jeder Mensch so handelt...Es ist eher immer noch ein geringer Teil der Gesellschaft, welcher sich über solche Sachen Gedanken macht...Viele Menschen auf der Welt müssen kämpfen, dass Sie über die Runden kommen (in vielen abgestuften Varianten) und da ist der Umweltgedanke eher zweitrangig...Und viele Menschen auf der Welt sind auch in einem sogenannten Wohlstandskoma...Da wird dahin gejetet und dorthin gereist...Es wäre optimal wenn die Menschheit geschlossen aufwachen würde, denn dann könnten Veränderungen erzwungen werden...
Die Politik hätte aber eine Möglichkeit wegweisende Entscheidungen zu treffen...Es ist aber natürlich schwer, da diese Parteien natürlich vermeiden wollen, unbequeme Entscheidungen zu treffen...

Was Umweltbewusstsein mit einer Wahl zu tun hat? Ernsthaft? Ganz ehrlich mittlerweile schätze ich dich doch schon hier im Forum und bin mir sicher, dass du genügend im Kopf hast, dass du dir diese Frage selbst beantworten kannst...

Viz-E
17.09.2019, 08:30
Da hast du mein Posting leider nicht verstanden...100 % gehe ich mit deiner Meinung, dass jeder Einzelne schauen sollte, dass er nachhaltig und bewusst lebt (hier sind deine Beispiele inbegriffen)...Dennoch ist es etwas utopisch, dass du glaubst, dass jeder Mensch so handelt...Es ist eher immer noch ein geringer Teil der Gesellschaft, welcher sich über solche Sachen Gedanken macht...

Was Umweltbewusstsein mit einer Wahl zu tun hat? Ernsthaft? Ganz ehrlich mittlerweile schätze ich dich doch schon hier im Forum und bin mir sicher, dass du genügend im Kopf hast, dass du dir diese Frage selbst beantworten kannst...

Dann hast Du meinen Post leider nicht verstanden. Ich habe nirgendwo gesagt, dass jeder Mensch so handelt. Ich für mich handele so und wenn sich die Frage jeder für sich selbst stellt, muss er sich die auch beantworten. Entweder er *******t drauf und sagt "egal was morgen ist" oder er achtet darauf und wenn ich mir die Produktion von nachhaltigen Dingen anschaue, Kampagnen von Supermärkten oder auch die Social Media Accounts von Freunden und auch bekannten Leuten, ist das Bewusstsein immer stärker da. Eine Hauruckaktion durch irgendwelche Gesetze würde meiner Meinung nach eher das Gegenteil bewirken, als dieses stetige Wachstum von Umweltbewusstsein, wie er derzeit herrscht.

Wenn Dich die Versprechen der Politiker vor einer Wahl hinsichtlich Deinem Umweltbewusst beeinflussen bist Du doch selbst schuld?! Für mich haben irgendwelche Versprechungen oder Ankündigungen keinerlei Relevanz für mein eigenes Verhalten und deshalb hat das für mich auch nichts mit einer Wahl zu tun. Wer sich davon beeinflussen lässt ist selbst schuld. Das sind Leute, die auf irgendwelchen Plakaten auch markante Sprüche lesen und sich deshalb für eine Partei entscheiden

Lukasira
17.09.2019, 09:06
Naja, also die Politik hat schon direkten Einfluss darauf, wie ich handle. Dabei kommt es natürlich darauf an, welche Politik regiert. Angenommen wir hätten eine grüne Bundesregierung, kann man davon ausgehen, dass mehr Städte für Dieselautos gesperrt werden und es weitere Verbote gibt. Ist etwas verboten, sollte ich so handeln, dass ich mich an das Verbot halte. Insofern hat die Politik schon Einfluss auf unser täglich Handeln.

Aber zum Glück leben wir noch immer in einer liberalen Demokratie, was bedeutet, dass ich selbstverantwortlich handle und mir die Politik nicht 1:1 vorschreiben kann, wie ich zu leben habe.

forza juve
17.09.2019, 12:32
Ist ein sehr interessantes Thema und auf jeden Fall eine Geschichte der sich unsere Generation annehmen muss um den Planeten für kommende Generationen gesund zu erhalten.
Da sind wir einfach einer Generationenverantwortung.

Ich persönlich denke auf jeden Fall dass das allerwichtigste Thema der individuelle Umgang mit Umweltschutz ist. Wurden ja schon einige Themen hier genannt.... Öffis, Stoffsackerl usw.

Aber auch im Großen Stil muss etwas geschehen um die massiven Abrodungen in Brasilien zu stoppen oder dergleichen. Welche Maßnahmen da Ziel führend sind, das liegt in der Verantwortlichkeit der Politik.

Meine Entscheidungen zu Hause sind aber ganz und gar MEIN Ding.

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RichardBarcelona
17.09.2019, 16:26
Ich fahre beispielsweise auch viel mit der Schwebebahn, dem Bus oder dem Zug. Liegt aber einfach daran, dass ich es hasse, wie andere Leute Auto fahren und zur Rush Hour würde ich sonst mit 250 Puls zuhause ankommen.

:sarcastic: Oja, ich auch, hätte es nicht besser beschreiben können.

Ich wollte gestern schon was hier schreiben, hab es dann aber vergessen. Die letzten Posts habe ich nur überflogen, als ich Politik gelesen habe. :sarcastic:

Meine persönliche Meinung ist, dass das ganze, wie es momentan betrieben wird, völliger Schrott ist. Ne Welt ohne Plastik wirds nie geben (zum Glück) und da wo momentan reduziert wird ist einfach hirnverbrannt. Joghurts ohne Deckel, Strohhalme aus Papier, was kommt als nächstes? Sprite im Alufass, um ein Cola zu bekommen, Flasche von zuhause mitbringen? Ist so, wie wenn ich an der Tankstelle Diesel tanken will und ich muss dann einen Inhaltsstoff noch selbst reinschütten.
Wie es Edouard richtig angesprochen hat, recycelte PET-Flaschen, oder sogar Glasflaschen. Ich ärgere mich im Urlaub immer, wenn ich in Deutschland nichts bekomme, wo kein Einsatz drauf ist, aber fände das sogar noch besser, allerdings sollte man die Flaschen dann auch problemlos innerhalb der EU überall zurückgeben können.
Mülltrennung gibts zum Glück in Ungarn nicht so wirklich. In den gelben Sack kommt Plastik und Alu, der Rest einfach in den Mistkübel, von Glasflaschen angefangen über Holzplatten usw. Allerdings gibts hier ne Maschine, wo man Aludosen zurück bringen kann und dafür 4 Forint (1,5 Cent) pro Dose bekommt. Lohnt sich bei meinem Verbrauch schon, würde das aber auch nicht machen, wenn man dafür nichts bekommen würde.

GAD777
17.09.2019, 16:47
Wie steht ihr denn zum Beispiel zum Thema Motorsport wie Rallye, DTM, MotoGP, Formel 1 und so weiter? Alles total sinnlose Veranstaltungen, welche aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes sofort verboten werden sollten oder sinnvoll und absolut notwendig, da es weltweit viele Fans gibt, welche darauf nicht verzichten können?!

RichardBarcelona
17.09.2019, 21:03
Wie steht ihr denn zum Beispiel zum Thema Motorsport wie Rallye, DTM, MotoGP, Formel 1 und so weiter? Alles total sinnlose Veranstaltungen, welche aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes sofort verboten werden sollten oder sinnvoll und absolut notwendig, da es weltweit viele Fans gibt, welche darauf nicht verzichten können?!

Zweiteres, wobei da durch das Thema Spritsparen und ins Lächerliche strafen schon viel Reiz verloren gegangen ist, ganz drauf verzichten will ich aber nicht. Ich denke so ein Verbot wäre auch surreal und unmöglich durchzusetzen, dafür ist da zuviel Kohle im Spiel.

Viz-E
18.09.2019, 07:24
:sarcastic: Oja, ich auch, hätte es nicht besser beschreiben können.

Ich wollte gestern schon was hier schreiben, hab es dann aber vergessen. Die letzten Posts habe ich nur überflogen, als ich Politik gelesen habe. :sarcastic:

Meine persönliche Meinung ist, dass das ganze, wie es momentan betrieben wird, völliger Schrott ist. Ne Welt ohne Plastik wirds nie geben (zum Glück) und da wo momentan reduziert wird ist einfach hirnverbrannt. Joghurts ohne Deckel, Strohhalme aus Papier, was kommt als nächstes? Sprite im Alufass, um ein Cola zu bekommen, Flasche von zuhause mitbringen? Ist so, wie wenn ich an der Tankstelle Diesel tanken will und ich muss dann einen Inhaltsstoff noch selbst reinschütten.
Wie es Edouard richtig angesprochen hat, recycelte PET-Flaschen, oder sogar Glasflaschen. Ich ärgere mich im Urlaub immer, wenn ich in Deutschland nichts bekomme, wo kein Einsatz drauf ist, aber fände das sogar noch besser, allerdings sollte man die Flaschen dann auch problemlos innerhalb der EU überall zurückgeben können.
Mülltrennung gibts zum Glück in Ungarn nicht so wirklich. In den gelben Sack kommt Plastik und Alu, der Rest einfach in den Mistkübel, von Glasflaschen angefangen über Holzplatten usw. Allerdings gibts hier ne Maschine, wo man Aludosen zurück bringen kann und dafür 4 Forint (1,5 Cent) pro Dose bekommt. Lohnt sich bei meinem Verbrauch schon, würde das aber auch nicht machen, wenn man dafür nichts bekommen würde.


Zweiteres, wobei da durch das Thema Spritsparen und ins Lächerliche strafen schon viel Reiz verloren gegangen ist, ganz drauf verzichten will ich aber nicht. Ich denke so ein Verbot wäre auch surreal und unmöglich durchzusetzen, dafür ist da zuviel Kohle im Spiel.

Du weißt, dass ich Dich mag und bei Dir weiß ich auch, dass Du es mir nicht übel nehmen wirst aber genau so Einstellungen wie Deine sind doch das Grundproblem. "Ich will mir nicht meine Plastikflaschen verbieten lassen" "Joghurt ohne Deckel ist sowieso kacke" "Papier trenne ich nicht, weil man dazu nicht verpflichtet wird" "Strohhalme aus Holz? Was nehmen die Schwei*e uns als nächstes weg". So denkt halt immer noch ein Großteil der Leute und da liegt das eigentliche Problem. Um die Umwelt zu schützen/retten muss sich erstmal jeder an seine eigene Nase packen

Viz-E
08.10.2019, 09:49
Ich war ja zuletzt eine Woche in Griechenland in einem kleinen Ort Nähe Thessaloniki. Dort ist die Zeit gefühlt vor 20 Jahren stehen geblieben und das hat man auch in dem Umweltbewusstsein gesehen.

Jeder noch so kleine Einkauf (sei es 1 Banane für meinen Sohn) wurde in eine Plastiktüte gepackt, jegliche Lebensmittel sind 100 Mal in Plastik eingewickelt. Wir haben jeden Tag einfach mal einen kompletten Müllbeutel voll gehabt, weil es ja auch keinen Flaschen- oder Dosenpfand gibt. Dazu kamen die ganzen Glasflaschen, die man auch noch zum Container gebracht hat. Was wir da an Müll produziert haben, war echt der Wahnsinn und man konnte es dort einfach nicht verhindern, es gab keine anderen Produkte.

Als wäre das nicht schlimm genug sind die Mülltonnen dort alle völlig überfüllt, bei der Masse an produziertem Müll müssten die fast täglich geleert werden. Dadurch lag auch überall abseits der Hauptwege der Müll bzw. leere Plastikflaschen, Metalldosen und Glasflaschen rum.

Dieses Problem habe ich zwar auch schon in Spanien beispielsweise beobachtet aber das war nochmal ne Stufe krasser. Da können wir uns hier in Deutschland anstrengen wie wir wollen, solange solche Länder nicht mitziehen, die auch noch direkt am Meer liegen, wird das auf Dauer nichts.

Jetzt beim schreiben ist mir noch ein konkretes Beispiel eingefallen: Wir saßen in einem Restaurant direkt am Meer, die Stühle und Tische waren im Sand aufgebaut. Natürlich gabs auch hier zum Essen eine Flasche Nero (Wasser, Plastik natürlich) und Servietten etc. An bereits abgeräumten Nebentischen lagen die Flaschen und Servietten teilweise im Sand und lagen auch am nächsten Tag noch dort. Ein kurzer Regen und schon ist das ganze Zeug im Wasser. Unglaublich eigentlich

1948
08.10.2019, 09:55
Ja die Beobachtung konnte ich im Sommer auch auf Kreta machen. Aber es ist nicht nur in Griechenland so, wie du schon schriebst. Ich glaube überall wo ich bisher "hoppen" oder im Urlaub war, war es so. Sei es in England, in Bulgarien, in Timbuktu. Das einzige was die Griechen, und auch die Türken (sogar hier in den Märkten wie Sok oder Karadag) machen, ist jeden kack nochmal in Plastik einzuwickeln.

GAD777
08.10.2019, 11:22
Ist leider so. Während wir mit irgendwelchen E-Scootern durch die Stadt fahren, Müll trennen, auf Plastiktüten verzichten, Bio Produkte kaufen oder unsere Getränke aus Papierstrohhalmen zu uns nehmen, machen andere Länder was sie wollen und interessieren sich einen Feuchten für Klima und Umwelt. Da wird auch das bezopfte Mädchen nichts dran ändern!

Wolverine
08.10.2019, 14:32
E-Scooter sind übrigens gar nciht mal so umweltfreundlich ;)

E-Scooter momentan kein Beitrag zur Verkehrswende | Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/e-scooter-momentan-kein-beitrag-zur-verkehrswende#textpart-4)

forza juve
08.10.2019, 14:34
Aber sie machen Spaß.... :sarcastic:

Gandalf
09.10.2019, 14:00
E-Scooter sind übrigens gar nciht mal so umweltfreundlich ;)

E-Scooter momentan kein Beitrag zur Verkehrswende | Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/e-scooter-momentan-kein-beitrag-zur-verkehrswende#textpart-4)

Das Ganze gilt ja ebenso für E-Autos... bin mal gespannt wann die ersten E-Autos verschottet werden müssen. Das dauert wohl noch
einige Jahre aber die Entsorgung, gerade die der Akkus stelle ich mir spannend vor.

GAD777
09.10.2019, 17:00
Das Ganze gilt ja ebenso für E-Autos... bin mal gespannt wann die ersten E-Autos verschottet werden müssen. Das dauert wohl noch einige Jahre aber die Entsorgung, gerade die der Akkus stelle ich mir spannend vor.

Wie umweltschädlich die ganzen E-Akkus zum Beispiel bei der Entsorgung sind oder noch viel schlimmer, wie man diese überhaupt herstellt, dass man dafür zahlreiche natürliche Bodenschätze benötigt, welche aus den Regenwälder stammen, darüber wird kaum bis gar nicht berichtet. Das schadet halt dem Image der ach so tollen E-Autos, E-Scooter oder E-Bikes!

Interessiert letztendlich auch niemanden aber Hauptsache man schont so die Umwelt und das Klima :Ironie:

marc
09.10.2019, 17:07
Ich war ja zuletzt eine Woche in Griechenland in einem kleinen Ort Nähe Thessaloniki. Dort ist die Zeit gefühlt vor 20 Jahren stehen geblieben und das hat man auch in dem Umweltbewusstsein gesehen.

Jeder noch so kleine Einkauf (sei es 1 Banane für meinen Sohn) wurde in eine Plastiktüte gepackt, jegliche Lebensmittel sind 100 Mal in Plastik eingewickelt. Wir haben jeden Tag einfach mal einen kompletten Müllbeutel voll gehabt, weil es ja auch keinen Flaschen- oder Dosenpfand gibt. Dazu kamen die ganzen Glasflaschen, die man auch noch zum Container gebracht hat. Was wir da an Müll produziert haben, war echt der Wahnsinn und man konnte es dort einfach nicht verhindern, es gab keine anderen Produkte.

Als wäre das nicht schlimm genug sind die Mülltonnen dort alle völlig überfüllt, bei der Masse an produziertem Müll müssten die fast täglich geleert werden. Dadurch lag auch überall abseits der Hauptwege der Müll bzw. leere Plastikflaschen, Metalldosen und Glasflaschen rum.

Dieses Problem habe ich zwar auch schon in Spanien beispielsweise beobachtet aber das war nochmal ne Stufe krasser. Da können wir uns hier in Deutschland anstrengen wie wir wollen, solange solche Länder nicht mitziehen, die auch noch direkt am Meer liegen, wird das auf Dauer nichts.

Jetzt beim schreiben ist mir noch ein konkretes Beispiel eingefallen: Wir saßen in einem Restaurant direkt am Meer, die Stühle und Tische waren im Sand aufgebaut. Natürlich gabs auch hier zum Essen eine Flasche Nero (Wasser, Plastik natürlich) und Servietten etc. An bereits abgeräumten Nebentischen lagen die Flaschen und Servietten teilweise im Sand und lagen auch am nächsten Tag noch dort. Ein kurzer Regen und schon ist das ganze Zeug im Wasser. Unglaublich eigentlich

Jo ist mir im Kroatien Urlaub auch aufgefallen. Was wir da zu zehnt an einer Woche an Müll produzieren mussten, unglaublich. Das tut einfach nur weh, wenn man da am letzten Tag drei komplette gelbe Säcke mit Plastikflaschen an den Straßenrand stellen muss. Finde es nach wie vor unfassbar, dass es in so wenigen Ländern Pfand gibt.

Ich selber bin jetzt vor ein paar Monaten dazu umgestiegen, nur noch Getränke in Glasflaschen zu kaufen. Dafür muss ich jetzt zwar mit dem Auto einkaufen gehen statt zu Fuß, aber ich denke, das ist da das geringer Übel.

Hab neulich einen Artikel gelesen, den ich sehr spannend fand. Da ging es um die Frage, ob man zu einem gewissen Maße die Demokratie bzw. die freie Martkwirtschaft aufweichen sollte, um dafür eine weltweite Öko-Diktatur einzuführen. Finde den jetzt gerade leider nicht mehr. Aber das zu diskutieren, wäre wahrscheinlich eh wieder zu politisch hier :D

tibo
09.10.2019, 18:16
Was ist denn der Schluss, den man daraus zieht, dass es in anderen Ländern noch schlechter läuft?
Wenn es schlecht läuft halt wieder Deindividuation. Klar können alle Maßnahmen scheitern, weil nicht alle mitgezogen haben, aber wenn niemand den Anfang macht, hat man von Anfang an verloren.

Bei den E-Auto und E-Scootern ist natürlich immer die Frage, was sie ersetzen und ob sie im Vergleich dann besser abschneiden.
Bspw. schneidet jedes E-Auto in der Umweltbilanz besser ab, als ein klassischer Verbrenner. Ersetzt ein E-Auto also ein 'normales Auto' ist die Umweltbilanz besser. Ersetzt es aber bspw. das Rad oder den ÖPNV, sieht das wieder anders aus.
So ist es beim E-Scooter ja auch. Das sehe ich deshalb so kritisch, weil es eben eigentlich keine Konkurrenz für das Auto ist, sondern viel mehr für den Fuß- uns Radverkehr. Dann ist die Umweltbilanz im Vergleich natürlich wieder schlechter.

marc
09.10.2019, 18:49
Bei den E-Auto und E-Scootern ist natürlich immer die Frage, was sie ersetzen und ob sie im Vergleich dann besser abschneiden.
Bspw. schneidet jedes E-Auto in der Umweltbilanz besser ab, als ein klassischer Verbrenner. Ersetzt ein E-Auto also ein 'normales Auto' ist die Umweltbilanz besser. Ersetzt es aber bspw. das Rad oder den ÖPNV, sieht das wieder anders aus.
So ist es beim E-Scooter ja auch. Das sehe ich deshalb so kritisch, weil es eben eigentlich keine Konkurrenz für das Auto ist, sondern viel mehr für den Fuß- uns Radverkehr. Dann ist die Umweltbilanz im Vergleich natürlich wieder schlechter.

Das ist wirklich ein sehr guter Punkt, den ich so bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Find die Dinger eh ätzend, jetzt noch mehr :sarcastic:

Und was heißt Deindividuation? Noch nie gehört den Begriff

forza juve
09.10.2019, 19:05
Für mich ist der E Scooter ne Alternative zum Auto.
Muss 2 km in die Arbeit und bin zu faul fürs Rad

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robbynab
09.10.2019, 19:14
Da hier das Thema E-Autos aufkam: Man liest ja häufig, dass die in der Herstellung so umweltschädlich sind, dass ein Verbrenner in den ersten X Jahren/Kilometern theoretisch besser ist. Ist da eigentlich die Produktion von Auto und Benzin/Diesel mit eingerechnet? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Die Frage richtet sich vermutlich am ehesten an tibo. :D

tibo
09.10.2019, 19:51
Ich finde diesen Artikel in Bezug auf eine ARD-Doku sehr gut:
Wie eine ARD-Doku absurdes Zeug über Elektromobilität verbreitet und dadurch den Klimawandel verstärkt - Der Graslutscher (https://graslutscher.de/wie-eine-ard-doku-absurdes-zeug-ueber-elektromobilitaet-verbreitet-und-dadurch-den-klimawandel-verstaerkt/)
Da wird auch eine ältere Studie erwähnt und zum Vergleich genutzt wird. Demnach ist nach 46.000 gefahrenen Kilometern die Bilanz Produktions'kosten' E-Auto vs. CO2-Verbrauch eines Verbrenner-Autos ausgeglichen - exklusive Herstellung des Verbrenners.
Die Studie ist aber älter und nicht mehr aktuell. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass die Bilanz schneller ausgeglichen ist.

Viz-E
09.10.2019, 20:31
Ich find den ganzen Thread hier ziemlich cool. Friedliche Diskussion, obwohl jeder seine Meinung vertritt. :good:

RichardBarcelona
09.10.2019, 20:53
ob man zu einem gewissen Maße die Demokratie bzw. die freie Martkwirtschaft aufweichen sollte, um dafür eine weltweite Öko-Diktatur einzuführen.

In gewissen Ländern gibts die doch eh schon. Ich bin froh, wenn ich in Spanien zB einkaufen gehe und mir alles, was ich nicht mehr in den Rucksack bringe, gemütlich in ein Plastiksackerl geben kann und nicht Angst haben muss, dass mir der Dreck irgendwann durchreißt, oder wenn ich ne Schachtel nehme, wohin damit, wenn ich zuhause bin.
Genauso, dass man auch normales Obst und Gemüse einzeln bekommt, alles, was man hier stückweise bekommt ist sündhaft teurer Bio-Mist, der genauso schmeckt nur 3 mal so teuer ist.
Mal davon abgesehen, dass sie die Plastikdeckeln bei Joghurts, Aufstrichen, etc weglassen, jetzt fehlen sogar die Tragegriffe beim Cola oder ähnlichen 4er, 6er Trägern. :dash1:

Viz-E
28.01.2020, 08:01
Ich habe letztes Wochenende mal wieder passend zu diesem Thema hier erlebt. Es gibt bei uns in Wuppertal jetzt einen unverpackt Laden, sprich: Alle Lebensmittel ohne Plastik. Man bringt sich selbst Gläser, Holzgefäße, Jutebeutel oder Tupper oder was auch immer mit und kann sich dann die Menge abfüllen und mitnehmen, die man haben will.

An sich finde ich das ja eine super Idee, deshalb haben wir den Laden auch besucht. Preislich ist das aber oberstes Regal gewesen, wir haben mit der Besitzerin dort auch gesprochen und sie meinte das ist preislich in etwa wie Bio und dann nochmal ne Schippe drauf. Wenn ich dort meinen Monatseinkauf mache, schütze ich zwar die Umwelt aber bin dann Ende des Monats auch jedes Mal blank.

Als einziges Beispiel habe ich leider nur noch Eier im Kopf. Die kosten bei uns im Edeka in billig das 10er 1,99€, wenn ich welche vom regionalen Bauern hole zahle ich so zwischen 29 und 35 Cent, also wäre das 10er zwischen 2,90 € und 3,50€. Im Unverpacktladen würde mich das Ei 43 Cent kosten, also 4,30€ das 10er Paket.

Schöne Idee aber sowas muss bezahlbarer werden. Wir sind ja auch noch zwei Verdiener, was sollen Alleinstehende oder Familien mit mehreren Kindern oder nur einem Elternteil oder Hartzis dann erst machen. Für die ist so ein Laden völlig utopisch

forza juve
28.01.2020, 11:09
Vor allem warum ist das dann noch teurer wenn man sich eigentlich Verpackungskosten spart?

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Viz-E
28.01.2020, 11:26
Vor allem warum ist das dann noch teurer wenn man sich eigentlich Verpackungskosten spart?

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Ich kenne die genauen Wege jetzt nicht aber sie muss ja Händler finden, die das auch unverpackt verkaufen. Bringt ja nichts, wenn sie "hinter den Kulissen" 20 Tütchen aufreißt und dann in die Gefäße schüttet. Das ist wohl noch Mangelware wenn ich das richtig verstanden hab.

forza juve
28.01.2020, 11:33
Da kannst Recht haben

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FabianKlos31
07.10.2020, 14:30
Meine Gemeinde hat jetzt an der dreiwöchigen Aktion Stadtradeln teilgenommen und in unserem Kreis den ersten Platz belegt, 30.000 Kilometer vor dem zweiten Platz :D
Insgesamt wurden durch das Fahrradfahren in den drei Wochen 24 Tonnen CO2 eingespart!

Viz-E
08.10.2020, 09:12
Meine Gemeinde hat jetzt an der dreiwöchigen Aktion Stadtradeln teilgenommen und in unserem Kreis den ersten Platz belegt, 30.000 Kilometer vor dem zweiten Platz :D
Insgesamt wurden durch das Fahrradfahren in den drei Wochen 24 Tonnen CO2 eingespart!

Keine schlechte Sache. Ich würde aber niemals mit dem Rad im Straßenverkehr fahren. Hatte einmal als Kind und einmal als Jugendlicher ziemlich heftige Unfälle und bin einmal durch eine Taxi-Fensterscheibe und einmal quer über die Motorhaube geflogen. Niemals fahre ich im normalen Verkehr mit dem Rad.

FabianKlos31
21.10.2020, 08:33
Kommt dabei wahrscheinlich neben der Dummheit von Autofahrern auch auf den Verkehr an sich an. Also ob jetzt Großstadt oder nicht. Bei uns aufm Land (Gemeinde mit 20.000 Einwohnern) ist das eigl kein Problem mitm Rad im Straßenverkehr zu fahren. Allerdings sind letztens so ein paar Affen mit 1,50m Poolnudeln durch die Gegend gefahren um zu signalisieren, dass die Autofahrer den Mindestabstand zum Radfahrer einhalten müssen...

Noch zum Stadtradeln an sich: Ich selbst bin zwar auch immerhin knapp 70 Kilometer gefahren, aber nur in der Freizeit bzw. zu Sport Zwecken. Nicht um den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen zu ersetzen, daher wurde bei mir so gesehen kein CO2 eingespaart. Keine Ahnung wie das bei der breiten Masse der Teilnehmer aussieht, aber das verfälscht das Ergebnis natürlich ein Stück weit.

FabianKlos31
15.12.2020, 09:11
Bei besagtem Stadtradeln habe ich einen kleinen Preis gewonnen: Fahrradflickzeug, Leuchtdinger und ein Gemüsenetz. Man fühlt sich richtig öko wenn man im Supermarkt die Äpfel oder was auch immer in das Netz packt und keinen Plastik Beutel nehmen muss :sarcastic:

Viz-E
15.12.2020, 09:16
Ich nehme schon seit Monaten oder Jahren immer lose Äpfel, Möhren, Bananen etc.
Bei Bananen z.B. achte ich meist auch drauf, die einzelnen zu nehmen. Die lassen alle immer liegen :pardon: Ist mir doch wurscht ob die zusammenhängen oder einzeln sind

Gast467
15.12.2020, 21:16
Wir haben hier den Vorteil, dass auch die Nahversorgung fußläufig erreichbar ist. Auch wenn es also mal mehr wird, geht's im Zweifel mit dem Bollerwagen zum Netto ;)

Obst kaufen wir auch nur lose, aktuell nervt mich aber wieder diese "Vorsicht", dass vieles wieder doppelt und dreifach in Plastik eingewickelt wird, weil Corona ja da drauf sein könnte. Da mach ich mir bei dem Nicht-Bio-Zeug eher Gedanken, dass das Spritzmittel das Abwaschen überlebt, als der Erreger.

Ansonsten haben wir letztes Jahr einige Gutscheine für einen Unverpackt-Laden in der Nachbarstadt bekommen. Ergibt natürlich auch nur Sinn, wenn man jetzt nicht mit dem Auto dorthin fährt, weswegen es eigentlich immer auch etwas Aufwand ist, da einzukaufen (daher machen wir das aktuell nicht).

Aber sonst sind wir CO2-technisch schon viel besser am Start als die letzten Jahre: Kaum Milchprodukte, kein Fleisch, viel Bio, dieses Jahr fast alle Wege mit dem Rad oder zu Fuß gemacht und mittlerweile auch schon ganz guter Ertrag aus dem eigenen Garten.

Und aktuell ist es auch eine echt gute Beschäftigung mit den Kids sich um Pflanzen und Co. zu kümmern... Paw Patrol und Co. kommen trotzdem nicht zu kurz :D

forza juve
16.12.2020, 10:04
Da hab ich ja fast schlechtes Gewissen wenn ich das hier lese.

Ich kaufe zwar sehr viel regionales, was an der ländlichen Lage liegt. Beim Einlaufen guck ich aber im Geschäft wenig auf Verpackung und dergleichen. Sollte ich vl auch mal machen

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GAD777
16.12.2020, 12:50
Da hab ich ja fast schlechtes Gewissen wenn ich das hier lese.

Ach echt? Ich nicht. Muss jeder selbst wissen, wie man lebt, was man isst, was man einkauft, ob man lieber mit dem Rad oder Auto fährt und so weiter!

Viz-E
16.12.2020, 13:03
Bedingt gebe ich Dir da recht. Ich finde, um bei meinem Beispiel Bananen zu bleiben, muss ich jetzt nicht die in Plastik eingewickelten kaufen, die genau so viel kosten wie die ohne. Oder warum nimmt man die einzelnen nicht mit, sondern alle die zusammen sind. Du hast dadurch ja keinen Qualitätsverlust, zahlst nicht mehr oder weniger, aber reduzierst den Plastikmüll und "rettest" evtl. Obst vorm wegwerfen.

Noch schärfer sind ja die Gangster, die sich dann um das Obst noch eine Plastiktüte wickeln.

Sollten wir mal solche Tüten benötigen (wenn man Rosenkohl z.B. lose kauft) werden die zuhause nochmal als Badezimmer-Mülltüte wiederverwendet.

Ich bin jetzt keine Greta Thunberg oder ein Ökoaktivist aber das sind so Kleinigkeiten, auf die jeder achten sollte find ich.

GAD777
16.12.2020, 13:20
Bedingt gebe ich Dir da recht. Ich finde, um bei meinem Beispiel Bananen zu bleiben, muss ich jetzt nicht die in Plastik eingewickelten kaufen, die genau so viel kosten wie die ohne. Oder warum nimmt man die einzelnen nicht mit, sondern alle die zusammen sind. Du hast dadurch ja keinen Qualitätsverlust, zahlst nicht mehr oder weniger, aber reduzierst den Plastikmüll und "rettest" evtl. Obst vorm wegwerfen.

Da bin ich bei dir. Man kann schon auf einige Dinge achten und sollte nicht blind durch's Leben gehen. Dein Beispiel mit den Bananen zeigt das auf, das sind zwar nur Kleinigkeiten aber sinnvoll.

Ich meinte damit, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, so wie mit dem Beispiel Auto oder Rad. Der Radfahrer kann ja ruhig sein Rad benutzen und der Autofahrer gerne seinen Wagen. Was mich daran nur immer stört, sind so gegenseitige Vorwürfe, weil der eine nicht akzeptieren kann oder will, wie der andere sein Leben gestalten möchte. Das ist Quatsch. Soll der Radfahrer den Autofahrer in Ruhe lassen und umgekehrt ebenso, dann ist jeder zufrieden. Dem anderen seine Meinung aufzwängen wollen, das stört mich immer an solchen Sachen. Damit meine ich nicht dich, sondern allgemein. Und der Rad/Auto Vergleich ist ein Beispiel!

Pinturicchio
16.12.2020, 14:43
Ich habe noch nie Bananen in Plastik gesehen ehrlich gesagt :D

FabianKlos31
16.12.2020, 14:47
Ich auch nicht :D

Ich kaufe jetzt zwar Äpfel mit dem Gemüsenetz, aber Paprika zum Beispiel nehme ich immer das in Plastik gepackte 3-er Bundle. Keine Ahnung warum, ist eigl total unnötig, muss ich mir auch mal abgewöhnen.
Glaube wenn jeder auf so Kleinigkeiten achtet, Müll trennt, beim heizen die Fenster schließt etc., dann sind die Autos das kleinste Problem und es braucht keine Greta.

Viz-E
16.12.2020, 14:52
Edeka hatte das bei uns jahrelang. Genauso wie bei Gurken!

Radfahren würde für mich z.B. niemals in Frage kommen, da ich 2 Mal als Kind einen schweren Unfall hatte und niemals mehr in der Stadt fahren werde.

robbynab
16.12.2020, 15:05
Glaube wenn jeder auf so Kleinigkeiten achtet, Müll trennt, beim heizen die Fenster schließt etc., dann sind die Autos das kleinste Problem und es braucht keine Greta.
Plastikmüll (= schlecht für Umwelt, Tiere, Meere, ...) und Auto fahren (= schlecht für Klima) sind ja eigentlich verschiedene Paar Schuhe

Viz-E
16.12.2020, 15:16
Plastikmüll (= schlecht für Umwelt, Tiere, Meere, ...) und Auto fahren (= schlecht für Klima) sind ja eigentlich verschiedene Paar Schuhe

Bei Schuhen kommt es auch drauf an, wo sie hergestellt werden :wacko1:

forza juve
17.12.2020, 11:20
Plastikmüll (= schlecht für Umwelt, Tiere, Meere, ...) und Auto fahren (= schlecht für Klima) sind ja eigentlich verschiedene Paar SchuheDer Thread heißt aber auch Klima und Umwelt

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robbynab
17.12.2020, 13:36
Der Thread heißt aber auch Klima und Umwelt
Wollte es nur mal erwähnen, wird ja irgendwie immer durcheinandergewürfelt. Sind halt zwei Seiten einer Medaille.

Gast467
17.12.2020, 22:24
Na ja, Plastik wächst ja nicht an Bäumen und wird ja auch durch Einsatz von Energie und Rohöl produziert ;)

Ansonsten sind es bei uns halt auch genau diese kleinen Dinge, die wir uns an- bzw. abgewöhnt haben und wir leben aktuell nicht weniger fröhlich als zuvor oder man vermisst irgendwas.

Wir hatten bspw. mal zur Fastenzeit "Plastik-Fasten" probiert: also nichts einkaufen, was in Plastik eingepackt wurde. Man, das war vielleicht eine verdammt schwere Zeit :D

Plastik ist zwar auch so ein großes wichtiges Thema, aber gerade bei Nahrung ist es vor allem wichtiger darauf zu achten, wo die Sachen letztendlich herkommen und v.a. auch ob diese überhaupt der Saison entsprechen.
Großartig gekühlte Lagerwaren oder Treibhauswaren treiben den CO2-Fußabdruck ordentlich in die Höhe und es hat meist einen größeren Einfluss wenn man Bio kauft, anstatt "unverpackt".

Ansonsten muss ich zu meinem Beitrag auch sagen, dass sich bei mir mit einem Jobwechsel in meine Heimatstadt einfach auch vieles verändert hat und sich einfach auch meine täglichen Bedürfnisse total vereinfacht haben.

Ich verdiene besser und habe nur noch einen Weg von 4-5 km zur Arbeit. Da ist es natürlich auch um einiges leichter sich umzustellen.

Spiele nach diesem Jahr auch mit dem Gedanken mein Auto abzumelden oder zu verkaufen ... jemand Interesse an einem 2009er Clio mit mittlerweile leerer Batterie?! ;)

forza juve
18.12.2020, 10:38
Ich tu mir einfach immer mit den Bio Bezeichnungen in den Supermarktketten schwer. Hab da persönlich immer das Gefühl das ich verarscht werde. Kann aber nicht genau sagen warum. Deywegen probier ich alles was möglich ist regional zu kaufen. Eier, Fleisch, Milch, Gemüse bei den Bauern der Umgebung.....

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Gast467
18.12.2020, 11:34
Supermarkt Bio ist halt knallhart "greenwashed" und profitorientiert. Dem vertraue ich auch nicht unweigerlich.

Auf der anderen Seite habe ich hier im Moment eher das Problem, dass wir zwar viele Höfe in der Nähe habe, die aber fast nur noch 2-3 Produkte selbst anbauen. Dann sind die Kartoffeln bspw. von hier, aber der Rest ist denselben Weg gekommen, wie die Sachen aus dem Supermarkt und in der Regel ist den Bauern hier Bio auch tendenziell erstmal egal.

Solange Nachhaltigkeit keine wirtschaftliche Lobby aufgebaut bekommt, wird es halt schwer. Hat man ja auch schon häufig genug hierzulande verk*ckt, wenn ich nur so an die Herstellung von Solaranlagen denke...

tibo
19.12.2020, 11:20
Ich möchte einmal mehr betonen: Umwelt- und Klimaschutz ist keine allein private Entscheidung, denn die Entscheidung hat Einfluss auf andere Menschen (ganz abgesehen von Tieren) in teilweise anderen Ländern und vor allem für zukünftige Generationen. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt, wie es so schön heißt und was heute oft nicht gesehen wird.

Viz-E
19.12.2020, 12:09
Plastik ist zwar auch so ein großes wichtiges Thema, aber gerade bei Nahrung ist es vor allem wichtiger darauf zu achten, wo die Sachen letztendlich herkommen und v.a. auch ob diese überhaupt der Saison entsprechen.


Sowas machen wir z.B. auch. Ich muss im Dezember keine Erdbeeren aus Neuseeland kaufen. Was ist das für ein Dünnpfiff? Wir gehen im Sommer hier aufs Feld, pflücken da selbst und frieren dann für die Wintermonate ein. So hab auch im Winter regionale Erdbeeren. Genauso Brombeeren, die wachsen hier in unserem Garten, die werden einen Tag im Jahr massig gepflückt und eingefroren :pardon:


Ich tu mir einfach immer mit den Bio Bezeichnungen in den Supermarktketten schwer. Hab da persönlich immer das Gefühl das ich verarscht werde. Kann aber nicht genau sagen warum. Deywegen probier ich alles was möglich ist regional zu kaufen. Eier, Fleisch, Milch, Gemüse bei den Bauern der Umgebung.....

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Geht mir genauso. Kaufe im Supermarkt auch nichts Bio. Da gehe ich lieber zu unserem regionalen Bauern. Aber das ist natürlich auch eine Preisfrage. Letztens für Quark, Leberwurst (aus der Nachbarstadt, also auch irgendwo mit dem Auto angekarrt worden) und 6 Scheiben Käse 12€ da gelassen :pardon:

Gast467
20.12.2020, 23:41
Irgendwie witzig: wenn ich hier donnerstags zum Wochenmarkt gehe, zahle ich gefühlt immer meine rund 10 Euro. Egal, ob es nun drei Äpfel oder der Weihnachtseinkauf ist :D (gefühlte Wahrheit ;))

---------- Neuer Beitrag um 23:41 ---------- Vorhergehender Beitrag um 23:40 ----------


Ich möchte einmal mehr betonen: Umwelt- und Klimaschutz ist keine allein private Entscheidung, denn die Entscheidung hat Einfluss auf andere Menschen (ganz abgesehen von Tieren) in teilweise anderen Ländern und vor allem für zukünftige Generationen. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt, wie es so schön heißt und was heute oft nicht gesehen wird.

Ja, klaro.

Aber wenn man in einem wirtschaftlichem System lebt, müssen auch dafür wirtschaftliche Reize gesetzt werden.

Corona, Fremdenhass und Co. zeigen, wie weit man kommt, wenn man auf die Einsicht und Vernunft der Menschen baut...

forza juve
21.12.2020, 09:53
Ich möchte einmal mehr betonen: Umwelt- und Klimaschutz ist keine allein private Entscheidung, denn die Entscheidung hat Einfluss auf andere Menschen (ganz abgesehen von Tieren) in teilweise anderen Ländern und vor allem für zukünftige Generationen. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt, wie es so schön heißt und was heute oft nicht gesehen wird.

Die Entscheidung ob man gewisse Dinge macht oder nicht ist trotzdem privat getroffen. Nachdem es ja dazu nicht wirkliche gesetzlich verpflichtende Regularien gibt. Und wenn es welche gibt, gibt es hunderttausend Ausnahmen und damit kann es sich jeder Konzern drehen wie man will. :pardon: