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  1. AW: Edouard1990's kretive Ecke.

    #11
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    Standard AW: Edouard1990's kretive Ecke.

    Projekt 1: (Teil 2)



    Spieltage 1-10:

    Der Startschuss der neuen BEK-Liga erfolgt Ende Juli und mit großer Vorfreude ging man bei Dinamo Tiflis in die Saison. Was die wenigsten wissen: Dinamo Tiflis ist der Sieger des Europapokals der Pokalsieger 1980/81, dem Vor-Vorgängerbewerb der Europa League. Trotzdem liegen internationale Spiele weit zurück, ausgenommen von den ersten paar Qualirunden für die Europa League oder Champions League hat man schon lange kein Pflichtspiel mehr gegen andere europäische Großclubs absolviert. Das wird sich auch in dieser Saison nur geringfügig ändern, zwar sind Levski Sofia, APOEL Nikosia, VSC Debrecen, Partizan Belgrad oder Dinamo Bukarest für georgische Verhältnisse durchaus klingende Namen, doch das große Los wäre definitiv ein Aufstieg in die erste Liga, welcher allerdings schwierig werden wird. Vorbereitet hat sich die Truppe von Kakhaber Kacharava in Belgien, wo mit Metalist Kharkiv und Spartak Trnava auch zwei BEK-Erstligisten ihre Vorbereitung absolvierten. Gelost wurde man in eine Gruppe mit Royal Excel Mouscron Peruwelz, KAS Eupen und dem spanischen Zweitligisten RCD Mallorca. Die Mannschaft überstand die Gruppe überraschenderweise ohne Niederlage, man besiegte Mallorca mit 3:0 und KAS Eupen mit 2:0, verlor aber das letzte Spiel gegen Royal Excel Mouscron Peruwelz mit 0:1 und musste den Belgiern damit den Gruppensieg überlassen, um ein läppisches Tor! Das führte auch dazu, dass man im Halbfinale auf Metalist Kharkiv traf, man bot dem haushohen Favoriten einen harten Kampf, ging sogar 1:0 in Führung, doch unterlag letztendlich der individuellen Klasse der Ukrainer deutlich mit 2:5. Mouscron hingegen konnte seinen Vorteil des Gruppensieges auch nicht nutzen und verlor gegen den FC Lugano mit 2:1.Die Schweizer setzten dem jedoch noch die Krone auf und rangen im Finale sensationell Metalist im Elfmeterschießen nieder, nach 90 Minuten stand es 1:1 Unentschieden. Trotzdem war man mit dem Vorbereitungsturnier zufrieden, vorallem Giorgi Chakvetadze stach heraus.

    Gruppenspiel 1:

    Dinamo Tiflis 3:0 RCD Mallorca
    Chakvetadze 12., 26., 67.


    Gruppenspiel 2:

    KAS Eupen 0:2 Dinamo Tiflis
    Chakvetadze 25., 45.


    Gruppenspiel 3:

    Dinamo Tiflis 0:1 Royal Excel Mouscron Peruwelz
    Mbombo 63.


    Halbfinale:

    Dinamo Tiflis 2:5 Metalist Kharkiv
    Kiteishvili 31., Ananidze 88.; Sosa 35., 39., 49., Gladkyi 70., Marlos 93.


    Dann wurde es ernst und der Spielplan meinte es mit den Georgiern nicht gut, denn mit VSC Debrecen, Dinamo Bukarest und APOEL Nikosia erwischte man gleich drei der vier nominell stärksten Mannschaften aus der Liga. Doch man mogelte sich durch das hammerharte Auftaktprogramm im Stile eines passionierten Pazifisten, generierte nicht den Funken von Gefahr und holte mit einem Gesamtscore von 1:0 Toren und einem Elfergeschenk im ersten Spiel unglaubliche 5 Punkte, besser ging es nicht. Dabei wusste man nichtmal, wie man aus der Partie gegen Debrecen ohne Gegentor davonkam, denn die Ungarn dominierten das Spiel nach Belieben, hatte nicht weniger als 14 Chancen, doch Adam Szalai, Balazs Dzsudzsak und Kollegen brachten den Ball einfach nicht im gegnerischen Tor unter. Als kurz vor Schluss ein harmloser Eckball zu hoch wegsprang und dabei einem Verteidiger an die Hand, gab es auch noch Elfmeter und Giorgi Chakvetadze ließ verdutzte georgische Fans jubeln, niemand wusste, wie man zu diesen drei Punkten kam.

    Im ersten Heimspiel am zweiten Spieltag gegen Dinamo Bukarest, ebenso wie am darauffolgenden dritten Spieltag auswärts gegen APOEL Nikosia stand vorallem die Defensivreihe im Mittelpunkt, man hielt in beiden Spielen die Null und trotzte den starken Gegnern so einen Punkt ab. Gegen die Zyprioten zeigte auch erstmals Goalie Makaridze, dass er ein starker Rückhalt ist, er parierte den Elfmeter von Renan Bressan kurz vor der Pause. Doch auf Dauer würde man dem hochgesteckten Ziel Aufstieg mit einer 0:0 Serie nicht näher kommen, es mussten Tore her und die gab es auch.
    Im Nationalpokal schaltete man Ligakonkurrent Akhisar mit 1:0 aus, Goldtorschütze in einem schwachen Spiel war Bonke Innocent in der 75. Minute.

    Türkisch ging es auch in der Liga weiter, dort wartete mit Kasimpasa ein Gegner, der die ersten drei Spiele allesamt verloren hatte. Die Türken gingen zwar durch Tarkan Serbest in Führung, aber quasi im direkten Gegenzug sorgte Makarenko für den Ausgleich. Und als es dann schon fast vorbei war und ein erneutes Remis, diesmal mit Toren, Gestalt annahm drosch Giorgi Kvilitaia aus 25 Metern auf einen schlecht geklärten Ball und brachte Dinamo Tiflis doch noch den späten Sieg.

    Ein leichter Gegner wartete am 5.Spieltag, der FK Sarajevo schien genau der richtige Gegner zu sein, um die lahmende Offensiver der Georgier endlich in Fahrt kommen zu lassen, doch tief stehende Bosnier machten einem das Leben nicht leicht. Kaum ein Durchkommen, so musste kurz vor der Pause erneut eine Standardsituation herhalten, ein Elfmeter, den der zuvor gefoulte Giorgi Chakvetadze eigenhändig verwandelte. Kurz vor Schluss schlug dann wieder Edeljoker Giorgi Kvilitaia zu, der Ex-Rapidler traf diesmal eine Minute früher als gegen Kasimpasa zum 0:2 Endstand.

    Auch am 6.Spieltag ließ man die Fans lange zittern, gegen den namhaften Gegner ZSKA Sofia hatte man in der ersten Halbzeit Glück, nicht in Rückstand zu geraten, aber Makaridze parierte einige Hochkaräter von Nedelev und Serginho. In der 57. Minute ging man dann wie aus dem Nichts in Führung, Kiteishvili köpfte nach einem Eckball aus kurzer Distanz ein. Zwar glich Yusupha Njie 10 Minuten später aus, aber in der Nachspielzeit war es Papunashvili der sich auf dem rechten Flügel durchtankte und aus spitzem Winkel traf.

    Eine Woche später hatte man dann kein spätes Glück mehr und musste gegen Kayserispor die erste Saisonniederlage einstecken. Offensiv harmlos und einmal hinten nicht aufgepasst, dann war es schon passiert. Asamoah Gyan traf als Einziger in Minute 72. Dafür überzeugte die Truppe von Kacharava eine Woche darauf beim Auswärtsspiel im Stadion pod Dubnom gegen MSK Zilina, gegen die Slowaken gelang zwar erneut nur ein Treffer, aber man hatte einige gute Möglichkeiten, einen zweiten Treffer zu erzielen.

    Als Rückschlag musste man das 2:2 am 9.Spieltag gegen KF Skënderbeu Korçë bezeichnen, dabei hatte man richtig Glück, die zweite Saisonniederlage noch abzuwenden. Erwartungsgemäß brachte Kiteishvili die Gastgeber in der ersten Halbzeit in Führung, aber Sadiku kurz nach der Pause und ein böser Schnitzer von Goalie Makaridze in der 82. Minute sorgte dafür, dass die Albaner die Partie drehten. Mit der allerletzten Aktion gelang Lobjanidze aus einem Gestocher hinaus doch noch der späte Ausgleich in Minute 95.

    Auch am 10.Spieltag gegen Olimpija Ljubljana sah es lange Zeit nicht gut aus, denn Eleke brachte die Slowenen in Minute 20 in Führung, zu harmlos präsentierte sich Dinamo Tiflis vorallem offensiv. Aber wieder war es ein später Treffer durch Makarenko in der 88. Minute, der Dinamo Tiflis spät aber doch noch einen Punkt sicherte.
    Auch wenn in den meisten Partien viel Glück dabei war, kann man den Saisonstart als sehr gelungen bezeichnen, man steht in der Tabelle auf Platz 2, gerade einmal einen Punkt hinter Spitzenreiter Hajduk Split. Punktegleich dahinter steht Partizan Belgrad auf Platz 3. Eher enttäuschend verlief der Start für Dinamo Bukarest, VSC Debrecen und APOEL Nikosia eher mittelmäßig, man steht nur im Tabellenmittelfeld, richtig über startete Levski Sofia in die Saison, 9 Punkte bedeuten gerade einmal Platz 17. Doch noch steht ein lange Saison vor Dinamo Tiflis und man sollte sich vorallem offensiv schnell steigern, 11 Tore in 10 Spielen bedeuten gerade einmal Mittelwert.

    Ergebnisse im Detail:

    1.Spieltag:

    Debreceni VSC 0:1 Dinamo Tiflis
    Chakvetadze 89. (E.)


    2.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 0:0 Dinamo Bukarest


    3.Spieltag:

    APOEL Nikosia 0:0 Dinamo Tiflis
    Bressan (APO) verschießt Elfer (39.Min)


    Nationalpokal:

    Dinamo Tiflis1:0 Akhisarspor
    Innocent 75.


    4.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 2:1 Kasimpasa
    Makarenko 21., Kvilitaia 89.; Serbest 18.


    5.Spieltag:

    FK Sarajevo 0:2 Dinamo Tiflis
    Chakvetadze 45. (E.), Kvilitaia 88.


    6.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 2:1 ZSKA Sofia
    Kiteishvili 57., Papunashvili 91.; Njie 66.


    7.Spieltag:

    Kayserispor 1:0 Dinamo Tiflis
    Gyan 72.


    8.Spieltag:

    MSK Zilina 0:1 Dinamo Tiflis
    Ananidze 57.


    9.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 2:2 KF Skënderbeu Korçë
    Kiteishvili 34., Lobjanidze 95.; Sadiku 51., Makaridze 82. (ET)


    10.Spieltag:

    Olimpija Ljubljana 1:1 Dinamo Tiflis
    Eleke 20.; Makarenko 88.


    Tabelle:


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  2. Die folgenden 3 Benutzer sagen Danke Edouard1990 für deinen sinnvollen Beitrag:

    marc (07.01.2019), Nummer777 (07.02.2019), Ramelow28 (12.02.2019)

  3. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #12
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    Alter Falter, was für ein Megaprojekt. Aber sowas ist man von dir mittlerweile gewöhnt, da du immer etwas Großes auf die Beine stellst. Selbst die normalen Spielerstories sind schon immer stark aufgezogen wurden.

    Ich muss sagen, dass ich das Ganze recht interessant finde und wenn es sowas in der Realität gäbe, hätte mab sicherlich eine weitere sehr spannende Liga, da bei den meisten aus dem Balkan etc. ja immer nur 1-2 stärkere Teams vorhanden sind. Ich denke, dass Besiktas generell eine gute Figur abgeben wird, da die einfach einen starken Kader besitzen

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  4. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #13
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    Projekt 1: (Teil 3)



    Spieltage 11-19:

    Am 11.Spieltag Mitte Oktober traf man auf die schwer gebeutelten Bulgaren von Levski Sofia. Die neue BEK-Liga bekam den Teilnehmern aus der Parva Liga gar nicht gut, Ludogorets stand in der ersten Liga auf einem Abstiegsplatz anstatt mit Serienmeistertiteln in der Champions League um Punkte zu kämpfen, ZSKA stand mit Platz 11 im grauen Mittelfeld der zweiten Liga und Levski war als 17. gerade so auf einem Nichtabstiegsplatz. Man erkannte im Spiel allerdings schnell, dass hier ein Team, das deutlich über seinen Möglichkeiten spielte, auf ein Team traf, bei dem genau das Gegenteil der Fall war. Schon länger sind die Zeiten vorbei, als Levski noch Dauergast in Europa war, der Zahn der Zeit nagte nicht nur am Stadion, sondern auch das Team präsentierte sich so, als wären die Spieler schon seit einigen Jahren über dem Zenit. Schlaff und emotionslos, ohne jegliches Aufbäumen ließ man sich schlussendlich 4 Tore von den Georgiern einschenken, besonders kurios dabei das erste. Der Senegalese Ndoye beförderte nach einer scharfen Hereingabe, die Kvilitaia verpasste, alleine und komplett unbedrängt den Ball ins eigene Tor. Chakvetadze und ein heute besonders treffsicherer Jano Ananidze legten nach, das 4:0 auch in dieser Höhe mehr als verdient.

    Deutlich schwerer als in der Liga wurde es für Dinamo im Nationalpokal. Dort wartete mit Besiktas Istanbul der ungeschlagene Tabellenführer der ersten Liga, der natürlich als klarer Favorit ins Spiel ging. Und man merkte schnell, dass hier Besiktas klar besser war, trotzdem ging Dinamo wie aus dem Nichts durch eine verunglückte Abwehr von Besiktas' Defensive in Führung. Allerdings erhöhten die Türken nun den Druck und quasi postwendend verwertete Quaresma eine Hereingabe von Oguzhan Özyakup zum Ausgleich. Es spíelte nur noch Besiktas, Dinamo Tiflis kam zu vereinzelten Kontern, doch wirklich vielversprechende Chancen gab es erwartungsgemäß keine. Überraschender war, dass die georgische Defensive, sowie Keeper Makaridze die rollenden Angriffe der schwarz-weißen alle abwehren konnten und den haushohen Favoriten in die Verlängerung zwangen. Auch dort fiel keine Entscheidung, sodass letztendlich die ultimativ letzte Instanz, das Elfmeterschießen entscheiden musste. Von den ersten 5 Schützen vergab jeweils einer, gleich der erste der Türken und der vorletzte von Dinamo. Doch beim sechsten Schützen versagten Otar Kiteishvili die Nerven, nachdem zuvor Özyakup getroffen hatte, scheiterte er an Karius. Trotz des Ausscheidens ging man aber mit erhobenem Haupt vom Platz, man hatte dem Favoriten hier bis zur letzten Sekunde einen harten Kampf geliefert und scheiterte nur hauchdünn.

    Nur 3 Tage später gab es bereits das nächste Ligaspiel, daheim gegen Slovan Bratislava war Coach Kacharava gezwungen zu rotieren und frische Kräfte zu bringen. Zu sehen gab es zwei völlig konträre Spielhälfte, in der ersten agierte Tiflis wie gewohnt, spielte gefällig und ohne komplizierte Spielzüge offensiv und ging durch Chakvetadze in der 17. Minute in Führung. Nach der Pause merkte man aber, dass Slovan das aktivere Team war, in der letzten Viertelstunde gelang dann Lukas Haraslin noch der nicht unverdiente Ausgleich, schlussendlich trennte man sich leistungsgerecht und fair mit 1:1.

    Ein schwieriges Auswärtsspiel gab es eine Woche später in Serbien. Gegen Partizan Belgrad, einen direkten Konkurreten wären 3 Punkte ganz wichtig, doch die Serben haben bisher noch keines ihrer Heimspiele verloren und begannen sehr spielfreudig. Folgerichtig gingen die Gastgeber in der 26. Minute auch durch Mitrovic in Führung. Dinamo tat sich schwer gegen die spielstarken Serben, kam nur vereinzelt zu Chancen. In der Schlussphase erhöhte man dann das Risiko, brachte mit Zivzivadze eine zweite Spitze. Doch schlussendlich war es eine Standardsituation, die spät noch Erfolg brachte. Nach einem Eckball stieg Giorgi Kvilitaia am höchsten und köpfte wuchtig ein, dabei blieb es dann auch.

    Am 14.Spieltag reiste man ins südöstliche Rumänien, in die Schwarzmeermetropole Constanța, wo man beim FC Viitorul zu Gast war. Der erst 10 Jahre alte Club, der aus der Fußballschule der rumänischen Ikone Gheorghe Hagi hervorging und 2017 erstmals rumänischer Meister wurde wollte sein 10-jähriges Jubiläum mit dem Aufstieg feiern, doch davon war man leider ziemlich weit entfernt. Umso wichtiger wäre ein Sieg heute gegen Dinamo Tiflis, aber die Georgier präsentierten sich erneut sehr stark und überraschten die durchaus engagierten Rumänen. Chakvetadze und Innocent sorgten für die 2:0 Führung, bis der Anschlusstreffer durch Suciu das Spiel in der Schlussphase nochmals spannend machte, aber Tiflis rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte mit dem nächsten Sieg erstmals den Sprung an die Tabellenspitze.

    Eine Woche später stand das Stadtderby gegen den FC Saburtalo an. Während Tiflis ganz oben thronte, sah es beim südlichen Stadtrivalen ganz anders aus, man war abgeschlagener Letzter und brauchte dringend Punkte. Das kam es ganz recht, dass sich Dinamo auf die defensiv eingestellte Gäste nicht wirklich gut einstellen konnte, man kam nur schwer durch, das Spiel glich einer Partie Rasenschach. Kurz vor dem Ende hatten Dvalishvili und Lukas Hufnagel noch eine Doppelchance und hätten Dinamo beinahe kräftig die Suppe versalzen, aber es blieb beim 0:0, die Tabellenführung war Dinamo damit allerdings wieder los.

    Am 16.Spieltag erwartete man mit dem Gastspiel bei Hajduk Split ein weiteres schweres Auswärtsspiel. Die Kroaten, deren Ziel der Aufstieg war, standen momentan nur auf Platz 7 und brauchten dringend Punkte, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das sah man auch in jeder Phase des Spieles, zudem schien es so, als könnte Dinamo Tiflis nicht so befreit aufspielen wie sonst, hatte man realisiert, dass man womöglich wirklich aufsteigen konnte? Zumindest zum Nachdenken sollte das heutige Ergebnis auf jeden Fall, denn es setzte eine deftige 4:1 Pleite, nach dem Ausgleich durch Chakvetadze kam nicht mehr viel, mit dem Ergebnis war man am Ende noch ganz gut bedient, denn entfesselte Kroaten bombadierten Makaridze's Tor bis zur letzten Minute.

    Befreiungsschlag misslungen! So oder so ähnlich konnte man das Geschehen des 17. Spieltages zusammenfassen. Ein erneut lustloser und vorallem defensiv schwacher Auftritt hielt Dinamo Tiflis vor Augen, dass auch die schwächeren Teams in der Liga einem ordentlich weh tun können. So sah man sich im Boris Paitschadze Nationalstadion nach 16 Minuten mit einem 0:2 Rückstand konfrontiert, nach Atdhe Nuhiu doppelt getroffen hatte. Dass sich der FC Prishtina, Tabellen-17. nun hinten einigelte, war nur allzu logisch, schließlich galt Tiflis nicht als das spielstärkste Team. Doch die Kosovaren halfen etwas mit, nach der roten Karten für Rexhbeçaj kurz vor der Pause schienen die Chancen für die Georgier größer, doch es dauerte bis in die Schlussphase, bis Chakvetadze per Strafstoß endlich den lang ersehnten Anschlusstreffer erzielte. Tiflis warf nun alles nach vorne, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Aber mit der allerletzten Aktion und einem Gestocher im Strafraum gab es doch noch einen Grund für die Fans zum Jubeln, der eingewechselte Tsitaishvili besorgte buchstäblich in letzter Sekunde den Ausgleich und sicherte Tiflis so zumindest noch einen Punkt.

    Am 18.Spieltag war Coach Kakhaber Kacharava wieder rundum zufrieden. In einem einseitigen Spiel gegen den harmlosen mazedonischen Vertreter Vardar Skopje feierte man einen ungefährdeten 4:0 Auswärtssieg, Kiteishvili, Papunashvili und Chakvetadze sorgten bereits zur Pause für eine konfortable 3:0 Führung, in Hälfte zwei legte der georgische Youngster noch einen drauf und übernahm damit auch die Führung in der Torschützenliste.

    Auch eine Woche später hieß das Ergebnis nach 90 Minuten 4:0. Dabei war der türkische Pokalsieger Akhisarspor in der ersten Halbzeit ein durchaus ebenbürtiger Gegner, doch nach der Pause zerfielen die Türken in ihre Einzelteile und Dinamo Tiflis nutzte jeden Schnitzer eiskalt aus, letztendlich war das Ergebnis etwas zu hoch, der Sieg aber hochverdient. Da Olimpija Ljubljana nur Remis spielte konnte man wieder 2 Punkte aufholen und liegt nun 2 Punkte hinter den Slowenen auf Platz 2, punktegleich mit Partizan Belgrad und knapp vor den nächsten Verfolgern.

    Ergebnisse im Detail:

    11.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 4:0 Levski Sofia

    Ndoye 15. (ET), Chakvetadze 45., Ananidze 45.+, 90.; -


    Nationalpokal 3.Runde:

    Besiktas Istanbul 1:1 n.V. (5:4 n.E) Dinamo Tiflis
    Quaresma 14.; Kiteishvili 12.


    12.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 1:1 Slovan Bratislava
    Chakvetadze 17.; Haraslin 74.


    13.Spieltag:

    Partizan Belgrad 1:1 Dinamo Tiflis
    Mitrovic 26.; Kvilitaia 81.


    14.Spieltag:

    FC Viitorul 1:2 Dinamo Tiflis
    Suciu 84.; Chakvetadze 20., Innocent 78.


    15.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 0:0 FC Saburtalo
    Gelb-Rot: Papunashvili 54. (TIF)


    16.Spieltag:

    Hajduk Split 4:1 Dinamo Tiflis
    Susic 6., Maloca 44., Jelavic 53., Sprocati 77.; Chakvetadze 15.


    17.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 2:2 FC Prishtina
    Chakvetadze 81. (E.), Tsitaishvili 94.; Nuhiu 3., 16.
    Rot: Rexhbeçaj 41. (PRI)


    18.Spieltag:

    Vardar Skopje 0:4 Dinamo Tiflis
    -; Kiteishvili 22., Papunashvili 30., Chakvetadze 45., 57.


    19.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 4:0 Akhisarspor
    Kharabadze 56., Ananidze 61., Chakvetadze 64., Kvilitaia 68.; -


    Tabelle:


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  5. Die folgenden 3 Benutzer sagen Danke Edouard1990 für deinen sinnvollen Beitrag:

    Misterwhite84 (09.02.2019), Nummer777 (07.02.2019), Ramelow28 (10.02.2019)

  6. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #14
    Pate EFL Championship Avatar von Misterwhite84
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    nach der Hinrunde ist der Meisterschaftskampf total spannend...
    der Tabellenführer aus Slowenien überrascht mich etwas...
    knapp dahinter kommst du aber bereits mit Tiflis...
    im Cup knapp gescheitert gegen den großen Favoriten aus Istanbul...das zeigt, dass bei einem Aufstieg alles möglich ist...

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  7. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #15
    Legende Avatar von Edouard1990
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    Zitat Zitat von Misterwhite84 Beitrag anzeigen
    nach der Hinrunde ist der Meisterschaftskampf total spannend...
    der Tabellenführer aus Slowenien überrascht mich etwas...
    knapp dahinter kommst du aber bereits mit Tiflis...
    im Cup knapp gescheitert gegen den großen Favoriten aus Istanbul...das zeigt, dass bei einem Aufstieg alles möglich ist...
    Danke dir für das Feedback. Ja, dass Ljubljana vorne ist, überrascht mich auch, ich habe zwar beim Zusammenstellen der Kader nicht auf die eigentliche Stärke der Mannschaften geachtet (ging zB bei Korçë gar nicht, da es nur begrenzt Albaner gibt), aber so übermäßig stark ist Ljubljana nicht. Eines kann ich schon vorweg nehmen, ich werde entweder schon im Sommer oder spätestens im nächsten Winter wechseln, weil ich mich mit Transfers extrem schwer tue, da es keine anderen Georgier gibt, außer bei den anderen beiden Mannschaften und auf die Jugend setzen geht auch nicht wirklich, in Georgien kann man nicht scouten, Russland passt wegen der politischen Differenzen her eigentlich nicht und Türkei ist zwar ein Nachbarland, aber in der georgischen Liga spielt glaube ich kein einziger Türke. Endziel ist auf jeden Fall Steaua Bukarest, mal schauen, ob was gutes und interessantes dabei ist gegen Saisonende.


    Projekt 1: (Teil 4)



    Spieltage 20-29:

    Nach einer kurzen Winterpause ging es am 20.Spieltag mit der Rückrunde los. Dinamo Tiflis gastierte in Rumänien im Namensduell mit Dinamo Bukarest. Dinamo Bukarest hatte große Aufstiegsambitionen und wollte diese it einem Heimsieg und starkem Auftakt zur Rückrunde untermauern, aber die Mannschaft sah sich erst einmal rollenden Angriffen der georgischen Gäste ausgesetzt. Einen davon vollendete Makarenko in Minute 11 zum 1:0. Bukarest kam nur selten vor das gegnerische Tor, aber zwischen der 25. und 35. Minute hatten sie ihre stärkste Phase, in welcher auch der Ausgleich durch Florin Andone fiel. In der zweiten Halbzeit ging jeglicher Schwung verloren und das Spiel bekam einen statischen Charakter, keiner wollte offensiv zu viel riskieren und hinten Räume öffnen, so blieb es letztendlich beim 1:1.

    Eine Woche später wollte man im Heimspiel gegen APOEL Nikosia wieder gewinnen, aber auch für die Zyprioten zählte jeder Punkt, um nicht den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu verlieren. Wie schon am letzten Spieltag gehörte auch dieses Mal die Anfangsphase den Georgiern und Giorgi Chakvetadze schob in der 8. Minute nach schönem Kombinationsspiel zum 1:0 ein. Bis zur Pause ging das auch gut, man konnte APOEL gut in Schach halten, aber nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste wie ausgewechselt aus den Katakomben des Boris Paitschadse Nationalstadions. Kurze Zeit später dann die entscheidende Szene, Kiteishvili beging kurz vor dem eigenen Strafraum ein Foul, der Schiedsrichter zückte die gelbe Karte, mit Folgen, des es war seine zweite in diesem Spiel. Und es kam noch schlimmer, denn Alireza Jahanbakhsh versenkte den folgenden Freistoß unhaltbar im linken Kreuzeck, ein Traumtor! Nun drückte APOEL und Dinamo Tiflis musste um diesen einen Punkt zittern. In der 73. Minute hatte erneut Jahanbakhsh die Chance auf dem Fuß, aber er scheiterte vom Punkt an der Querlatte. Mit viel Glück zitterte sich Tiflis zu zehnt über die Zeit, nahm immerhin einen weiteren Punkt mit.

    Unter der Woche gab es den Auftakt im Ligapokal. Wie schon im Nationalpokal erwischte man einen Erstligisten, allerdings war Maribor mit einer guten Leistung durchaus zu besiegen. Und auch wenn es in Hälfte eins hauptsächlich Szenen im Mittelfeld und kaum Torraumszenen gab, besserte sich die offensive Ausbeute nach circa einer Stunde Spielzeit. Zuerst netzte Ilicic nach einer schönen Einzelaktion, wenige Minuten später gelang Kvilitaia der Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit, die Verlängerung musste über den Sieger entscheiden. Und gleich zu Beginn dieser Verlängerung war Maribor einmal unaufmerksam, der eingewechselte Nikita Golubev konnte sich auf dem Flügel durchstehlen und traf aus spitzem Winkel zur Führung. Für den 17-jährigen russischen Eigenbauspieler, der bereits seit 12 Jahren in Tiflis lebt, war es 3 Wochen nach seinem Kurzdebüt in der Liga sein erster Profitreffer, zum perfekten Zeitpunkt! Maribor warf nun immer weiter alles nach vorne um noch den Ausgleich zu schaffen. Tiflis wirkte platt, aber hinten stand man bombensicher, in der letzten Minute der Verlängerung fuhr man noch einen Konter mustergültig aus, der frische Merebashvili nahm Golubev mit nach vorne, der scheiterte am Torhüter der Solwenen, aber von hinten kam Giorgi Kvilitaia mit der zweiten Luft angerauscht und besorgte das 3:1, der Todesstoß für Maribor. Tiflis jubelte, man hatte den favorisierten Erstligisten erfolgreich ausgeschaltet.

    So gut man sich im Pokal gezeigt hatte, so ineffektiv präsentierte man sich in der Liga. Gegen Kasimpasa rutschte Golubev erstmals in die Startelf, das Kvilitaia um eine Pause bat. Der Jugendspieler und seine Kollegen hatte in der ersten Halbzeit Chancen um 2 Spiele deutlich zu gewinnen, aber erst kurz vor der Pause war ein Distanzschuss von Jano Ananidze das Mittel zum Erfolg. Auch in Hälfte zwei dominierte man die Türken nach Belieben, aber im Abschluss wurde einem schon von Zusehen schlecht. So kam es, wie es kommen musste, nach einer Ecke besorgte Koita in der Schlussphase per Kopf den Ausgleich für die Türken, Coach Kacharava fuchsteufelswild ob der inferioren Chancenverwertung. Tiflis bleibt im neuen Jahr in der Liga sieglos und spielt zum dritten Mal in Folge 1:1.

    Eine Woche später gab es dann den langersehnten ersten Sieg im neuen Jahr. Der FK Sarajevo war dabei ein dankbarer Gegner, denn die Bosnier offenbarten defensiv Lücken, durch die problemlos ein Schulbus durchgepasst hätte. Kvilitaia besorgte die frühe Führung, Chakvetadze legte 5 Minuten später nach. Nach einer guten halben Stunde war nach einem Eckball der aufgerückte Innenverteidiger Lochoshvili zur Stelle, kurz vor der Pause erhöhte Chakvetadze mit seinem zweiten Treffer auf 4:0. Von den Bosniern kam nichts, defensiv löchrig wie Schweizer Käse und offensiv harmlos wie eine zahnlose Raubkatze. Als kurz nach dem Seitenwechsel Makarenko zum 5:0 traf mussten die Bosnier aufpassen, nicht in ein herbes Debakel zu laufen. Aber Tiflis schaltete in der zweiten Halbzeit deutlich zurück, dennoch traf Chakvetadze nahc einer guten Stunde zum 6:0 Endstand. Der erste Sieg im neuen Jahr, was für eine Erlösung!

    Eine Woche später war von der Euphorie und dem Selbstvertrauen aber nichts mehr zu sehen, denn im Auswärtsspiel gegen ZSKA Sofia agierte man ängstlich und zu vorsichtig, zudem fabrizierte man zu viele Eigenfehler. Gleich den ersten nutzte Gyasi in der 5. Minute zur frühen Führung für die Bulgaren, mühsam kämpfte sich Tiflis zurück und nach 26 Minuten war es Kvilitaia der nach einem Eckball am höchsten stieg und zum Ausgleich einnickte. Aber entfesselte Bulgaren waren nicht kleinzukriegen, kurz vor der Pause traf Serginho sehenswert per volley zum 2:1. Die Zeit lief in Hälfte zwei gegen die Gäste und auch wenn man das spielbestimmende Team war, wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Erst in der 88. Minute erlöste Chakvetadze seine Mannschaft mit einer sehenswerten Einzelaktion zum 2:2 Ausgleich.

    Ein komisches Spiel war die Begegnung zwischen Dinamo Tiflis und Kayserispor am 25.Spieltag. Man begann gut und sorgte für viel Druck und ging auch folgerichtig durch Kvilitaia in Führung. Doch von einem auf den anderen Moment stellte man quasi das Fußballspielen ein und machte den Gegner damit stark. Dieser kam in der 38. Minute durch Mensah zum nicht unverdienten Ausgleich. In Hälfte zwei drückten die Türken auf die Führung und vergaben einige gute Chancen. Mitten hinein in die beste Phase fand dann ein gewaltiger Schuss aus der Distanz den Weg ins Tor, unter kräftiger Mithilfe von Keeper Yildirim. Nun wollte Tiflis nicht denselben Fehler wie nach dem 1:0 machen und presste. Man ließ den Türken wenig Raum und war drauf und dran das 3:1 zu erzielen, aber Keeper Yildirim hielt großartig. Dann ein Einwurf von der linken Seite, Lochoshvili versucht zu klären, schießt seinen Gegenspieler an, der Ball fliegt in hohem Bogen zur Mitte, wo Innocent das Kopfballduell verliert und plötzlich Türüç frei vor Makaridze auftaucht. Der Angreifer lässt sich diese Chance nicht entgehen und trifft zum 2:2 Endstand.

    Am 26.Spieltag war der MSK Zilina zu Gast in Tiflis. Die Slowaken standen ein paar Punkte hinter den Aufstiegsplätzen und setzten von Beginn an alles auf Offensive um hier drei Punkte mitzunehmen. Dieser Anfangsdruck überraschte auch die Gastgeber, denn nach nur 3 Minuten stand es 1:0 für Zilina. Aber man kämpfte sich in das Spiel zurück, in der 35. Minute beendete Kiteishvili einen schön herausgespielten Angriff zum 1:1 Ausgleich. Wirklich nahe an eine mögliche Führung kam man nie heran, da Zilina hinten zu gut stand, aber in der Schlussphase machten die Slowaken nochmals mächtig Druck, zwangen die Heimmannschaft zu Fehlern und einer davon ließ das Spiel spät aber doch noch kippen. Ein Steilpass in die Lücke verleitete Makarenko dazu die Notbremse zu ziehen, der Ukrainer opferte sich und musste mit der roten Karte gehen, doch er verhinderte eine hundertprozentige Torchance. Aus dem Freistoß im Mittelfeld wurde nichts, aber drei Minuten später bekam Tiflis die Rechnung präsentiert, als die Slowaken einen schnellen Angriff über den Flügel spielten und die Flanke in der Mitte genau Mraz fand, der Makaridze mit einem wuchtigen Kopfball keine Chance ließ.

    Erneut unter der Woche war man im Ligapokal im Einsatz, der Gegner im Achtelfinale hieß Fenerbahce Istanbul, ein scheinbar unbezwingbarer Gigant. Aber kampflos wollte sich Dinamo nicht ergeben, spielte mutig mit und erwischte die türkische Defensive eiskalt. Nach nur 5 Minuten besorgte Papunashvili die frühe Führung. Fenerbahce brauchte etwas, um den Schock zu verarbeiten, aber dann legten sie los und zeigten ihre Klasse. Innerhalb von 5 Minuten drehten Dirar und Ayew das Spiel, kurz vor der Pause vereitelte Buliskeria eine hochkarätige Chance von Ayew. Auch nach dem Wechsel war 'Fener' dominant, Valbuena erhöhte auf 3:1 und der Ampelkarte für Khocholava und dem fälligen Strafstoß für den Favoriten schien die Sache durch zu sein, aber Ayew scheiterte an sich selbst, kunstvoll wollte er den Ball in die Mitte lupfen, setzte diesen aber zu hoch an, der Ball landete oben auf dem Netz. Dinamo musste mit Fortdauer des Spiels mehr riskieren, aber die Türken schienen sich ihrer Sache zu sicher und machten Tiflis stark. Und die kamen! In der 75. Minute war es Kvilitaia der auf 3:2 verkürzte und die mitgereisten Fans noch einmal träumen ließ. Und tatsächlich, in der 87. Minute konnte die türkische Verteidigung eine Situation nicht klären, der Ball landete irgendwie bei Kiteishvili, der fackelte nicht lange und hielt drauf, der Ausgleich, unglaublich, Fenerbahce verspielte eine 2-Tore-Führung in Überzahl! Und beinahe wäre es noch richtig schlimm gekommen, denn in der Nachspielzeit köpfte Kvilitaia eine Chakvetadze-Flanke an die Außenstange. Tiflis zwang also den haushohen Favoriten in die Verlängerung und auch wenn man mittlerweile schon eine halbe Stunde in Unterzahl spielte und platt war, gelang Lobjanidze in der 110. Minute das 4:3. Nun gab es kein Halten mehr, alle Verantwortlichen der Georgier waren am Ausrasten, doch noch ging das Spiel 10 Minuten. In der 116. Minute sah Golubev für eine Notbremse die rote Karte, der fällige Freistoß ging aber drüber. Zu neunt igelte sich Tiflis um den eigenen Sechzehner ein und kurze Zeit später war es dann geschafft, man rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und stand schaltete sensationell Fenerbahce aus!

    Die Cupschlacht sichtlich noch in den Beinen gab es ein der Liga die Ernüchterung. Ein harmloser und schwacher Auftritt mit der B-Elf gegen überraschend starke Albaner, die dankbar die Fehler der Gäste annahmen und letztendlich verdient mit 2:0 gewannnen. Tiflis verlor erneut wichtige Punkte im Aufstiegskampf.

    Eine Woche später musste man das Ruder aber herumreißen, denn es ging gegen einen direkten Konkurrenten, Olimpija Ljulbljana. Die Slowenen hatte zuletzt auch einen Negativlauf und waren in der Tabelle auf Platz 4 abgerutscht. Wichtig auch für Tiflis, die mittlerweile aus den Aufstiegsrängen gerutscht waren. Anders als gegen Korçë zeigte man eine Reaktion und spielte gut, ging in der 34. Minute durch Ananidze in Führung. Jedoch gelang Matavz quasi postwendend der Ausgleich, welcher Tiflis schockte. In Hälfte zwei lief man dem Ball immer einige Meter hinterher und war in die passive Rolle gezwungen worden, doch die Szene in Minute 57 entschied das Spiel. Nach einem Handspiel, welches ganz klar außerhalb des Strafraums war, entschied sich der Schiedsrichter auf Elfmeter zu entscheiden, Matavz verwertete, Dinamo konnte das Ruder nicht mehr herumreißen und war nach dem Spiel dementsprechend empört: 'Das ist eine Schande, da lieferte man eine gute Leistung ab und wird letztendlich durch so eine Fehlentscheidung in einem entscheidenden Spiel um die Punkte gebracht! Jeder hier im Stadion hat gesehen, dass das außerhalb war, nur der Schiri natürlich nicht!' war Coach Kacharava zurecht empört.

    Dinamo Tiflis brauchte dringend Punkte, um nicht vor der entscheidenden Phase der Meisterschaft aus dem Aufstiegsrennen zu fliegen. Doch der heutige Gegner Levski Sofia war angeschlagen und könnte dementsprechend noch weitaus gefährlicher sein. Die Bulgaren standen mit 24 Punkten auf dem 19. Platz und waren akut abstiegsgefährdet, dabei war als Ziel ein Aufstiegsplatz ausgegeben worden. Doch auch der bereits dritte Trainer in dieser Saison konnte das Ruder bislang nicht herumreißen, holte aber immerhin drei Punkte in den letzten beiden Spielen. Aber auch Tiflis war etwas angezählt nach zuletzt 3 Pleiten in Serie und nur 2 Punkten aus den letzten 5 Spielen. Demnach fiel einiges an Druck ab, als Chakvetadze in Minute 9 die Gäste in Führung brachte. Ganz vorne suchte man immer noch nach einem richtigen Torjäger, Kvilitaia zu unkonstant und zuletzt nicht mehr in der Startelf, durfte heute Briasco von Beginn an sein Glück versuchen. Aber auch der Argentinier brachte nicht die gewünschte Durchschlagskraft, immerhin waren seine kreativen Mitspieler dahinter aber gut aufgelegt. Auch Papunashvili, der zuletzt in einem Formtief steckte war heute einer der besten am Platz, er erhöhte in Minute 28 auf 2:0, kurz vor der Pause schien die Partie entschieden, als wieder Chakvetadze zum 3:0 traf. Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild, Levski schien sich selbst schon aufgegeben zu haben, dabei war der Rückstand auf das rettende Ufer nur 6 Punkte und die Mannschaft hatte allemal das Zeug dazu, das noch aufzuholen. Stattdessen spielte aber nur Dinamo und Papunashvili konnte relativ unbedrängt auf 4:0 erhöhen. Ein dämliches Foul von Khocholava ließ nochmals einen kurzen Ruck durch die Heimmannschaft gehen, als Ivelin Popov den Elfer zum 1:4 verwandelte, aber letztendlich war es nur ein kurzes Aufbäumen. Den Schlusspunkt besorgte der eingewechselte Kvilitaia in Minute 81 zum 1:5.

    Ein gefährlicher Gegner wartete im Viertelfinale des Ligapokals auf Dinamo Tiflis. Dnipro Dnipropetrovsk, erst im Sommer wieder neu gegründet und mit früheren Stars in der ersten Liga gut unterwegs, war der Favorit, auch wenn Dinamo Tiflis zuletzt mit Fenerbahce den Favoriten aus dem Bewerb geworfen hatte. Und man startete wieder gut, denn nach nur 6 Minuten traf Chakvetadze zum 1:0. Man sah, dass Dnipro noch so etwas die Feinabstimmung fehlte, schließlich war das Team mehr ein zusammengewürfelter Haufen, denn ein eingespieltes Team, aber individuelle Klasse hatten die Ukrainer zweifelsfrei. So auch in Minute 18, als Seleznyov zu einem Tänzchen ansetzte und die halbe georgische Defensive alt aussehen ließ. Das Resultat war der Ausgleich zum 1:1. Von nun an war die Partie ausgeglichen, Dnipro hatte mehr vom Spiel, Dinamo die besseren Chancen und eine solche verwertete Jano Ananidze nach Maßflanke von Papunashvili volley zur neuerlichen Führung. Diese hielt auch der nächste Offensivwelle des Gegners kurz vor der Pause stand. Das Spiel war im großen und ganzen ausgeglichen, aber Tiflis hatte das Glück heute auf seiner Seite, Ananidze machte in Minute 59 das 3:1, zu viel für Dnipro, die nicht mehr herankamen. Dinamo Tiflis steht damit sensationell im Halbfinale, doch man war nicht der einzige Zweitligst, denn auch Partizan Belgrad stand im Halbfinale, schaltete Galatasaray aus!


    Ergebnisse im Detail:


    20.Spieltag:

    Dinamo Bukarest 1:1 Dinamo Tiflis

    Andone 29.; Makarenko 11.


    21.Spieltag:
    Dinamo Tiflis 1:1 APOEL Nikosia
    Chakvetadze 8.; Jahanbakhsh 56.
    Gelb-Rot: Kiteishvili 55. (TIF)
    Verschossener Elfer: Jahanbakhsh (APO) 73.


    Ligapokal 2.Runde:
    NK Maribor 1:3 n.V. Dinamo Tiflis
    Ilicic 59.; Kvilitaia 67., 119., Golubev 95.


    22.Spieltag:

    Kasimpasa 1:1 Dinamo Tiflis

    Koita 83.; Ananidze 44.


    23.Spieltag:
    Dinamo Tifis 6:0 FK Sarajevo
    Kvilitaia 6., Chakvetadze 11., 44., 62., Lochoshvili 30., Makarenko 49.; -


    24.Spieltag:
    ZSKA Sofia 2:2 Dinamo Tiflis
    Gyasi 5., Serginho 45.; Kvilitaia 26., Chakvetadze 88.


    25.Spieltag:
    Dinamo Tiflis 2:2 Kayserispor
    Kvilitaia 15., 68.; Mensah 38., Türüç 82.


    26.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 1:2 MSK Zilina

    Kiteishvili 35.; Nunes 3., Mraz 89.
    Rot: Makarenko 86. (TIF)


    Ligapokal Achtelfinale:
    Dinamo Tiflis 4:3 n.V. Fenerbahce Istanbul
    Papunashvili 5., Kvilitaia 75., Kiteishvili 87., Lobjanidze 110.; Ayew 33., Dirar 38., Valbuena 51.
    Verschossener Elfer: Ayew (FEN) 61.
    Gelb-Rot: Khocholava 60., Rot: Golubev 116. (beide TIF)


    27.Spieltag:

    KF Skënderbeu Korçë 2:0 Dinamo Tiflis

    Djimsiti 19., Çikalleshi 81.; -


    28.Spieltag:

    Dinamo Tiflis 1:2 Olimpija Ljubljana

    Ananidze 34.; Matavz 36., 57. (E.)


    29.Spieltag:

    Levski Sofia 1:5 Dinamo Tiflis

    Popov 60. (E.); Chakvetadze 9., 45., Papunashvili 28., 52., Kvilitaia 81.


    Ligapokal Viertelfinale:

    Dnipro Dnipropetrovsk 1:3 Dinamo Tiflis
    Seleznyov 18.; Chakvetadze 6., Ananidze 36., 59.


    Tabelle:


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    Toti tarani din costesti tin cu Steaua București!


  8. Die folgenden 5 Benutzer sagen Danke Edouard1990 für deinen sinnvollen Beitrag:

    Der Kölner (20.02.2019), marc (15.02.2019), Misterwhite84 (12.02.2019), Nummer777 (11.02.2019), Ramelow28 (12.02.2019)

  9. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #16
    Pate EFL Championship Avatar von Misterwhite84
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    Man hat etwas abreisen lassen...Vorne ist der Kampf um den Aufstieg in vollem Gange...Kannst du nochmals zurückkommen? Egal...weil du wirst sowieso wechseln...Trotzdem viel Glück für die letzte Phase...

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  10. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #17
    Moderator Avatar von RichardBarcelona
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    Respekt, dass du das so durchziehst, man merkt, dass dir das Projekt viel Spaß macht, mit den Einschränkungen bei den Transfers halt wirklich blöd, aber in Georgien spielen halt hauptsächlich Georgier und die gibt es in FIFA nicht so viele. Dennoch wäre mit der Liga vielleicht die Möglichkeit, aus dem Balkan oder eben Türkei, Griechenland was zu holen. Dass in dieser Liga dein Ziel Steaua sein wird, konnte jeder ahnen, bin mal gespannt, ob du eine Zwischenstation machst, gleich ein Angebot kommt, oder du bei Tiflis bleibst. Textlich wieder der Hammer, da sind schon wieder ein paar geniale Sätze dabei.

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  11. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #18
    Profispieler Avatar von Cody
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    Wow! Muss ne Höllenarbeit sein. Kann mir aber vorstellen, dass es echt Spaß machen muss! Weiter so!

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  12. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #19
    Profispieler Avatar von De KoNiNG
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    Dein Projekt Balkeuraskasus Liga ist absolut Wahnsinn! Natürlich in positivem Sinne. Ich verfolge deine Beiträge und bin sehr gespannt, was den weiteren Story-Verlauf angeht. Durch deine Umsetzung kam mir erst kürzlich der Gedanke eine griechische Liga mit circa zehn Mannschaften auf die Beine zu stellen, denn es gibt immerhin schon vier Team aus der Super League. Bleib auf jeden Fall weiter am Ball, weil mit deiner Geschichte sorgst du für eine schöne Abwechslung im Forum.

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  13. AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    #20
    Moderator Avatar von RichardBarcelona
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    Standard AW: Edouard1990's kreative Ecke.

    Zitat Zitat von De KoNiNG Beitrag anzeigen
    Dein Projekt Balkeuraskasus Liga ist absolut Wahnsinn! Natürlich in positivem Sinne. Ich verfolge deine Beiträge und bin sehr gespannt, was den weiteren Story-Verlauf angeht. Durch deine Umsetzung kam mir erst kürzlich der Gedanke eine griechische Liga mit circa zehn Mannschaften auf die Beine zu stellen, denn es gibt immerhin schon vier Team aus der Super League. Bleib auf jeden Fall weiter am Ball, weil mit deiner Geschichte sorgst du für eine schöne Abwechslung im Forum.
    Das habe ich schon versucht, leider bekommt man höchstens 7 Teams hin, ich hab die dann mit den 3 tschechischen und weiteren 4 tschechischen und 2 slowakischen Teams in eine Liga getan. Macht eigentlich Spaß, ich zocke mit Olympiakos.

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